Das große Bauprojekt liegt im Zeitplan. Nach dem Richtfest folgt der Innenausbau bis Sommer.
Die Vertreter der Stadt und des Bauunternehmens freuen sich gmeinsam mit den Kindern der ansässigen Grundschule und Kita, dass die Sprothalle bald fertiggestellt ist.
Die Kinder, die einen Blick in den noch leeren Innenraum mit seinen kahlen Betonwänden werfen duften, waren begeistert. „Die ist aber groß“, sagte ein Grundschüler mit staunendem Gesicht. Er meinte damit die Sporthalle, die derzeit in Vormholz entsteht und im Herbst eröffnet werden soll. Zuletzt wurde das Richtfest gefeiert, bei dem gute Laune herrschte – vor allem, weil das wichtige Projekt im Zeitplan liegt.
Das Richtfest war ursprünglich zwar bereits für den vergangenen Herbst vorgesehen und die Eröffnung im zweiten Quartal 2026, doch mit den zeitlichen Abläufen zeigen sich alle Beteiligten zufrieden. Die Kosten in Höhe von 6,8 Millionen Euro für die insgesamt entstehende 2000 Quadratmeter große Fläche können zudem eingehalten werden. Der Abriss der Horst-Schwarz-Halle, an dessen Dach und der Statik im Jahr 2020 Schäden festgestellt wurden und sie im gleichen Sommer geschlossen wurde, erfolgte 2022. Das war laut Wittens Bürgermeister Dirk Leistner „ein tiefer Einschnitt“. Die Traglufthalle war eine pragmatische Übergangslösung. Doch er erinnerte in seiner Rede dran, dass es im Sommer darin oft zu heiß wurde und im Winter zu kalt.
Das soll sich bald ändern, sobald es neues Leben in der Halle geben wird. Ende 2024 wurde der Bauauftrag an die Firma Goldbeck mit Niederlassung in Bochum erteilt, der per Generalausschreibung erfolgte, um nicht mit vielen Einzelgewerben arbeiten zu müssen. Ende Juni 2025 begann der Bau. Nutznießer werden in einem halben Jahr die direkt benachbarte Grundschule Vormholz sowie die Kita sein. Außerdem kann aus der Wittener Schullandschaft der Sportunterricht der Gesamtschule Hardenstein am Vormholzer Ring stattfinden. Zudem werden Vereinen Hallenzeiten zugeteilt. „Es wir mehr als eine Sporthalle. Es wird ein Stück Heimat und ein Zuhause für den SV Herbede“, betont Leistner, der auch auf die Barrierefreiheit sowie ansprechende Architektur hinweist und dessen drei Kinder früher übrigens selbst die Grundschule in Vormholz besuchten.
Vorteil: Alles aus einer Hand
Die alte Gymnastikhalle konnte stehenbleiben. Baudezernent Stefan Rommelfanger verweist daneben auf die Nachhaltigkeit des neuen Gebäudes mit Photovoltaikanlage und Gründach. „Die Nachbarschaft wird zudem vor Lärm geschützt“, so der Baudezernent. Er erinnert an den kleinen Wermutstropfen: Es wird durch den eng bemessenen Raum keine Tribüne geben und damit keine großen Wettkämpfe. Dennoch schwärmt Niederlassungsleiter von Goldbeck, Niels Weißenberg, davon „wie schnell aus Visionen gebaute Realität entsteht“. Nun werden noch neben der Verlegung des Hallenbodens der Umkleidetrakt gefliest, Versorgungsleitungen an das Schulgebäude angeschlossen und Prallschutzwände eingebaut. Die Außenwände werden farblich an das Schulgebäude angepasst.
Ein Vorteil im gesamten Prozess war laut Weißenberg: „Wir können die einzelnen Bauteile in unseren eigenen Werken herstellen und daher passgenau montieren.“ Auch der Richtkranz konnte genau angebracht werden. Der Richtspruch ging auf poetische Weise auf die moderne Bauweise, die nachhaltige Ausrichtung des Projekts und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten ein.
Von Hendrik Steimann