Natur/Garten

Gabionen gestalten Gärten

Die mit Stein gefüllten Drahtkörbe haben viele Talente...

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Man sieht sie immer öfter: Landschafts- und Hobby-­Gärtner haben in Gabionen ein vielseitiges Gestaltungselement entdeckt. Anders als Mauern muten Gabionen organischer an. Sie haben noch weitere Vorteile: die Drahtkörbe sind kostengünstig und lassen sich leicht anbringen und verändern. Mittlerweile sind neben eckigen auch runde Gabionen in verschiedensten Größen, Maschenweiten und Oberflächenlegierungen erhältlich – üblicherweise in Form eines Bausatzes, der vor Ort zusammengesteckt wird. Die Wahl einer bestimmten Gabione richtet sich nach ihrer Funktion. Kleine Elemente sind aus gestalterischer Sicht vielseitiger einsetzbar. Preiswerte Minis mit Maßen wie 100 x 50 x 12 Zentimeter sind für rund 50 Euro zu haben. Für einen Korb von 200 x 100 x 30 Zentimeter sollte man mit 150 Euro rechnen. Das Geflecht für eine Kräuterspirale kostet ungefähr 130 Euro. Der Preis steigt mit dem Durchmesser. Gleichzeitig erhöhen sich Stabilität und Sicherheit. Langlebige Körbe müssen feuerverzinkt oder galvanisiert sein. Auch das schlägt sich im Preis nieder. Die Maschenweite muss auf das Substrat abgestimmt sein beziehungsweise umgekehrt: Damit das Füllmaterial nicht herausfällt oder ausgeschwemmt wird, muss die größte Masche kleiner sein als das kleinste Füllteil. Als Faustregel gilt: Die Gesteinsgröße sollte etwa dem 1,5 bis 2-fachen der Maschengröße entsprechen. Zum Befüllen der Gabionen werden gerne Natursteine verwendet. Besonders beliebt sind mediterran anmutende, beige-braune Jura­-Kalksteine sowie edler grauer Muschelkalk. Aber auch Granit oder Klinker, Glasbruch, Kieselsteine und sogar Recyclingmaterialien kommen zum Einsatz.
Einmal aufgebaut, machen die Gestelle wenig Arbeit
Gabionen werden mit unterschiedlichen Verfahren befüllt. Kleine Steine können maschinell eingege­ben werden. Es gibt jedoch auch Hersteller, die fertig gefüllte Gabionen anbieten. Der Vorteil der Fertigvarian­te ist, dass sie gut verdichtet und damit standsicher ist. Individueller, aber teurer sind von Hand geschichtete Exemplare. Dafür werden meist gleichmäßig bearbeitete Steine verwendet. Denkbar ist auch, nur an der Front hochwertige Steine und dahinter Grobschotter zu schichten.
Der Aufwand des Aufbaus hängt von der Konstruktion ab. So sind beispielsweise für eine höhere Gabionenwand ein Streifenfundament oder einbetonierte Pfosten notwendig. Neben der Befüllung erfordert auch die Montage mehrerer Kör­be Erfahrung und Sorgfalt. Einmal aufgebaut, machen die Gestelle wenig Arbeit. Das Füllmaterial muss nicht gereinigt werden. Allerdings sollten Gabionen regelmäßig auf Mängel oder Schäden wie zum Beispiel Hinter- oder Unterspülungen kontrolliert werden.
Sollte einem die Gestaltung irgendwann nicht mehr gefallen, lassen sich die meisten Körbe abbauen und umsetzen.