Am Samstag, 25. April, präsentieren sich in und vor d er Glückauf-Halle Vereine und Hilfsanbieter.
Die beliebte Sprockhöveler Seniorenmesse findet in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Nach der Premiere am 17. April 2010 läuft die Messe in der Regel alle zwei Jahre. Nur zweimal ist sie bisher ausgefallen. Am Samstag, den 25. April, von 11 bis 16 Uhr Uhr wird in der Glückauf-Halle, Dresdener Straße 11 in Sprockhövel, und im Außenbereich der Halle Vereinen, Organisationen, Gruppen, Dienstleistern, Hilfeanbietern, Einrichtungen und Geschäftsleuten die Möglichkeit geboten sich zu präsentieren. Die Messe hat immer regen Zulauf – die „Best Ager“ von Sprockhövel wollen schließlich wissen, was sie mit ihrer Freizeit anfangen können, welche Hilfsmittel es gibt, und schließlich auch erfahren, was die „Letzte Hilfe“ ist und wie man sich auf den letzten Weg macht.
Mit dem Rollator mobil sein - aber wie?
Auch in diesem Jahr sorgt ein umfangreiches Programm mit rund fünfzig Ständen, Angeboten drinnen und draußen sowie Mitmachaktionen und Vorträgen sicherlich für ein volles Haus. Pflegedienste, Altenhilfeeinrichtungen, Menüe-Services, Wohnformen, ehrenamtliche Dienste und vieles mehr bieten Hilfe und Beratung. Noch laufen bis Ende März die Anmeldungen über das Seniorenbüro in Sprockhövel. Von dort wird die Messe organisiert. Das notwendige Anmeldeformular gibt es auf der Homepage der Stadt Sprockhövel zum Herunterladen und ist zudem erhältlich im städtischen Seniorenbüro auf der Hauptstraße 44 in Niedersprockhövel, Telefonnummer 02339 917 - 318 oder 311 oder unter E-Mail seniorenbuero@sprockhoevel.de.
Dabei sind unter anderem der Malteser Hilfsdienst, die Diakoniestation und die Johanniter, das DRK, der VdK, die Betreuungsstelle vom EN-Kreis, die KISS, der Ambulante Hospizdienst, aber auch der AWO-Reisedienst, die Stadtbücherei und der VER mit einem Bus. Hier bietet sich die Möglichkeit, auch mit dem Rollator das Ein- und Aussteigen zu üben. Es wird wieder einen Rollatorparcours geben mit unterschiedlichen Untergründen, um die eigene Beweglichkeit zu testen.
Die Polizei wird wieder mit einem Infostand vor Ort sein. Straftaten zum Nachteil von Senioren verzeichnen hohe Fallzahlen. Häufig sind es Betrugsdelikte im häuslichen Umfeld. Dabei werden die Verhaltensweisen und Instinkte der älteren Menschen ausgenutzt. Senioren verfügen oft über ein stark ausgebildetes Sozialverhalten, welches sich durch Höflichkeit, Anstand, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme auszeichnet. Die Täter verfügen über eine gute rhetorische Ausbildung und verstehen es, die Senioren gezielt unter Stress zu setzen und sich deren Sozialverhalten zunutze zu machen. Um dem Trend entgegenzuwirken und somit noch mehr potenzielle Opfer sowie deren Nachbarn und Verwandte sensibilisieren zu können, sollen ehrenamtliche Seniorenlotsen ausgebildet werden, die immer wieder auf das Thema aufmerksam machen. Bei der Seniorenmesse dabei sein werden unter anderem die Pflegedienste Dahlhaus und Boecker, die Tagespflege am Turm, Hörakustik Krause, aber auch Bestattungsunternehmen.
Die neue Seniorenresidenz an der Hombergstraße ist dabei. Der Seniorenbeirat und die Sportvereine werden vertreten sein. Es gibt Mitmachangebote und für das leibliche Wohl ist natürlich auch bestens gesorgt – hier unterstützt die AWO Bredenscheid-Stüter.
Das Team vom Seniorenbüro der Stadt Sprockhövel macht aber viel mehr als die Organisation der Seniorenmesse. „Früher hielten sich Menschen, die nicht mehr mobil waren, eher in der Wohnung auf und verschwanden aus dem Stadtbild. Heute haben es zahlreiche Hilfsmittel und Techniken geschafft, die Mobilität oft zu verbessern und damit für eine Teilnahme am Leben außerhalb der vier Wände zu sorgen. Deshalb ist die Barrierefreiheit ein großes Thema. Das gilt für die eigenen vier Wände, aber auch für draußen. Man steht heute einer notwendigen Veränderung in der vertrauten Umgebung zuhause aufgrund des Alters positiver gegenüber und hat weniger Scham, die Hilfsmittel in- und außerhalb der Wohnung zu nutzen“, ist sich das Team einig. Zugenommen habe auch die Beratung zum Thema Demenz.
Von Dr. Anja Pielorz