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Sport

StadtSportVerband: „Alle sollten bewegt älter werden“

Dirk Engelhard neuer Vorsitzender. Verband ist Service-Einrichtung für Mitgliedsvereine.

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Dirk Engelhard

Auf der letzten Mitgliederversammlung vom StadtSportVerband Sprockhövel standen der 1. Vorsitzende Hans-Jürgen Piorreck nach zehnjähriger und der Kassenwart Holger Spill nach achtjähriger Tätigkeit für den StadtSportVerband Sprockhövel nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Sie wurden mit Dank für ihre erfolgreiche Arbeit verabschiedet. Einstimmig wurden dann Dirk Engelhard als 1. Vorsitzender und Katharina von der Weiden als Kassenwartin neu gewählt. Außerdem gehören zum Vorstand Bärbel Stahlhut als 2. Vorsitzende, Martina Feller-Linge als Geschäftsführerin und René Strack als Sportwart. IMAGE hat mit dem neuen Vorsitzenden gesprochen.
„Wir bündeln und fördern die gemeinsamen Interessen unserer Mitgliedsvereine und vertreten diese gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit“, so Dirk Engelhard. Insgesamt gibt es in NRW über 350 Stadtsportverbände. Einer davon ist der Sprockhöveler Verband, der seit der Gründung der Stadt Sprockhövel existiert. Gemeldete Sportvereine sind automatisch Mitglied im Stadtsportverband sowie im Kreissportbund.
Dirk Engelhard kennt sich in der Szene bestens aus. „Ich durfte mein Hobby zum Beruf machen und war vierzig Jahre hauptberuflich im Landessportbund tätig“, berichtet der 72-jährige Sprockhöveler. Viele Jahre war er Vorsitzender der TSG Sprockhövel und über dreißig Jahre Vereinsarbeit hat er im Kreissportbund hinter sich. Im StadtSportVerband ist er nun erstmalig im Vorstand und als Vorsitzender unterwegs. „Wir sind in Sprockhövel mit unseren Sportanlagen gut aufgestellt. Vor allem beim Thema Fußball haben wir tolle Anlagen“, sagt er. Sein Blick geht zurück auf die Beteiligung vom StadtSportVerband an zahlreichen Neujahrsempfängen sowie Ehrungen. Mit Helmut Hüppop, Harald Wember, Werner Volk und Marlis Busch erinnert er an sportliche Größen im Vereinsleben. Auch die immer noch umtriebige Rita Gehner darf in der Aufzählung nicht fehlen.
„Der StadtSportVerband Sprockhövel hat von allen Städten im EN-Kreis den höchsten Organisationsgrad. Was wir aber machen müssen: wir müssen die sichtbare Präsenz steigern.“ Neben der Jugend will Engelhard vor allem die Älteren und Hochbetagten mit Bewegung und Sport in Verbindung bringen. „Das hängt mit dem demographischen Wandel zusammen. Wir wissen, wie wichtig Bewegung auch im Alter ist und müssen dafür sichtbare Angebote schaffen. Der Landessportbund hat das Angebot ‚Bewegt älter werden‘ mit seinem Botschafter Franz Müntefering aufgelegt. Das Programm „Bewegt ÄLTER werden in NRW!“ (BÄw) versteht sich seit 2011 als systematische Weiterentwicklung der Initiative „Zukunft gestalten – aktiv und gesund älter werden in NRW“. Es geht darum, lebenslanges Sporttreiben zu ermöglichen – in unterschiedlichen Facetten, wie es eben für den Einzelnen machbar ist. „Der StadtSportVerband muss sich zum einen die Frage stellen, wie wir zielgruppengerechte Angebote unterstützen können und wie wir zum anderen Menschen motivieren können, sich ehrenamtlich im Sport zu engagieren.“
Dabei versteht Engelhard die Erhöhung der Ehrenamtspauschale nur als politisches Symbol. Viel wichtiger, so sagt er, sei die Tatsache, dass durch ehrenamtliches Engagement eine persönliche Zufriedenheit erreicht werde. „Es macht einfach Spaß, zusammen mit anderen Menschen etwas zu tun und zu bewegen.“ Bewegen soll sich dabei nicht nur die Sache, sondern am besten der Mensch gleich mit. Und das in jedem Alter. Engelhard gibt ein Beispiel: „Ich engagiere mich auch im Förderverein der Altenhilfeeinrichtung Matthias-Claudius-Haus in Sprockhövel. Seit fünf Jahren spielen wir dort mit einigen Bewohnern Cross-Boccia. Das bedeutet, wir werfen mit Stoffsäckchen auf eine Zielkugel. Witzigerweise waren unsere Betreuer der Bewohner manchmal älter als die Bewohner. Das Angebot machen wir auch in der Tagespflege und es kommt sehr gut an. Das zeigt, man kann sich in jedem Alter bewegen.“
Der StadtSportVerband, so Engelhard, sei auch in verschiedenen Ausschüssen der Stadt Sprockhövel vertreten. „Dabei, und das ist mir wichtig, verstehen wir uns nie als Konkurrenz zur Kultur. Ich sehe Sport und Kultur beide als wichtige und gleichberechtigte Elemente einer Stadtgesellschaft an. Während es Aufgabe der Kommune ist, für Orte zu sorgen, an denen Sport und Kultur möglich sind, müssen Vereine oder andere Einrichtungen für die zu erlebenden Möglichkeiten sorgen. Beim Sport haben wir zum Beispiel die neue Boule-Anlage am Rathaus. Wir haben die Basketball-Anlage am Parkplatz im Baumhof. Das sind nur neue zwei Beispiele, die wir nun auch über Vereine bespielen müssen. Der StadtSportVerband versteht sich als Serviceeinrichtung für seine Mitgliedsvereine. Wir koordinieren die Zusammenarbeit der Sportvereine in Sprockhövel, führen Stadtmeisterschaften durch, organisieren Fortbildungsveranstaltungen und Seminare für Sportverantwortliche und wirken bei der Aufstellung von Benutzungsplänen für alle Sportstätten mit. Wer sich im Sport engagieren möchte, aber noch nicht weiß, wie und bei welchem Verein, kann sich gern an uns wenden.“
KONTAKT: 
Dirk Engelhard, Telefon 02324/971 816; Mobil: +49(0)176 / 52 42 97 24; Adresse: Hölter Str. 44, 45549 Sprockhövel; Mail: Dirk.Engelhard@rub.de oder info@ssv-sprockhoevel.de. Von Dr. Anja Pielorz