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Rund ums Haus

Das Dach in der Kälte

Kälte, Feuchtigkeit und Bewegung setzen einem Dach auf eigene Weise zu.

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Ein Dach schützt das Haus zuverlässig – doch im Winter wird diese Aufgabe besonders anspruchsvoll. Kälte, Schnee, Eis und wiederkehrende Frost-Tau-Wechsel wirken dauerhaft auf Materialien, Verbindungen und Abdichtungen ein. Gerade in den Wintermonaten können sich selbst kleine Schwachstellen schnell zu ernsthaften Schäden entwickeln.

Zwischen Funktion und Belastungsgrenze
Während Regen im Sommer meist problemlos abgeleitet wird, stellt Schnee eine andere Herausforderung dar. Feiner Pulverschnee kann bei Wind unter die Eindeckung gelangen und Bereiche erreichen, die für flüssiges Wasser sonst geschützt sind. Lose oder verrutschte Dachziegel erhöhen dieses Risiko zusätzlich und bleiben vom Boden aus oft lange unbemerkt.

Wind, Frost und Materialbewegung
Winterstürme setzen Dachflächen und Befestigungen stark zu. Gleichzeitig ziehen sich Materialien bei Kälte zusammen und dehnen sich bei Tauwetter wieder aus. Diese Bewegungen begünstigen Risse an Anschlüssen, etwa an Dachfenstern, Schornsteinen oder Übergängen zur Wand. Dringt hier Feuchtigkeit ein, kann sie Dämmstoffe durchtränken und langfristig auch tragende Bauteile schädigen.

Temperaturunterschiede im Dachaufbau
Zwischen beheiztem Innenraum und kalter Außenluft entstehen im Winter Temperaturdifferenzen von bis zu 60 Grad. Warme, feuchte Luft drängt nach außen. Ist die Dampfsperre nicht fachgerecht ausgeführt, kondensiert Feuchtigkeit im Dachaufbau – oft unbemerkt, aber mit erheblichen Folgen für Dämmung und Holz.

Tauwasser, Eis und Entwässerung
Sonneneinstrahlung kann selbst bei Minusgraden Tauprozesse auslösen. Schmelzwasser staut sich, gefriert erneut und bildet Eis an Traufen, Kehlen und Dachrinnen. Verstopfte oder vereiste Rinnen verschärfen das Problem und können zu Rückstau, Fassadenschäden oder zerstörten Fallrohren führen.

Vorsorge statt Folgeschäden
Gerade im Winter lohnt sich eine regelmäßige Sichtkontrolle des Daches. Früh erkannte Schäden lassen sich meist mit überschaubarem Aufwand beheben. 
Ein professioneller Wintercheck prüft nicht nur die Eindeckung. Auch Anschlüsse, Rinnen und alle anderen kritischen Details werden gründlich unter die Lupe genommen, damit Sie mit einem geschützten Dach in das neue Jahr starten können.