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Witten

Otto Schott zum 170. Geburtstag geehrt

Er zählt zu den großen Söhnen der Stadt Witten...

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Er zählt zu den großen Söhnen der Stadt Witten: Otto Schott, geboren am 17.12.1851 im damaligen Haus der Hauptstraße 69 und gestorben am 27.08.1935 in Jena, gilt als Begründer der modernen Glaswissenschaft und Glastechnologie. Zu seinem 170. Geburtstag wurde ihm mit einer kleinen Ehrung am Familiengrab im Lutherpark gedacht und eine Tafel an seiner Geburtsstätte in der Hauptstraße 69 enthüllt.
Dass der 170. Geburtstag des Mannes, aus dessen Arbeit und Ideen der heutige Weltkonzern SCHOTT AG mit Hauptsitz in Mainz hervorgegangen ist, in der Ruhrstadt begangen wurde, ist im wesentlichen Annemarie Weitkamp zu verdanken. Die pensionierte Biologielehrerin der Otto-Schott-Realschule kümmert sich seit vielen Jahren (auch) um das Leben und Wirken des Namensgebers ihrer Schule.
In einer kleinen Gedenkfeier an der Grabstätte der Familie Schott erinnerte Annemarie Weitkamp jetzt im Beisein von Dr. Jürgen Steiner, Senior Manager der SCHOTT AG, Bürgermeister Lars König, Dr. Andreas Stephan, Direktor der Otto-Schott Realschule, und Kindern der Schule sowie Dr. Hiram Kümper, Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark, an das Schaffen des großen deutschen Chemikers, Glastechnikers und Unternehmers. Gemeinsam erfolgte anschließend auch die Enthüllung einer Gedenktafel an der Stelle des Geburtshauses von Otto Schott, der heutigen Hauptstraße 69.

1951, also vor siebzig Jahren, war sein Sohn Erich zum 100. Geburtstag von Otto Schott nach Witten gekommen und hatte am Grab seiner Großeltern im Lutherpark einen Kranz abgelegt. In der Zeit wurde auch die nahegelegene Realschule in „Otto-Schott-Realschule“ umbenannt. Ursprünglich lag auf dem Gelände des heutigen Lutherparks der zweite evangelische Friedhof von Witten. Die meisten Gräber wurden nach dem Krieg abgeräumt. Einige blieben jedoch stehen, so auch die Grabstätte der Familie Schott. Otto Schott selbst starb 1935 in Jena und fand auf dem dortigen Nordfriedhof seine letzte Ruhestätte
2004 wurde die Grabstätte - finanziert durch Privatspenden, die der damalige FDP-Ratsherr Wolfgang Lippert gesammelt hatte – gründlich restauriert. Er regte zudem mit Herrn Dr. Herbst vom Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark die Pflege des Grabes durch die Realschule an. Die Aufgabe übernahm damals die Biologielehrerin Annemarie Weitkamp. In den 17 Jahren danach beteiligten sich rund 150 ihrer Schüler/innen an der Grabpflege und lernten dabei neben Engagement und Verantwortung auch sehr viel über die Geschichte von Otto Schott. „Ich finde es sehr wichtig, die Kinder in die alte Kulturaufgabe der Grabpflege einzuführen. Viele Kinder besuchen mit ihren Familien gar keine Friedhöfe mehr“, so die Lehrerin im Unruhestand. Darüber hinaus kümmerte sich Annemarie Weitkamp auch um eine Stele mit einer Erläuterungstafel, die seit 2020 neben dem Familiengrab im Lutherpark steht. dx