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Sprockhövel

The Honeyclub: Musiker leben das Gefühl des Rock’n’Roll

Leadsänger und Gitarrist Lukas Schwermann (G.Lou), Bassist Alexander Böhmer (Bo J. Al) sowie Schlagzeuger und Background-Sänger Jonas Klein (Feety Joe) sind „The Honeyclub”. Sie sind jung, cool und wollen nur eines: Musik machen und irgendwann davon leben.

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V.l. Jonas Klein, Alexander Böhmer und Lukas Schwermann- The Honeyclub. Foto: Miriam Janclaes

Die drei Sprockhöveler, „The Honeyclub“, wurden beim Wettbewerb „Ruhrcomer“ als studentische Spitzenband des Ruhrgebiets ausgezeichnet und dürfen bei „Bochum Total“ zeigen, was sie draufhaben. Nach der Veröffentlichung der ersten EP „Chemistry, Baby!“ im September 2020, folgte im Februar die Vorab-Single „You Got The Wrong Idea“ und jetzt im März die zweite EP „Biology, Baby!“ Im Kopf hat das Trio nur eines: Musik machen. Diagnose: lebenslänglich.  
Die drei Freunde kennen sich seit ihrer Hattinger Schulzeit und hatten vor der Gründung ihrer Band schon lange Musikerfahrung. „Wir haben auch gemeinsam Musik gemacht, Songs gecovert. Aber wir wollten unsere eigenen Sachen machen und deshalb haben wir im September 2019 unsere Band gegründet“, berichtet Lukas Schwermann. Acht Wochen später dann das Live-Debut im ausverkauften „Rottstr5-Theater“ in Bochum mit ersten acht eigenen Songs. Die schreibt in der Regel Lukas Schwermann. Er studiert Sozialwissenschaften in Bochum, Bandkollege Alex Physik, ist aber Maschinenbauer. Der Dritte im Bunde, Jonas, hat eine Ausbildung als Fotograf in der Tasche. „Aber unser absoluter Lebensmittelpunkt ist die Musik und unsere Band“, sagen sie. Im Sommer 2020 dann der Sieg bei „Campus Ruhrcomer“. Im September die Debut-EP, im Oktober eine Studio-Session bei Monkey Moon Recordings. Jetzt also das erste Musikvideo und die zweite EP. Corona-Blues? „Nicht bei uns. Wir sind hochmotiviert. Wir brennen für unsere Musik und wenn man was mit Leidenschaft macht, dann trägt das auch durch schwierige Zeiten. Klar, wer finanzielle Belastungen hat, für den ist die Krise existenziell. Für uns ist sie im Moment etwas, was uns absolut kreativ werden lässt. Wir müssen ja auch andere Wege finden, uns zu präsentieren“, erzählen Lukas und Jonas. Aber – das ist natürlich auch klar – das Schönste ist auf jeden Fall der Live-Auftritt. „Noch besser wäre eine Tour“, meint Jonas. Und das möglichst bald. „Die Reichweite über Online-Streaming-Konzerte und Social Media ist einfach eine andere Art der Präsentation.“ Aber eben im Moment die Form, die geht. O-Ton der Musiker: Corona ist unsexy.
Was die Band auf der Pfanne hat, ist DAS Lebensgefühl vom Rock’n’Roll. Loud. Hot. No plastic,
everything ist real. Elf Minuten
Rock’n’Roll-Tracks erwartet die Hörer auf der neuen EP. „Wir
wollen eine lebensbejahende und positive Message rüberbringen. Wir wollen ein Statement setzen, denn für uns ist Depressiv eben nicht das neue Verwegen“, beschreiben sie ihren Stil. Freiheit, Selbstbestimmtheit, Leichtigkeit, aber auf keinen Fall belanglos – so verstehen sie ihre
Texte und ihre Musik. Inhaltlich geht es natürlich auch um
Zwischenmenschliches. Geprobt wird auf einem Sprockhöveler Bauernhof. Da sind sie für sich. „Wir machen alles selbst – von den ersten Ideen über Texte, Musik, Fotos, Booking, Presse – was so dazugehört.“
Gesungen wird auf Englisch. „Wir haben internationalen Anspruch“, sagen sie selbstbewusst. Und fügen mit einem Grinsen hinzu: „Wir machen Musik und das ist für uns kein Hobby oder eine Freizeitbeschäftigung. Wir wollen davon leben. Das ist jedenfalls unser erstes Ziel vor den Grammys.“ Wenn man 23, 24 Jahre alt ist und eine Band kurz vor einer weltweiten Pandemie gegründet hat, dann muss man den Mund aufmachen und darf große Ziele haben. Es heißt ja immer im Rückblick auf das Leben, man hätte seine Träume nicht so schnell aufgeben sollen.
Gute Songs schreiben, das sei viel Arbeit. Zwei gemeinsame Proben pro Woche sei der geringste Teil der Aufgaben. „Wir gehen volles Risiko, weil wir das wirklich so wollen.“ Ehrliche Kritik nehmen sie gerne an. Unterstützung vom persönlichen Umfeld gibt es sowieso.
„The Honeyclub“ dürfen sich nicht nur beste studentische Band des Ruhrgebiets nennen, sondern dürfen auch beim Festival „Bochum Total“ auftreten. Ob das in diesem Jahr der Fall sein wird – keiner weiß das. Denn nach dem Streaming-Event 2020 will Bochum-Total-Gründer Marcus Gloria unbedingt live performen. Vom 8. bis 11. Juli soll es soweit sein. Das letzte Jahr war übrigens die erste Absage nach 35 Jahren Sommerfestival und die Verantwortlichen hoffen, es jetzt irgendwie hinzukriegen. Noch gibt es keine Absage. Noch steht auch der Auftritt am 14. August beim Jubiläumsprogramm der Stadt Sprockhövel „50plus 1“.
Einen Corona-Song wird es von diesem Trio definitiv nicht geben. Das Leben ist kurz und kann schnell vorbei sein. Also habt Spaß, genießt den Augenblick!
Kontakt: Lukas Schwermann, E-Mail thehoneyclub@web.de; www.thehoneyclub.de. anja