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Rund ums Haus

Gebäudemodernisierung: Fakten zum Heizungsgesetz

Das Heizungsgesetz heißt eigentlich Gebäudeenergiegesetz (GEG) und soll nun einen Nachfolger bekommen.

Teil einer Heizungsanlage

Eine neue Heizung einbauen zu lassen, ist trotz staatlicher Förderungen ein finanzielles Großprojekt für Eigenheimbesitzer. Wer es sich etwas einfacher machen möchte, sollte sich über Contracting informieren. Hier wird die neue Heizung gemietet – und das hat viele Vorteile. Infos dazu gibt es unter www.mehrwaerme.de.
Foto: German Contract/Welcomia/123rf

Neuer Name: Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Abgeschafft wird es übrigens nicht, aber weiterentwickelt. Mit einigen bedeutenden Änderungen. 
Das große Ziel Wärmewende im Gebäudebereich bleibt bestehen. Und auch die mit dem Heizungsgesetz verbundene Förderung von klimafreundlichen Heizungen soll bis mindestens 2029 erhalten bleiben. Die Höhe der Förderung steht für die Zukunft allerdings bisher noch nicht fest. Was aber abgeschafft werden soll ist die Pflicht, dass eine neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben können werden muss. 
Wenn diese Regel zum Gesetz wird, dann wird es laut Bundesregierung zwar nach wie vor Anreize zum Klimaschutz geben, aber der Einbau neuer Öl- und Gasheizungen bleibt erlaubt - unter den Voraussetzungen einer sogenannten „Bio-Treppe“.
Was bedeutet "Bio-Treppe"?
Gas- und Ölheizungen sind auch künftig möglich, müssen aber mit einem wachsenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe betrieben werden. Ab 2029 soll er bei zehn Prozent liegen. Drei Erhöhungen dieses Anteils bis 2040 sind geplant. Wie hoch sie ausfallen werden, ist noch nicht geklärt. Als klimafreundlich gelten etwa Biomethan oder synthetische Kraftstoffe. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte im Deutschlandfunk, Biogastarife seien bereits verfügbar, man eröffne Landwirten „ein Potenzial" und Deutschland werde unabhängiger von Importen. Bisher jedoch ist Biogas noch deutlich teurer als Erdgas. 
Während Eigentümer eine größere Entscheidungsfreiheit bekommen, kritisiert der Deutsche Mieterbund, dass die Mieter sich auf das einlassen müssen, was der Vermieter vorgibt. Wer in Gebäuden wohnt, die vom Vermieter nicht saniert werden, die aber mit hohen Heizkosten verbunden sind, hat als Mieter entsprechend höhere Kosten.