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Sprockhövel

Stadtarchivarin Marlene Klutzny kümmert sich um das Gedächtnis der Stadt

Die 22-jährige Fachangestellte für Medien und Informationsdienste mit dem Schwerpunkt Archiv ist für das Stadtarchiv Sprockhövel zuständig. Sie ist die Nachfolgerin von Karin Hockamp.

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Wer sich auf Spurensuche in die Sprockhöveler Geschichte begeben möchte, der kommt an Marlene Klutzny nicht vorbei. Mit gerade einmal 22 Jahren ist die geborene Herdeckerin ausgebildete Stadtarchivarin.

„Der Job macht mir Freude und kommt meinen persönlichen Fähigkeiten entgegen“, sagt sie. Schon in der Schulzeit habe sie ein Interesse an Geschichte gehabt. Strukturiertes Ordnen liegt ihr. Beides Voraussetzungen für eine gute Archivarbeit. „Ein Stadtarchiv ist das Gedächtnis einer Stadt. Hier finden sich städtische Unterlgen, aber auch private Nachlässe oder der Schriftverkehr von Vereinen oder Verbänden. Das, was die Historie einer Stadt ausmacht und ihre Entwicklung beschreibt, bekommt hier seinen Platz. Die Stadtarchivarin trifft bei manchen Unterlagen die Entscheidung darüber, ob sie archiviert werden sollten oder nicht“, erzählt sie. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist derzeit die Digitalisierung. Lange Buchreihen könnten in Zukunft irgendwann Vergangenheit sein. „Der Aufbau eines digitalen Langzeitarchivs ist eine große und zeitfüllende Aufgabe. Viele Verwaltungen, auch Sprockhövel, sind dabei, auf die E-Akte umzustellen und diese landet dann irgendwann im Stadtarchiv.“ Neben dem Schriftverkehr gibt es aber noch andere Archivmaterialien. „Beispielsweise Fotos, Plakate, eben alles, was die Stadt und das Leben darin abbildet.“ Dazu gehören die Stadtpersönlichkeiten, aber auch Unterlagen von Bürgerinitiativen. „Meine Arbeit ist eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft“, sagt sie. Bald steht ein Jubiläum bei der Freiwilligen Feuerwehr ins Haus. Da wird man auf das Stadtarchiv und die Archivarin zurückgreifen. Und die muss natürlich das Gewünschte auch finden. Ordnung ist hier mehr als das halbe Leben. Oder wie der Hattinger Kollege Thomas Weiß sagte, mit dem sie Tür an Tür sitzt: „Wenn man in seinem Archiv nichts wiederfindet, dann hat man kein Archiv, sondern eine Müllhalde. anja