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Witten

Freie Fahrt zur Westerweide

Die Westerweide ist nach Ende der Einbahnstraßenre gelung auf der Wittener Straße wieder gut erreichbar.

Nach Monaten spürbarer Belastungen durch die Verkehrsführung auf der Wittener Straße können Betriebe, Mitarbeitende und Kunden des Gewerbegebiets Westerweide aufatmen: Seit Mitte Dezember ist die Straße wieder in beide Richtungen befahrbar. Auch wenn die Sperrung der Autobahnabfahrt Herbede der A43 weiterhin besteht, bedeutet die Entlastung vor Ort einen wichtigen Schritt zur Normalisierung des Arbeitsalltags.

Der Weg ist wieder frei
Die Wittener Straße war seit Anfang 2025 nur einseitig befahrbar – eine Einbahnstraßenregelung, die besonders für die gewerbliche Nutzung massive Einschränkungen bedeutete. Der Lieferverkehr musste weite Umwege über Stiepel, Sprockhövel oder Durchholz in Kauf nehmen, Pendler verloren täglich wertvolle Zeit und die Erreichbarkeit der Westerweide war spürbar beeinträchtigt. Seit dem 15. Dezember gehört diese Phase jedoch der Vergangenheit an: Die Straße ist wieder in beide Richtungen geöffnet, und damit rollen die Fahrzeuge endlich wieder ohne die früheren Umwege.
Ein Ende aller Baustellen ist dies zwar nicht, denn einzelne halbseitige Sperrungen zwischen Steinenhaus und der Firma Bötzel bleiben zunächst bestehen. Doch verglichen mit den vorherigen Einschränkungen bedeutet die neue Situation spürbare Entlastung für das tägliche Miteinander im Gewerbegebiet.

Autobahnabfahrt Herbede weiter gesperrt
Während sich die Lage auf der Wittener Straße deutlich verbessert hat, bleibt ein Engpass bestehen: Die Sanierung der A43-Brücke an der Anschlussstelle Herbede verzögert sich erheblich. Zusätzliche Schäden haben die geplanten Zeitrahmen über den Haufen geworfen, ein Abschluss der Gesamtmaßnahme ist derzeit nicht absehbar. Die Auf- und Abfahrt in Fahrtrichtung Wuppertal bleibt weiterhin geschlossen – ein Faktor, der die Verkehrssituation für das Gewerbegebiet trotz der neuen Erreichbarkeit weiterhin erschwert.

Gewerbegebiet in bester Lage
Eigentlich punktet die Westerweide mit einer verkehrsgünstigen Lage: Nur rund 1,5 Kilometer trennen die Betriebe von der Autobahn. Die strategisch günstige Lage zwischen Witten, Herbede und Bochum sorgt unter regulären Bedingungen für schnelle Wege in alle Richtungen. 2025 wurde zudem die digitale Infrastruktur durch die Verlegung von Glasfaserkabeln gestärkt.

Zwischen Industrie und Mittelalter
Das Gewerbegebiet selbst hat eine bemerkenswerte Vergangenheit. Seine Planung begann bereits 1969 – in einer Zeit, in der Herbede durch das absehbare Ende des Ruhrbergbaus und den Verlust von mehr als 1000 Arbeitsplätzen vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen stand. Zwischen Autobahn und Drosselweg entstand auf vormaligem Landwirtschaftsgebiet eine neue Fläche für Gewerbe und Industrie.

Bei den frühen Erdarbeiten wurden Spuren mittelalterlicher und sogar vorzeitlicher Nutzung entdeckt: historische Feuerstellen belegen, dass Menschen die Gegend schon weit vor der industriellen Entwicklung prägten. Seinen Namen verdankt die Westerweide den Höfen Große Weste und Kleine Weste, deren Ländereien einen großen Teil des Areals bildeten. Auch der Name Därmannsbusch erinnert daran, dass die Fläche einst bäuerlich genutzt wurde.

Ein vielfältiger Unternehmensstandort
Ab 1972 zogen die ersten Firmen in das neue Gebiet ein, darunter die Baufirma U. Hofmann, die Industriewäscherei Nähle, der Messerhersteller Klaus Rüsberg und die Firma Brill. Heute haben sich auf den rund 140.000 Quadratmetern etwa vierzig Unternehmen angesiedelt – ein bunter Mix aus Industrie, Handel, Dienstleistungen und Handwerk.

Unter anderem sitzen hier:
• Holzland Wischmann
• boesner
• EK Fahrzeugtechnik
• Elektro Pröpper
• Bauunternehmung Hofmann
• AS Schöler
• Schomaecker Logisik
• KFZ Service EROLI
• IMAGE Witten, Hattingen und Sprockhövel

Sie alle profitieren von der Kombination aus grüner Umgebung, guter Verkehrsanbindung und einem attraktiven Standort, der seit Jahrzehnten für eine besondere Verbindung von Arbeiten und Wohnen steht.

Ein Standort mit Perspektive
Auch wenn die Sperrung der Autobahnabfahrt Herbede weiterhin Geduld erfordert, bedeutet das Ende der Einbahnstraßenregelung auf der Wittener Straße eine deutliche Verbesserung im Alltag der Westerweide. Der Weg ist wieder frei – für Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende.
Für die dort ansässigen Unternehmen ist dies ein wertvoller Impuls, um auch künftig sichtbar und gut erreichbar zu bleiben. Wer das Gewerbegebiet besucht, findet nicht nur leistungsstarke Betriebe, sondern auch ein Stück lebendige Herbeder Geschichte, das bis heute weitergeschrieben wird.