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Natur & Garten

Rosen auf Balkon und Terrasse

Geradezu verrückt nach süßem Rosenduft war die ägyptische Königin Kleopatra, die die Fußböden ihrer Paläste täglich mit einer dicken Schicht Rosenblätter bedecken ließ...

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Die sehr reichblühende „Rosenfee“ verzaubert mit nostalgisch geformten, stark gefüllten Blüten und einem frischen Duft. Foto: GPP/Kordes

Geradezu verrückt nach süßem Rosenduft war die ägyptische Königin Kleopatra, die die Fußböden ihrer Paläste täglich mit einer dicken Schicht Rosenblätter bedecken ließ. Sollten auch Sie sich mit der Schönheit von Rosen umgeben wollen, auch wenn Ihnen „nur“ Balkon oder Terrasse zur Verfügung stehen, so gibt es hier die ultimativen Antworten auf die immer gleichen Fragen:
Haben Rosen in Pflanzgefäßen besondere Bedürfnisse?
Im Prinzip haben Rosen, die in Gefäßen stehen, die gleichen Ansprüche wie die, die direkt in den Gartenboden gepflanzt werden. Die Größe des Pflanzgefäßes spielt eine wichtige Rolle, denn der Topf, in dem man die Rose kauft, ist in der Regel nicht geeignet, die Pflanze dauerhaft zu beherbergen. Das Volumen sollte mindestens 10 Liter, besser noch 20, 30 oder bei sehr wüchsigen Sorten sogar 40 Liter betragen. Zum Eintopfen kann man handelsübliche Pflanzerde oder auch eine speziell gemischte Rosenerde erwerben. Trotz fachgerechter Düngung ist aber in jedem Pflanzgefäß die Erde nach einer gewissen Zeit ausgelaugt. Aus diesem Grund sollte man der Rose nach zwei, spätestens aber nach drei Standjahren frische Erde gönnen. Dann schüttelt man im Frühjahr, wenn die Pflanze ohnehin zurückgeschnitten wird, den Ballen aus und topft neu ein.
Rundumpflege für die Königin
„Rosen sind Sonnenkinder“, mindestens 5 bis 6 Stunden Sonne pro Tag sind vonnöten, wenn man einen guten Wuchs und eine üppige Blüte erwartet. Eine Rose im Kübel bietet gegenüber einer ausgepflanzten den Vorteil der Mobilität. So kann man sie bei extrem heißem Wetter auch aus der Sonne nehmen und so vor dem Austrocknen schützen.
Für die Düngung gelten die gleichen Regeln wie bei ausgepflanzten Rosen. Öfter blühende Rosen sind „Hochleistungssportler“, die für ihr dauerhaftes Blühen zusätzliche Nahrung benötigen. Verwendet man handelsübliche Mineraldünger, so sollte diese jeweils vor den Hauptblütenfloren, also im April und Juni, verabreicht werden.
Dem richtigen Wässern kommt bei Rosen in Pflanzgefäßen eine Schlüsselfunktion zu, denn die Erde im Topf trocknet viel schneller aus. Gegossen werden sollte gleichmäßig, denn zu viel Wasser ist der Rose ebenso abträglich wie zu wenig. Es ist wichtig, dass überschüssiges Gieß- und Regenwasser immer zügig abfließen kann. Eine Schicht Kieselsteine oder Tonscherben am Boden des Topfes können als wirkungsvolle Drainage dienen. Der Hauptschnitt findet zur Forsythienblüte im Frühjahr statt und bei den meisten Sorten wird auf etwa ein Drittel der Wuchshöhe zurückgeschnitten. Der Sommerschnitt ist eigentlich nur ein kontinuierliches Ausputzen während der Sommermonate. Dem Winterschutz kommt bei Rosen in Gefäßen eine besondere Rolle zu, da sie dem Frost unmittelbar ausgesetzt sind.
Welche Rosensorten sind kübeltauglich?
Im Prinzip eignen sich alle Gartenrosen für große Pflanzgefäße. Auch Kletterrosen können im Topf gedeihen, nur sollte man bedenken, dass die meisten Sorten sich sehr üppig gebärden. Deshalb sollte ein Pflanzgefäß mit angemessenem Volumen gewählt werden. Außerdem bilden Kletterrosen entsprechend ihrer unbändigen Wuchsfreude eine große Blattmasse aus und verdunsten viel Feuchtigkeit. Hier ist eine ausreichende und gleichmäßige Bewässerung besonders wichtig. Zudem zeichnen sich viele Kletterrosen durch relativ weiche, biegsame Triebe aus – eine gut im Topf verankerte Kletterhilfe aus Holz oder Metall ist in jedem Fall empfehlenswert.
Und dann?
…bleibt nur noch eines: Wählen Sie die Schönsten unter den Schönen aus und erleben Sie viele wunderbare Sommer inmitten Ihrer Rosen!GPP