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Natur & Garten

Wie mache ich meinen eigenen Garten vogelfreundlich?

Heimische Gärten bieten Vögeln verschiedene Lebensräume.

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Einer der kleinsten Singvögel ist der Zaunkönig. Er wird nur ca. zehn cm groß und wiegt ca. zehn Gramm.

Je nachdem wie groß der heimische Garten ist und was für Lebensräume sich in ihm befinden, können hier die unterschiedlichsten Vogelarten Unterschlupf finden. Wissen Sie, was Sie für Vögel im Garten haben? Es ist interessant zu wissen, was für Vögel im eigenen Garten leben, denn dann kann man gezielt die richtigen Nistkästen, Futterhäuser und natürlich das richtige Futter anschaffen. Wenn Sie Ihren Garten vogelfreundlich einrichten möchten, ist es wichtig zu wissen, welche Vögel in den Garten kommen. Kommen überwiegend Raben, Krähen und Elstern in den Garten, ist die Chance das Singvögel vorbeikommen, nicht sehr groß. Leider sind die größeren Vogelarten Räuber und stehlen den Singvögeln die Eier. So können sich weniger Singvögel fortpflanzen und die Zahlen sinken enorm. Auch Nachbarschaften in denen viele Katzen leben, leiden darunter.

Wie locke ich Singvögel in meinen Garten?
Zum Glück können wir Menschen den Vögeln neue Lebensräume bieten und sie auch noch vor Räubern schützen. Sorgen Sie für Futterplätze in den kühleren Monaten, damit die Vögel gestärkt sind und den Herbst und Winter gut überstehen. Im Frühjahr vor der Brut, können Sie passende Nistkästen aufhängen, die Räuber davon abhalten, Singvögel während der Brut zu stören. Es gibt viele verschiedene Nistkästen, in vielen Farben und Formen. Je nachdem, welchen Vögeln Sie einen neuen Lebensraum bieten wollen: für die meisten Arten gibt es Nistkästen in verschiedenen Ausführungen und Größen. Nun gibt es nicht nur Raubvögel und Katzen, die den Singvögeln zu nah kommen können, sondern auch Marder. Diese kleinen Raubtiere ergötzen sich gerne an Vogeleiern und um zu vermeiden, dass sie in das Einflugloch probieren einzudringen, gibt es Schutzkörbe, die an das Einflugloch montiert werden können. Achten Sie darauf, dass der Nistkasten an einem ruhigen Ort aufgehängt wird auf mindestens 1,5 bis 2 Meter Höhe. Er sollte vor Wind und Regen geschützt und nicht den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt sein. Idealerweise hängt der Nistkasten in der Nähe von Gebüschen und Ästen, welche als Landeplatz für die Jungvögel genutzt werden können.

Futterstellen und Wassertränken stärken die Vögel
Um noch mehr Vögel im Garten willkommen heißen zu können, fehlen noch Futterstellen und Trinkgelegenheiten. Da jede Vogelart anders ist, hat jede auch andere Vorlieben, was das Futter betrifft. Es gibt viele Übereinstimmungen, aber es wird im Allgemeinen unterschieden zwischen Körnerfressern und Weichfutterfressern. Frische Sonnenblumenkerne gelten als Basisfutter, denn diese fressen eigentlich alle Vögel. Auch Nüsse, Buchweizen und Samen werden gerne angenommen. Aber auch fettreiches Futter wie Meisenknödel ohne Netz oder gefüllte Kokosnüsse oder Tannenzapfen helfen den Vögeln den Winter durchzukommen. Weichfutterfresser haben zierlichere, spitze Schnäbel, die gemahlene Nüsse und Obst bevorzugen. Amseln, Drosseln, Stare, der Zaunkönig und das Rotkehlchen gehören zu den Weichfutterfressern. Sie können mit ihrem Schnabel keine harten Kerne und Nüsse aufknacken und brauchen daher Obst, gemahlene Nüsse, Haferflocken und getrocknete Insekten als Nahrung. Es ist zu beachten, dass einige Weichfutterfresser zu den Bodenfressern gehören. Sie bevorzugen offene Futterstellen, in denen das Futter auf einer Art Landefläche angeboten wird. Wenn Sie also Buchfinken, Rotkehlchen und Amseln im Garten haben, sorgen Sie für offene Futterhäuser, in denen die Vögel gut landen können, um an das Futter zu gelangen. Körnerfresser haben kräftige, kürzere Schnäbel, die Samen und Nüsse aufknacken können. Die meisten Finken, Meisen, Gimpel und Sperlinge gehören zu den Körnerfressern. Sie bevorzugen hängende Futterstellen. Sie mögen es gerne, das Futter aktiv aus dem Behältnis zu holen und dabei nicht gestört zu werden, da die Futterstelle auf einer gewissen Höhe angebracht ist. Achten Sie darauf, dass sich Futterplätze an ruhigen Orten im Garten befinden. Wählen Sie Stellen aus, an denen Sie nicht zu oft entlang laufen. Vögel brauchen Ruhe, um das Futterangebot zu entdecken und anzunehmen. Auch sollten die Futterplätze weitestgehend vor Räubern und Katzen geschützt sein. Hängen Sie Futterhäuser und Futtersilos mindestens 1,5 m bis 2m hoch auf, zumindest weniger gut zugänglich für Katzen, da diese auch ziemlich hoch springen und klettern können.
Neben Futterhäusern brauchen Vögel auch Wasser zum Trinken. Vogeltränken sollten also auch nicht im Garten fehlen. Sie helfen Vögeln bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sehr, wenn Sie täglich frisches Wasser anbieten und darauf achten, dass es trinkbar und nicht eingefroren ist.