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Der Reifenwechsel im Frühling – Zeit für den richtigen Grip

Der Wechsel der Reifen ist mehr als nur eine Pflicht, sondern eine Investition in Fahrsicherheit.

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Die ersten warmen Sonnenstrahlen, die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf. Doch es gibt noch eine Aufgabe, die viele Autofahrer gerne aufschieben – der Reifenwechsel. Gerade wenn die Temperaturen steigen, ist es Zeit, sich von den Winterreifen zu verabschieden und die Sommerreifen aufzuziehen. Doch warum ist dieser Wechsel so wichtig und was gilt es dabei zu beachten?

Der Frühling ist da, doch viele Autofahrer haben ihre Reifen noch nicht gewechselt. Was auf den ersten Blick wie ein kleines Detail erscheinen mag, hat weitreichende Auswirkungen auf die Fahrsicherheit, den Spritverbrauch und nicht zuletzt auf den eigenen Geldbeutel. Der Reifenwechsel ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Chance, um bestmöglich vorbereitet in die warmen Jahreszeiten zu starten.

Warum der Reifenwechsel wichtig ist
Winterreifen sind speziell für kalte Temperaturen und winterliche Straßenverhältnisse entwickelt. Sie bieten besseren Grip auf nassem, eisigem oder verschneitem Boden und sind mit einer speziellen Gummimischung ausgestattet, die bei niedrigen Temperaturen flexibler bleibt. Doch was passiert, wenn diese Reifen bei wärmeren Temperaturen auf den Asphalt treffen?
Sommerreifen sind auf höhere Temperaturen ausgelegt. Ihre Gummimischung ist härter, was den Reifen bei sommerlichen Bedingungen stabiler und widerstandsfähiger macht. Wenn Winterreifen bei wärmeren Temperaturen gefahren werden, können sie schneller abnutzen, bieten weniger Grip und erhöhen den Bremsweg, was im schlimmsten Fall zu einem Unfall führen kann. Ein entscheidender Aspekt also, gerade bei der beginnenden Saison.
Winterreifen verlieren bei höheren Temperaturen auch erheblich an Performance. Ihre weichere Gummimischung sorgt dafür, dass sie bei wärmeren Bedingungen schneller verschleißen und den Kraftstoffverbrauch erhöhen. Auch die Haftung auf trockenem Asphalt ist deutlich geringer als bei Sommerreifen, was die Sicherheit beeinträchtigt.

Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel
Wann genau der Reifenwechsel stattfinden sollte, ist nicht in Stein gemeißelt. Allgemein gilt, dass sobald die Außentemperatur regelmäßig über 7 Grad Celsius steigt, es Zeit wird, die Winterreifen gegen Sommerreifen auszutauschen.
Im April, wenn die Sonne wieder häufiger scheint und die Temperaturen im Durchschnitt die 10-15 Grad-Marke überschreiten, ist der ideale Zeitpunkt gekommen.
Reifen richtig lagern
Winterreifen sollten nicht einfach im Keller liegen gelassen werden. Eine kühle, trockene und dunkle Lagerung ist wichtig, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Es empfiehlt sich, die Reifen auf Felgen zu lagern, da dies ihre Form bewahrt. Wenn Sie die Reifen längere Zeit lagern (vor allem ohne Felgen), sollten sie etwa alle 4-6 Wochen um 90 Grad gedreht werden, um Verformungen zu vermeiden. So bleiben die Reifen in einem optimalen Zustand und können beim nächsten Wechsel wieder problemlos genutzt werden.

Reifencheck: Worauf sollten Sie achten?
Bevor die Sommerreifen montiert werden, sollte auch ein genauer Blick auf den Zustand der Reifen geworfen werden. Besonders wichtig ist die Profiltiefe, die mindestens 1,6 mm betragen muss, wobei Experten empfehlen, spätestens bei 3 mm zu wechseln. Eine zu geringe Profiltiefe verlängert den Bremsweg und verringert die Traktion.
Eine Autowerkstatt wird die Reifen ebenfalls auf Risse, Beulen oder andere Beschädigungen, die auf eine falsche Lagerung oder unsachgemäße Nutzung hindeuten überprüfen.

Sommerreifen: Was macht sie so besonders?
Sommerreifen zeichnen sich durch ihre spezielle Gummimischung und das Profil aus, das für warmes Wetter und trockene bis nasse Straßenverhältnisse optimiert ist. Im Vergleich zu Winterreifen haben sie ein flacheres Profil und eine größere Kontaktfläche zum Asphalt. Dies führt zu einer besseren Haftung, kürzeren Bremswegen und einem geringeren Rollwiderstand, was den Kraftstoffverbrauch senkt.

Allwetter als Alternative?
Sogenannte Allwetterreifen, die eine Mischung aus Sommer- und Winterreifen darstellen, stellen eine Alternative zu Sommerreifen dar. Allerdings haben auch sie, besonders bei extremen Temperaturen, einen längeren Bremsweg im Vergleich zu Sommerreifen. Das hat einen direkten Einfluss auf die Fahrsicherheit. Hinzu kommt, dass Ganzjahresreifen einen deutlich höheren Verschleiß aufweisen.

Trotz der Kosten ist der Reifenwechsel also eine Investition in die Sicherheit und den Fahrkomfort. Wer regelmäßig wechselt, erhöht nicht nur die Lebensdauer seiner Reifen, sondern trägt auch zur eigenen Sicherheit und der seiner Mitfahrer bei.
Machen Sie den Reifenwechsel zu einem festen Ritual – und genießen Sie die Fahrt in den Frühling!