Geothermie, auch Erdwärme genannt, gilt nicht nur als unerschöpflich, sondern ist auch nahezu klimaneutral und ihre Nutzung verbraucht wenig Fläche.
In Kombination mit Photovoltaik und Wärmepumpen kann sie eine komplett autarke Wärmeversorgung gewährleisten. Damit ist sie neben den Energieträgern Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse ein wesentlicher Baustein der Energiewende und somit wichtiger Bestandteil der Kommunalen Wärmeplanung. Künftig sollen daher auch städtische Liegenschaften zur Energiegewinnung durch Geothermie beitragen.
Prüfung von wasserrechtlichen und bergbaurechtlichen Risiken
Beim Schulbauprojekt Otto-Schott-Gesamtschule wurde bereits eine erste Pilotbohrung durchgeführt, die zeigt, dass die Nutzung von Erdwärme hier möglich ist. Aber nicht nur bei stadteigenen Hochbaumaßnahmen soll die geothermische Energiegewinnung geprüft werden. Auch auf städtischen Grundstücken mit Erbbaurecht soll dies nach Einzelfallprüfung und bei Vorlage der Genehmigung der Unteren Wasserbehörde beim Ennepe-Ruhr-Kreis bzw. der Bergbehörde bei der Bezirksregierung Arnsberg gestattet werden. Denn bevor gebohrt werden darf, müssen wasserrechtliche und bergrechtliche Risiken geprüft werden.
Geologie in Witten sehr gut für Geothermie geeignet
Grundsätzlich eignet sich die Geologie in Witten sehr gut für die Nutzung von Erdwärme mittels Erdwärmesonden. Bei privaten Bauvorhaben wird Erdwärme daher auch immer häufiger genutzt. Nach einer Auswertung des EN-Kreiswes als Genehmigungsbehörde wurden in Witten bis Ende 2023 bereits 274 Anlagen mit einer Leistung von rund 3.600 Kilowatt genehmigt. In Trinkwasserschutzzonen ist die Errichtung von Erdwärmesonden grundsätzlich nicht erlaubt. Quelle: hl