Bei der Ehrung wurden Einzelsportler, Mannschaften und Ehrenamtliche berücksichtigt.
Die Ehrung fand in der Aula der Gesamtschule statt.
In der Aula der Gesamtschule Welper wurden Ende März diejenigen auf die Bühne gebeten, die im Jahr 2025 sportlich besonders auf sich aufmerksam gemacht haben. Bei der Sportlerehrung der Stadt Hattingen und des Stadtsportverbandes (SSV) wurden verdiente Sportlerinnen und Sportler aus der Stadt oder aus Vereinen, die ihren Sitz in Hattingen haben, auch Mannschaften sowie Ehrenamtliche ausgezeichnet.
Zu den Ehrenamtlichen gehören: Dietmar Hantke, Uwe „Berta“ Knop, Brigitte Hohbein-Krohn (alle TuS Blankenstein), Marc und Julia Liesenfeld (SuS Niederbonsfeld), Theo Schlüter (SF Niederwenigern), Guido Lüning (Hattinger Ruderverein), Anja Marker (Netz-Frei Hattingen), Heinz Follrichs (VfL Niederwengern) und Karl Görke (1. JJJC Hattingen). Follrichs ist im Übrigen mittlerweile 90 Jahre alt und engagiert sich immer noch. „Wir freuen uns über alle Ehrenamtlichen, die über Jahre hinweg das Angebot der Vereine sicherstellen. Ohne sie würden die Aktiven auch keine Platzierungen erreichen“, betont Michael Heise, der dem SSV vorsitzt. Viele stehen jahrelang für ihren Verein mit Herzblut parat. Andere betreiben seit einigen Jahren aufwendige Projekte, so wie Marc und Jutta Liesenfeld eine große Ferienfreizeit mit vielen Teilnehmenden. „Theo Schlüter hat neben seinem Einsatz im Verein auch viel für den Ortsteil Niederwenigern getan“, merkt Heise an.
Eine von den Jüngsten, die jemals im Rahmen der Sportlerehrung dabei waren, ist Mara Sandmann. Die 13-Jährige startet für den Ruderclub Witten und landete mit der NRW-Mannschaft beim Bundeswettbewerb Rudern (gleichzusetzen mit einer Deutschen Meisterschaft) auf Rang zwei. Bei der Landesmeisterschaft wurde sie Zweite im Einer (Langstrecke: 3000 Meter, Rennstrecke: 1000 Meter). Beim Talente-Cup NRW sprang im Mix-Doppelvierer (mit Steuermann) Platz drei heraus.
„Sie ist mittlerweile auch beim Judo aktiv und hat eine neue Sportart für sich entdeckt“, verrät Heise und nennt den 1. JJJC Hattingen. Das ist auch der Stammverein der erfolgreichen Kämpferin Mathilda Niemeyer, die 2025 in ihrer Gewichtsklasse (bis 78 Kilogramm) beim European Cup in Berlin Platz eins und in Birmingham Platz zwei belegte. Zudem nahm die Deutsche Meisterin der U21 an der Europameisterschaft der Junioren in Bratislava teil und wurde Fünfte. Bei der Weltmeisterschaft in Lima gab es für die 20-Jährige dann als Krönung ein Edelmetall: Sie wurde Vizeweltmeisterin. Eigentlich wäre sie am Wochenende, an dem die Sportlerehrung stattfand, bei einem Grand-Slam-Turnier in Bulgarien angetreten. Aufgrund einer Verletzung am Mittelfuß konnte sie aber in der Gesamtschule vorbeischauen.
Auch in den „Randsportarten“ sind erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler aus Hattingen vertreten. Michael Bruch vom Boxring Hattingen belegte bei der Deutschen Meisterschaft im olympischen Boxen in der Superschwergewichtsklasse Platz zwei. Triathletin Anke Trilling von der SG Welper erreichte den zweiten Platz bei der Europameisterschaft im Quadrathlon (Sprint-Distanz). Vom Segelclub Hattingen wurde Knut Belling Weltmeister in der Bootsklasse Vaurin in der Holzbootwertung. Strandsegler Kurt Wachkamp ist nach zweijähriger Pause wieder für den Yachtclub St. Peter-Ording bei der Europameisterschaft gestartet und gewann Silber. Ziel des 75-Jährigen, der sich in der Regel mit viel jüngeren Kontrahenten misst, ist nun die Weltmeisterschaft 2028.
Mit Jochen Lumbeck, dem Vorsitzenden des SV Hattingen, gibt es einen weiteren Sportler, der über 60 Jahre alt ist. Der 65-Jährige startete vergangenes Jahr in seiner Altersklasse bei den Deutschen Kurzbahn-Meisterschafen und sicherte sich jeweils Platz zwei über 50-Meter-Brust. „Ich finde es gut, dass er neben seinem Ehrenamt auch immer noch sportlich aktiv ist“, so Heise. Weitere Platzierungen erreichten Schwimmer der SG Welper und des SV Hattingen für viele nationale und internationale Erfolge: Nils Woddow, Paula Buß, Dominik Vogel, Carla Pieper, Lasse Dumke, Nadia Tudo Cubells, Olga Krysiak, Niklas Ehlert, Felix Nguyen, Deniz Dogan, Michelle Pschuk, Sabrina Krekeler, Matthias Reketat, Linus Sotke (alle SG Welper), Alina Kruk, Nadine Specht, Lara Sophie Wagner und Isabel Stegmann (alle SV Hattingen).
Als Mannschaften des Jahres 2025 wurden geehrt: Die Schwimmerinnen der SG Welper, die mit der SG Ruhr den Aufstieg in die 1. Bundesliga geschafft haben. Die Damenmannschaft des SuS Niederbonsfeld ist mit 20 Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage als Meister in die Fußball-Landesliga aufgestiegen. Zudem hat die zweite Mannschaft der Triathleten der SG Welper den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft.
Von Hendrik Steimann