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Sport

TuRa sichert sich VfL-Stadionsprecher Wurst als Chefcoach

Nachfolger für Holger Stemmann ist ein bekanntes Gesicht – nicht nur in Rüdinghausen.

Gruppenbild

Martin Möller (l.) und André Weidler präsentieren Michael Wurst (Mitte).

Im Sommer steht bei Fußball-A-Kreisligist TuRa Rüdinghausen ein neuer Cheftrainer an der Seitenlinie, der nicht nur im Verein bekannt ist: Michael Wurst übernimmt von Holger Stemmann, der nach fast fünf Jahren im Amt aus persönlichen Gründen aufhören wird.
Wurst hat selbst vor vielen Jahren mit TuRa in der Westfalenliga gespielt und in der Vorsaison sogar ein paar Mal für die erste Mannschaft, die am Ende als Zweitplatzierter knapp den Aufstieg verpasste. „Aus dieser Zeit kennt er noch viele Spieler, da sich unser Kader seitdem kaum verändert hat. Er ist ein astreiner Typ und passt super zum Verein“, erzählt Fußball-Abteilungsleiter Martin Möller, der Wurst von früher kennt und ihn daher kontaktierte, nachdem klar war, dass Stemmann nach Ende der aktuellen Saison nicht mehr zur Verfügung steht. Wurst war verfügbar, Ende 2025 trennte sich sein letzter Klub, Westfalenligist SC Obersprockhövel, von ihm. Seitdem war der 51-Jährige sogar noch mal selbst im Herrenbereich am Ball – bei B-Ligist SG Linden-Dahlhausen aus seiner Heimatstadt Bochum. Dort ist er seit vielen Jahren beim VfL Bochum als Stadionsprecher tätig.
Mittlerweile lebt der Familienvater und frühere Drittligaspieler in Witten, führt eine Versicherungsagentur von Axa und hat es nicht weit zur Brunebecker Straße, wo TuRa seine Heimspiele austrägt. Übrigens nur samstagsabends, da es vor vielen Jahren mal Beschwerden seitens Anwohner gab, dass es sonntags zu laut sei. Für Wurst Glück im Unglück: „So kann ich es gut mit meiner Tätigkeit beim VfL und mit meinen Musikauftritten verbinden.“ In den vergangenen Jahren fehlte er als Trainer nur selten an der Seitenlinie seiner Teams. Und sollte der VfL mal das Samstagabendspiel in der zweiten Bundesliga im Ruhrstadion austragen, könnte TuRa – wo es einige Bochum-Fans gibt – womöglich sogar das eigene Spiel verlegen und alle ins Stadion fahren. „Das ist in der Kreisliga eher möglich, zuletzt in der Westfalenliga hätte es nicht funktioniert“, so Wurst, der sich ambitioniert zeigt und bestensfalls in die Bezirksliga aufsteigen möchte.

Von Hendrik Steimann