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Hattingen

Großgemeinde Hattingen-Sprockhövel: Glaubste, dat klappt?

Superintentendentin Julia Holtz führt Gemeindeleitung in Festgottesdienst in die Aufgaben ein.

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Zum 1. Januar 2026 verschmolzen sechs evangelische Kirchengemeinden zu einer Großgemeinde. Neben der Kirchengemeinde Bredenscheid-Sprockhövel (die bereits das Ergebnis einer Fusion ist), kamen mit den Hattinger Gemeinden St. Georg, Niederwenigern, Welper-Blankenstein, Winz-Baak und Johannes weitere fünf Gemeinden dazu. Die neue Gemeinde trägt den Namen Ev. Kirchengemeinde Hattingen-Sprockhövel und steht vor neuen Herausforderungen. Viele Gemeindemitglieder fragen sich: Glaubste, dat klappt?

Warum der Zusammenschluss?
Der Zusammenschluss wurde notwendig, weil es schwieriger wurde, Pfarrstellen in den immer kleiner werdenden Gemeinden zu besetzen. Die finanziellen Möglichkeiten sind in den letzten Jahren deutlich geschrumpft. Schon 2022 fiel die Entscheidung zu einer Großgemeinde, die nun umgesetzt wurde. Bereits in den letzten drei Jahren gab es zahlreiche Kooperationen und gemeinsame Projekte. Dazu gehörten beispielsweise die gemeinsamen Gottesdienste zu Himmelfahrt oder zum Reformationstag.

Glaubste, das geht? – Was bleibt und was sich ändert
„Glaubste“ ist der neue Titel für das Gemeindemagazin, welches dreimal im Jahr mit rund 20.000 Exemplaren erscheinen soll. Und ein neues Logo gibt es auch - das orangefarbene Kreuz auf lila Hintergrund. Viele Infos gibt es auch auf der Homepage www.eine-neue-gemeinde.de.
Zwei Jahre hat eine Steuerungsgruppe die Vereinigung vorbereitet. Jetzt geht es also offiziell richtig los. Pfarrerin Heike Rienermann sagte im Festgottesdienst mit Superintendentin Julia Holtz und Vertretern aus allen Gemeinden: „Ohne Veränderung verwalten wir nur noch den Mangel. Wir müssen uns Veränderbarkeit zumuten. Und zwar nicht nur hier und da etwas, sondern wir machen wirklich neu.“
Die Presbyterien haben sich nun aufgelöst. Es gibt eine neue Gemeindeleitung für die Großgemeinde Ev. Kirchengemeinde Hattingen-Sprockhövel mit zwölf Bevollmächtigten. Die Mitglieder des Pastoralteams gehören ebenfalls zur Leitung. Eingeführt wurde die neue Leitung in einem feierlichen Gottesdienst mit Superintendentin Julia Holtz. Was den Beteiligten wichtig ist: Auch in Zukunft soll es weiterhin ortsnahe Treffpunkte für den Gottesdienst und andere gemeinschaftliche Veranstaltungen geben. Jeden Sonntag gibt es drei Gottesdienste an drei Orten mit wechselnden Anfangszeiten. Es gibt dazu einen Gottesdienstplan. Neben den klassischen Gottesdiensten wird es weiterhin spezielle Formate geben, zum Beispiel „Mittendrin“, die „FamilienKirche“ oder die „Pilgerkirche“ in der Natur. 
Zu den Geburtstagen bekommen alle Geburtstagskinder der Großgemeinde ab 75 Jahre eine Grußkarte und eine Einladung zur gemeinsamen Feier in einem Gemeindehaus. Ein persönlicher Besuch zuhause ist auf Anfrage möglich in dem jetzt gemeinsamen Gemeindebüro, Uhlandstraße 32 in Hattingen, Telefon 02324/25488. Übrigens gibt es jetzt auch eine gemeinsame Friedhofsverwaltung am gleichen Ort, telefonisch zu erreichen unter 02324/6866117.
Unverändert bestehen bleiben die Angebote, Gruppen und Treffpunkte, die es bisher in den einzelnen Gemeinden gab. 
Noch keine Entscheidungen gibt es zur Entwicklung der Gebäude. Damit wollte man warten, bis sich eine gemeinsame Verantwortungsstruktur gebildet hat. Eine Bestandsaufnahme hat es bereits gegeben, eine Vorentscheidung für die Zukunft einzelner Häuser oder Kirchen noch nicht. 
Ein ganz besonderer Gottesdienst findet übrigens am Samstag, 14. Februar, 19 Uhr, in der Hattinger St. Georgs-Kirche statt. Pfarrer HansJörg Federmann, Pastoralassistentin Sarah-Christin Uhlmann und die Happy Singers feiern mit Gospelsound die großen Gefühle zum Valentinstag.  Von Dr. Anja Pielorz