Außerordentlich erfolgreich waren die Ringer des KSV Witten bei den NRW-Landesmeisterschaften in Lünen...
Gleich fünf Titel gingen in die Ruhrstadt, dazu je eine Silber- und Bronzemedaille – eine ausgezeichnete Bilanz für den KSV, denn alle Wittener Akteure kehrten so mit Edelmetall zurück. Der VfK Lünen-Süd hatte ein Mammutturnier zu organisieren, das in der Sporthalle Dammwiese auf fünf Matten abgewickelt wurde.
Je einmal Gold gab’s im griechisch-römischen Stil und im weiblichen Ringkampf für den KSV, doch es wäre sicher mehr möglich gewesen. Denn aus unterschiedlichen Gründen fehlten u.a. Medaillenkandidaten wie Nico Brunner oder Noah Englich bei den Klassikern oder Lotta Englich bei den Frauen.
So durfte sich das Trainerteam mit Klaus Eigenbrodt, Andrej Perpelita und Mirko Englich über die gute Ausbeute freuen – gerade die jungen Ringer, die künftig das Gerüst des Wittener Zweitliga-Teams sein sollen, konnten überzeugen. Etwa Mika Labes, gerade 16 Jahre alt; der konnte sich auch bei den Männern in seinen beiden Kämpfen sicher durchsetzen, jeweils mit technischer Überlegenheit in insgesamt drei Minuten. Das Feld in der 63 kg-Klasse im griechisch-römischen Stil war allerdings überschaubar.
Konkurrenz im Freistil
Mehr Konkurrenz herrschte in den Freistil-Kategorien. Drei Gewichtsklassen gingen an die KSV-Athleten: Roman Pylypenko (70 kg), Emin Salviz (74 kg) und Gregor Eigenbrodt (79 kg) sicherten sich die Landestitel, in der 65 kg-Klasse scheiterte dies nur knapp, als Mujtaba Faizi und Justus Eigenbrodt auf den Rängen zwei und drei landeten.
Roman Pylypenko ging sechsmal auf die Matte und kam dabei zu fünf technischen Erfolgen und einem Schultersieg – eine ganz klare Angelegenheit für den jungen Ukrainer im KSV-Trikot, der für alle Kämpfe mit 62:6 technischen Punkten nur gute zehn Minuten benötigte!
Nach fünf erfolgreichen Partien stand der Titel auch für Emin Salviz fest: viermal gewann er durch technische Überlegenheit, sammelte 50:1 Punkte; im Finale reichte ein sicherer 3:0-Punktsieg gegen einen Ringer vom TV Walheim zur Meisterschaft.
Hoch überlegen präsentierte sich auch Gregor Eigenbrodt in der mit 21 Teilnehmern am stärksten besetzten Gewichtsklasse. Sechs Kämpfe hatte der Wittener zu absolvieren, sammelte 52:2 Punkte und musste lediglich gegen den Kölner Eliseev beim 12:2 Gegenpunkte hinnehmen. In knapp 14 Minuten hatte Eigenbrodt seine Begegnungen beendet!
Deutsche Meisterschaften im Juni
Nach drei Kämpfen stand der Meistertitel für die einzige KSV-Amazone fest: Viviane Herdan konnte sich zweimal durch technische Überlegenheit behaupten. Lediglich gegen Leni Seelig aus Ückerath musste sie über die Zeit gehen, hatte den Kampf beim 8:3-Erfolg jedoch jederzeit im Griff. Nur knapp verfehlten Mujtaba Faizi und Justus Eigenbrodt den Titel. Bereits in der ersten Begegnung trafen sie aufeinander, Faizi gewann technisch überlegen. In den Folgekämpfen gab es zwei weitere technische Erfolge – Finale! Das verlor Faizi er nach offenem Kampf mit 4:6 gegen einen Gegner vom KSV Velbert – damit Silber für den KSV-Ringer.
Justus Eigenbrodt steigerte sich nach der Auftaktniederlagen gegen seinen Vereinskameraden deutlich: nach zwei Überlegenheitssiegen und einem deutlichen Punkterfolg (11:3) erreichte er das „kleine Finale“ und gewann auch hier technisch überlegen. Am Ende also die versöhnliche Bronzemedaille für Eigenbrodt.
Bis zu den Deutschen Meisterschaften haben die Wittener KSV-Akteure noch einige Vorbereitungszeit: erst vom 20. bis 22. Juni 2025 treffen sich Deutschlands beste Athletinnen und Athleten in Elsenfeld (Landkreis Miltenberg), um ihre Meisterinnen und Meister zu küren.