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Dies und Das

Trennung und teilweise leichtfertige Darlehensvergabe

Schuldnerberatung stellt Jahresbericht vor: 8 Prozent mehr Ratsuchende als im Vorjahr...

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521 Ratsuchende zählt die Schuldnerberatungsstelle Witten der Diakonie Mark-Ruhr für das Jahr 2020. Im alljährlichen Bericht wird deutlich, dass die Anzahl der Anmeldungen leicht gestiegen ist.
Das sind etwa 40 Personen mehr als im Jahr zuvor, also 2019, die das Angebot in Anspruch genommen und Hilfe gesucht haben, das entspricht einem Plus von 8 Prozent.
Die Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen der Diakonie Mark-Ruhr unterstützen und beraten Menschen, die überschuldet sind. Neben der Beratungsstelle in Witten gehören auch Beratungsstellen in Hattingen, Schwelm und Hagen zur Diakonie Mark-Ruhr. Der größte Teil der Klienten im vergangenen Jahr war zwischen 41 und 50 Jahren alt (25,7 Prozent). Der Familienstand der Ratsuchenden war bei 188 Personen ledig (36), bei 113 Personen verheiratet (21,7). „Der größte Teil der Ratsuchenden 2020 bezog Arbeitslosengeld II, nämlich 41,7 Prozent, 36,4 Prozent hatten ein Einkommen, also Lohn oder Gehalt“, berichtet Gundula Beckmann von der Schuldnerberatung in Witten.

Mangelnde Finanzkompetenz
Die Hauptgründe, weshalb Menschen in die Überschuldung geraten, sind Arbeitslosigkeit, die Trennung vom Partner, der Tod des Partners und Krankheiten. „Neben diesen Gründen spielen aber auch eine mangelnde Finanzkompetenz und eine teilweise leichtfertige Darlehensvergabe eine wichtige Rolle. Trotzdem sind die Fälle der Ratsuchenden alle individuell“, ergänzt Gundula Beckmann. Aktuell ist auf Grund der Corona-Pandemie die persönliche Beratung in der Beratungsstelle eingeschränkt. Die Kontaktaufnahme ist über die telefonische Erreichbarkeit der Berater sichergestellt. „Wir können noch nicht sagen, ob, wann und wie sich Corona auf die Anzahl der Ratsuchenden auswirken wird. Dies ist zurzeit reine Spekulation“, betont Gundula Beckmann.