Mit dem Frühling erwacht nicht nur die Natur in Witten, sondern auch die jährliche Sammelaktion der Initiative „Witten blüht“.
Michael Kapmeyer (Initiator der Aktion / ganz links) und Isabell Ordon (Stadtwerke / ganz rechts) freuen sich zusammen mit der Nachhaltigkeits-AG des AMG sowie dem Vertreter des Weniger e.V. über den Start der Aktion.
Passend zum Start der neuen Saison erhielt die Nachhaltigkeits-AG des Albert-Martmöller-Gymnasiums (AMG) eine eigene Sammeltonne. Die Schüler der AG sammeln gemeinsam mit ihren Familien verblühte Blumenzwiebeln, um diese im nächsten Jahr erneut erblühen zu lassen. Die 2018 von Lehrerin Anne Schubert gegründete Nachhaltigkeits-AG setzt sich mit verschiedensten Projekten aktiv für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein und wurde im vergangenen Jahr mit dem dritten Platz beim Wittener Nachhaltigkeitspreis der Stadtwerke Witten ausgezeichnet.
Mehr Blühflächen für Witten
Seit 2017 verfolgt die Initiative „Witten blüht“ das Ziel, Blumenzwiebeln und Blumenerde vor der Entsorgung zu retten und stattdessen für neue artenreiche Blühflächen in der Stadt zu nutzen. Dank der Unterstützung der Stadtwerke Witten seit 2021 konnte das Projekt weiter ausgebaut werden. Im Jahr 2022 wurden sechs zusätzliche Sammeltonnen aufgestellt und tausende Blumenzwiebeln wiederverwendet.
So funktioniert die Sammelaktion
Die diesjährige Sammelphase erstreckt sich von März bis Mai. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, ihre verblühten Blumenzwiebeln inklusive Topf und Erde an den offiziellen Sammelstellen abzugeben. Wichtig: Die grünen Blätter sollten an den Pflanzen verbleiben, da die Zwiebeln daraus Energie für die nächste Blühsaison speichern.
Die blauen Sammeltonnen befinden sich an folgenden Standorten:
Naturtuche, Steinstraße 5 & 7; Treff, Mannesmannstraße 6; Tagespflege im Wiesenviertel, Wiesenstraße 24 (Rückseite); Stadtwerke Witten, Westfalenstraße 18–20.
Nachhaltigkeit als Kernziel
Ein zentrales Anliegen von „Witten blüht“ ist neben der Rettung von Blumenzwiebeln auch der bewusste Umgang mit Blumenerde. Viele handelsübliche Blumenerden enthalten Torf, dessen Abbau wertvolle Moore zerstört und erhebliche Mengen CO₂ freisetzt. Die Initiative wirbt deshalb für die Nutzung torffreier Alternativen und die Wiederverwendung bereits genutzter Erde.
Zusätzlich wurde die Zusammenarbeit mit dem Nachhaltigkeitsverein Weniger e.V. intensiviert.