Bis zum Start der neuen Saison am 1. Mai 2026 gibt es viel zu tun. Termine gibt es schon.
Das Freibad Sprockhövel feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Im Winter wird traditionell renoviert und repariert. Es riecht nach frischer Farbe. Die Spielgeräte haben einen neuen Anstrich bekommen. Das Planschbecken ist winterfest abgedeckt. In den großen Becken dümpelt das Wasser vor sich hin und das bleibt bis zum Frühjahr so – zum Schutz der Becken. Erst dann wird gereinigt und frisch befüllt. Die Saison 2026 kann kommen.
Es gibt weitere Neuigkeiten, die aufhorchen lassen. Seitens der ZGS und mit Unterstützung von Bürgermeisterin Sabine Noll, die sich immer wieder für das Freibad ausspricht (zuletzt im Betriebsausschuss, der sich mit den Liegenschaften der Stadt Sprockhövel beschäftigt), wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches den technischen Zustand des Freibads bewerten und Sanierungsvorschläge erstellen sollte.
Das steht im Gutachten
Im wesentlichen wird der veraltete Zustand der Becken und die nicht mehr zeitgemäße Wasseraufbereitung bemängelt, zudem wird das Rohrleitungssystem als sanierungsbedürftig erklärt. Als positiv wird der gepflegte Zustand des Freibads gewertet, und das wichtigste Kriterium ist erfüllt: die Wasserhygiene. Die ist nämlich sehr gut. Das Sprockhöveler Freibad wird aus Quellwasser gespeist und die Laborwerte sind sehr gut.
Bei einer umfassenden Renovierung, so das Gutachten, solle auch auf Barrierefreiheit geachtet werden, die momentan kaum besteht, sieht man einmal von dem langen Weg um das Nichtschwimmerbecken herum ab. Auch der Zustand der Gebäude war ein Thema. Zwar sind sie ebenfalls in die Jahre gekommen und weisen Risse auf, doch diese lassen sich mit relativ einfachen Mitteln preisgünstig reparieren.
Etwas mehr kosten werden die anderen Mängel, denn das Gutachten hat natürlich auch eine Preisschätzung der Sanierung abgegeben. Das Gutachten kommt auf eine Summe von schätzungsweise 5,5 Millionen Euro, die im günstigen Fall zu 45 Prozent aus Fördertöpfen gespeist werden kann. Außerdem geht die Politik davon aus, dass die notwendige Sanierung des Bades zu Minderausgaben bei den Betriebs- und Energiekosten führen wird.
Die Stadt Sprockhövel nimmt nun am Interessenbekundungsverfahren des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ 2025/2026 teil. Dazu muss eine Projektskizze durch die Verwaltung erstellt und eingereicht werden. Zusätzlich meldet die Stadt übrigens neben dem Freibad auch die Sportanlagen in Gennebreck und in Haßlinghausen am Landringhauser Weg an. Altersbedingt muss der Belag beider Kunstrasenplätze erneuert werden. Bürgermeisterin Sabine Noll verwies allerdings in der letzten Ratssitzung, die den Beschluss für die Teilnahme durch die Politik fasste, auch darauf hin, dass sicherlich eine überwältigende Mehrheit der Kommunen ihre Teilnahme am Bundesprogramm bekunden würden. Ob die Fördermittel für alle Begehrlichkeiten ausreichen, ist offen.
Bis die Baumaßnahme umgesetzt werden kann, wird auch noch etwas Zeit vergehen. Gutachter, Verwaltung und Politik gehen von einem Start 2028/29 aus. Dabei will man sich in der Bauphase vor allem auf die Zeit nach der jeweiligen Freibadsaison konzentrieren. Baubeginn könnte also September 2028 sein, der Abschluss der Maßnahme ist für Juni 2029 geplant, sodass auch die Freibadsaison 2029, wenn auch leicht verkürzt, machbar wäre.
Für den hochengagierten Freibadförderverein war das Gutachten in Summe eine positive Nachricht. Neben der hervorragenden Wasserqualität ist es vor allem der deutliche politische Zuspruch, der die Mitglieder erfreut. Wenn alles klappt, hat das Freibad noch eine lange Lebensdauer vor sich. Von Dr. Anja Pielorz
Die Termine in der Saison 2026
11. März: Mitgliederversammlung Freibadförderverein
01. Mai: Saisoneröffnung
27. Mai: Café 50 plus
14. Juni: Zephyrus Sommer Pool Party (speziell zum Jubiläum)
20. Juni: Tag des Sports
12. Juli: Badewannenrennen
22. August: Open-Air-Kino
30. August: Taufgottesdienst mit Verabschiedung Arne Stolorz