Die beliebte Vortragsreihe geht weiter...
Mittwoch, 11. Februar, 18 bis 19.30 Uhr
Thema: Speiseröhrenkrebs
Im Endoskopiezentrum im EvK Hattingen ist der Gastroenterologe Prof. Dr. Andreas Tromm (links) tätig. Bis Sommer 2023 war er 23 Jahre Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am EvK Hattingen. Chefarzt Priv. Doz. Dr. Benno Mann arbeitet in der Klinik für Allgemeine und Spezielle Viszeralchirurgie, Robotic Surgery, Augusta-Kliniken. Die beiden Ärzte stellen das Thema Speiseröhrenkrebs vor. Die Ursachen für diesen Krebs sind noch nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber einige Faktoren nachweisen können, die das Erkrankungsrisiko erhöhen. Dazu gehören Rauchen und Alkohol. Aber auch ein gesteigerter Säurerückfluss aus dem Magen (Sodbrennen) gilt als Risiko mit zunehmenden Erkrankungszahlen. Ein hoher Fettkonsum begünstigt beispielsweise den Säurerückfluss. Auch wer wenig Gemüse und Früchte und dementsprechend wenig Vitamine isst, erhöht sein Risiko, an Speiseröhrenkrebs zu erkranken.
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Mittwoch, 22. April, 18 bis 19.30 Uhr
Thema: Ernährung - industrielle Lebensmittel
Dipl.oec.troph. Ingeborg Twarkowski kümmert sich in einer eigenen Praxis um Ernährungsberatung und Ernährungstherapie. Jeder Mensch isst anders. Schon der Philosoph Ludwig Feuerbach hat bereits formuliert: Der Mensch ist, was er isst.
Welche Nahrungsmittel in welchen Mengen gegessen werden, hat große Auswirkungen auf den Körper. Erwachsene, die viele stark verarbeitete Lebensmittel (ultra-processed foods UPF) konsumieren, haben vermutlich ein höheres Risiko für Übergewicht, Adipositas, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In Deutschland stammten laut Berechnungen der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II) schon Anfang der 2000er-Jahre etwa 50 Prozent der gesamten Energieaufnahme von Erwachsenen aus stark verarbeiteten Lebensmitteln. Industriell verarbeitete, ballaststoffarme Nahrung schädigt aber den Darm. Chronische Entzündungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs sind die Folge.
Was sollte der Mensch essen und was ist unter gesunder Ernährung zu verstehen? Und wie kann man das Wissen im Alltag umsetzen? Individuelle, präventive oder rehabilitative Ernährungsberatung hilft, auf eine gesunde Ernährung zu achten, die schmeckt.
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Mittwoch, 9. September, 18 bis 19.30 Uhr
Thema: Die onkologische Therapie
Dr. Christina Dockweiler ist Onkologin am Evangelischen Krankenhaus in Hattingen. In ihrem Vortrag zeigt sie die unterschiedlichen therapeutischen Möglichkeiten in der Onkologie auf.
Diese umfassen neben operativen Möglichkeiten zum Beispiel die Strahlentherapie und die systemischen Therapien, die im ganzen Körper wirken, beispielsweise die Chemotherapie, zielgerichtete Therapien (Targeted Therapy; so heißt die Behandlung mit Medikamenten, die ganz gezielt in Vorgänge eingreifen, die für das Tumorwachstum wichtig sind), Immuntherapie, Hormontherapie, Stammzelltransplantation und unterstützende Behandlungen. Eine Antikörpertherapie ist zum Beispiel etwas anderes als Chemotherapie. Die Chemotherapie richtet sich gegen schnell wachsende Zellen, zu denen Krebszellen gehören. Die Antikörpertherapie richtet sich jedoch gegen ein bestimmtes Merkmal der Tumorzellen. Oft werden auch mehrere Methoden kombiniert, um Krebszellen direkt zu zerstören oder die körpereigene Abwehr zu stärken. Die Therapien werden dabei immer individueller auf Genetik und Eigenschaften des jeweiligen Tumors abgestimmt. An diesem Abend gibt die Expertin einen Überblick über die neuesten medizinischen Möglichkeiten.
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Mittwoch, 11. November, 18 bis 19.30 Uhr
Thema: Urologie im Alter
Prof. Dr. Andreas Wiedemann hat in Essen Medizin studiert und promoviert. 2013 erhielt er seine Habilitation mit dem Thema „Harntraktbeschwerden beim älteren Diabetiker unter besonderer Berücksichtigung seiner Multimorbidität und Multimedikation“. Wiedemann ist Leiter der Klinik für Urologie am Evangelischen Krankenhaus Witten und verfügt über die medizinischen Zusatzqualifikationen Spezielle Urologische Chirurgie, Andrologie und Medikamentöse Tumortherapie. Wiedemann wurde 2018 auf die Professur für Urogeriatrie an der Universität Witten/Herdecke berufen. „In der Urologie und der Geriatrie haben wir die ältesten Patienten von allen Medizinsparten. Wir können viel voneinander lernen. Vor allem geht es um die Lebensqualität älterer Menschen.“ Themen wie Multimedikation und ihre Nebenwirkungen sowie die Häufigkeit von Tumorerkrankungen der Harnorgane sind bedeutende Themen seiner Forschung.
Er gehört in seinem Fachgebiet zu den besten regionalen Ärzten in ganz Deutschland. Das Magazin „Stern“ hat im Jahr 2025 genau 1939 Mediziner aus 36 Fachgebieten ausgezeichnet. Zum dritten Mal in Folge wurde Wiedemann für seine Erfolge in der Behandlung von Inkontinenz geehrt.
Veranstaltungenort: Café Metamorphose am Busbahnhof, Hauptstraße 4 in 45549 Sprockhövel. Um Anmeldung unter Telefon 02324/708502 wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Veranstaltung der Krebshilfe Sprockhövel/Hattingen e.V.; Moderation: Prof. Dr. Andreas Tromm