Neben der Brücke über die Pferdebachstraße gibt‘s eine erste Selbstbedienungs-Reparaturstelle in Witten.
Die Radservicestation steht an der Brücke über der Pferdebachstraße.
Passend vor dem Start des Stadtradelns in Witten steht auf dem Rheinischen Esel neben der Brücke über die Pferdebachstraße nun eine Radservicestation des ADAC. Für 3500 Euro wurde sie mit einem Fertigfundament eingebaut und steht jedem kostenlos zur Verfügung. Betreut wird sie ehrenamtlich von den „ruhrtalRangern“. Der Standort am Radweg sei nach Ansicht aller Beteiligten ideal, da viele Radbegeisterte dort verkehren.
An der Säule befinden sich drei Pfosten, um ein Rad aufzuhängen und kleine Handgriffe zu tätigen. Gedacht ist die Servicestation vor allem für leichte Reparaturen: Luft aufpumpen, Kette austauschen, platte Reifen behandeln. Thomas Oehler und Klaus Hasenpusch vom ADAC erklären, dass auch Sattel oder Lenkrad gerichtet werden können. „Ein Profi kann sogar sein Rad komplett in Schuss bringen, wenn er sich auskennt“, sagt Oehler. Wer Hilfe benötigt, kann über einen QR-Code mittels Smartphone an Bedienungsanleitungen des an der Station gesicherten Werkzeuges gelangen. Bislang seien die 25 Stationen des ADAC in Westfalen selten von Vandalismus betroffen – diese Hoffnung besteht auch in Witten. „Wir haben für den Notfall schon Graffititücher besorgt“, erzählt Wabe-Geschäftsführer Mark Kohlberger.
Stadtbaurat Stefan Rommelfanger appelliert an Radfahrer, mit darauf zu achten und Bescheid zu geben, falls mal Werkzeug fehlen sollte. Er freut sich, dass Radfahrer mittlerweile 13 Prozent der Verkehrsteilnehmer im Stadtgebiet ausmachen, Tendenz steigend. Daher sollen weitere Radservicestationen folgen. „Wir hatten auch den Hauptbahnhof als Standort im Blick, dort war eine Genehmigung allerdings komplizierter“, sagt Wittens Radverkehrsbeauftragte Sophia Bröker.
Am Schwalbenweg hat die Stadt übrigens einen etwa 25 Meter langen und 2,50 Meter breiten Weg asphaltieren lassen. So gelangt man barrierefrei von den umliegenden Straßen direkt zum Radweg. Zuvor waren dort zwei Trampelpfade. Zudem wurden auf dem Schwalbenweg zwei Umlaufsperren verbreitert, sodass Lastenräder von dort aus den Rheinischen Esel erreichen können. Im Verlaufe des Jahres werden an der Brunebecker Straße sowie der Schleiermacherstraße an zwei Zuwegen die Oberflächen asphaltiert.
Von Hendrik Steimann