Die alte Hansestadt Hattingen an der Ruhr verzaubert jeden Besucher durch seine malerische Altstadt.
Die Stimmung in den romantischen kleinen Gassen ist besonders beim Nostalgischen Weihnachtsmarkt Hattingen erlebbar. Von Montag, 24. November, bis zum Montag, 22. Dezember, laden rund achtzig Händler in vielen kleinen Weihnachtsbüdchen und ein weihnachtliches Programm zum Genießen ein.
Für eine Stadt in der Größenordnung von Hattingen ist ein vierwöchiger Weihnachtsmarkt alles andere als selbstverständlich. Im EN-Kreis bietet nur das wesentlich größere Witten ebenfalls einen durchgängigen Markt. Hattingen profitiert von dem magischen Zauber der pittoresken Altstadt. Zahlreiche Reisebusveranstalter nutzen jährlich die Gelegenheit für eine Ausflugsfahrt zum Hattinger Weihnachtsmarkt und treffen in diesem Jahr zum ersten Mal auf einen durchgängig betreuten Busparkplatz. In den Vorjahren gab es die Betreuung nur an den Wochenenden.
Hattingens Herzstück: Der Kirchplatz
Hattingens Herzstück, der Kirchplatz, wird auch in 2025 von Alfred Schulte-Stade und seinem Team vom Schultenhof bestückt. Der Partner von Hattingen Marketing liebt Weihnachten und der Weihnachtsmarkt ist ihm genauso eine Herzensangelegenheit wie dem Stadtmarketing. Auf dem Kirchplatz lockt Historisches – ein Kinderkarussell, Gewürze, die schon seit langer Zeit den Speisen eine besondere Note geben und frisch vor Ort gemahlen und gemischt werden, Kunsthandwerkerhütten, die Ehrenamtshütte der Sparkasse (die bei den Ausstellern in diesem Jahr sogar eine Nachrückerliste anlegen musste), in der sich gemeinnützige Vereine mit viel Kreativem präsentieren, die Ökohütte mit nachhaltigen kreativen Angeboten – der weihnachtlichen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Abgerundet wird das Gesamtangebot durch kulinarische Köstlichkeiten – auch für Veganer und Vegetarier – vom Schultenhof mit Bio-Glühwein und einer Apfelhütte mit Bioapfel- und Kinderpunsch.
Die St.-Georgs-Kirche lädt zu Einkehr und Muße ein – mit Andachten, Meditationen und Gottesdiensten. In der Kirche mit seiner bekannten Roetzel-Orgel gibt es zu ausgewählten Terminen ein vorweihnachtliches Programm. Hinter der Orgel befindet sich die historische Kalkantenstube. Sie ist der älteste Winkel der 800 Jahre alten Kirche. Man erreicht diesen Ort über eine historische Treppe aus dem frühen 19. Jahrhundert. Dort zeigt eine Dauerausstellung (nur mit Führung zu besichtigen) die ausgeklügelte Mechanik der Orgel mit ihren 2000 Pfeifen (von vorne sieht man nur 45 Stück), an der fünf Orgelbauer gewerkelt haben. Führungen durch die historische Kalkantenstube mit zwingender Anmeldung unter www.kalkantenstube.de.
St. Georgs-Viertel, Krämersdorf und Frau Holle
Vom Kirchplatz aus führt der Weg die Treppen herunter zum St.-Georgs-Viertel. Peter Lihs mit seiner Agentur pro-motion präsentiert hier dreißig Künstler und Kunsthandwerker in einer stimmungsvoll illuminierten Location. Mit dabei sein wird die gebürtige Hattingerin Elke Westen, die heute in Dublin lebt, mit Glassternen. Auch „der Kussjäger“ kommt. Dahinter verbirgt sich Fotograf Martin Müllner, der seit 2017 bisher 12.850 Kuss-Fotos gemacht hat und in Hattingen den Rekord von 15.000 Fotos brechen will. Es gibt auch eine eigene Homepage. Für Lihs, der viel in Deutschland herumkommt, ist nach eigener Aussage ein solches Kunstevent deutschlandweit einzigartig auf einem Weihnachtsmarkt.
Das Glockenspiel wird wieder vor dem Auftritt von Frau Holle vom Johannisturm zu hören sein. Der in Hattingen lebende international erfahrene Pianist und Keyboarder Lutz Deterra hat unter dem Titel „Bells of Hattingen“ seinen charakteristischen Klang für das Studio digitalisiert und gesampelt und in neue Kompositionen integriert. Mit Unterstützung von klassischen Streichern präsentierte er das Ergebnis live im Krämersdorf am Mittwoch, 26. November.
Sehnsüchtig warten kleine und große Besucher auf Frau Holle am Alten Rathaus, wo sie täglich um 17 Uhr (Heiligabend bereits um 11 Uhr) abbaubaren Bio-Schnee, Goldtaler und am 6. Dezember auch kleine Nikoläuse aus dem Adventskalender schneien lässt. Kleine Geschichten gibt’s natürlich auch zu hören. Mit Ursula Keuth, Anja Jarofski, Mechthild Pietsch und Tabea Dornbach schlüpfen vier Damen immer abwechselnd in die Märchengestalt. Apropos Krämersdorf: Hier gibt es die traditionelle Feuerzangenbowle. Außerdem lockt der französische Markt Bleu Blanc Rouge mit Spezialitäten aus Frankreich – original Crepés inklusive. Marktmeister und Sicherheitschef sorgen auf dem gesamten Weihnachtsmarkt für einen reibungslosen Ablauf und das Freihalten der Fluchtwege. Empfohlen wird die Anreise mit dem ÖPNV – dann klappt‘s auch mit dem Glühwein.
Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag 12 bis 20 Uhr, Freitag und Samstag bis 21 Uhr. Verkaufsoffener Sonntag am 14. Dezember von 13 bis 18 Uhr. Die Weihnachtsmarktbroschüre gibt es online unter www.hattingen-weihnachtsmarkt.de.
Von Dr. Anja Pielorz