Logo
Superbanner 749 x 89 Pixel_Platzhalteranzeige.jpg
Witten

Bürgerinitiative: „Witten duldet Autobahnzubringerverkehr“

Seit Jahren leiden die Anwohner im Kämpen und besonders der Rüsbergstraße unter dem Durchgangsverkehr vor ihren Haustüren.

WIT-BI-Ruesbergstraße-Maerz2024.jpg

Anwohner der Rüsbergstraße gründeten jetzt eine Bürgerinitiative. Sie fühlen sich von der Stadt mit dem hohen Ausweichverkehr im Stich gelassen. Foto: Bürgerinitiative

Vor allem seit Beginn der Baustelle auf der Wittener Straße Januar 2023 muss die stellenweise nur 2,70 m breite Rüsbergstraße den widerrechtlichen Autobahn-Zubringerverkehr der A43 aufnehmen. Mit dem oft gefährlichen Begegnungsverkehr ist oft auch eine hohe Gleichgültigkeit und Rücksichtslosigkeit der Autofahrer verbunden.

Eigene Bürgerinitiative gegründet
Da sich die Anwohner von der Stadt Witten mit der Verkehrssituation im Stich gelassen fühlten, gründeten sie zwischenzeitlich die Bürgerinitiative „Wir sind Kämpen - stoppt den Durchgangsverkehr!“ (BI). Ihr Ziel: Wieder gefahrlos vor die Tür gehen zu können. Sie habe, so die BI, nichts unversucht gelassen, um mit der Stadtverwaltung in einen konstruktiven Dialog zu kommen und eigene preisgünstige Vorschläge zu unterbreiten, die sich in anderen Städten zur Verkehrssicherung lange bewährt haben. Zusätzlich wurde dem Bürgermeister ein Kinderbittbrief und eine Unterschriftenliste für mehr Sicherheit in Kämpen überreicht. Damit biss die BI jedoch „auf Granit“.
Die Stadt Witten hatte in Aussicht gestellt, die Ergebnisse von eigenen und seitens der Uni Bochum durchgeführten Verkehrszählungen als Entscheidungsgrundlage heranziehen, um ggf. geeignete Maßnahmen zu überlegen. Alle durchgeführten Verkehrszählungen waren dann aber angeblich nicht zu gebrauchen, so die BI. Eigene Verkehrszählungen der Bürgerinitiative wurden dagegen angezweifelt. Als die Polizei jedoch sechs Monate später die Ergebnisse ihrer Zählung veröffentlichte, deckten sich die Zahlen bis auf wenige Prozent mit den Ergebnissen der BI: „Aus diesen offiziellen Zahlen geht hervor, dass die 2,70 breite Anliegerstraße täglich durch 100 Sattelzüge und LKW sowie von bis zu 2000 (Jan. 2024) andere KFZ als Zubringer zur A43 in Mitleidenschaft gezogen wird. Zu Schulwegzeiten sind es sogar bis zu 400 KFZ in der Stunde.“ Offen ist auch die Antwort auf die Frage nach den Folgekosten für die Sanierung der durch die schweren Fahrzeuge verursachten Straßenschäden geblieben.

Anwohner haben wenig Hoffnung auf Besserung
Hoffnung auf den baldigen Wegfall des Auslösers, die Baustelle auf der L924, hat die BI wenig. Nach ihren Beobachtungen ist auf der Baustelle der L924 kaum ein Fortschritt zu erkennen und lt. Straßen.NRW sei der Fertigstellungstermin vollkommen ungewiss. Die Stadt Witten will die Situation, so die BI, weiter beobachten und bewerten. „Unser Eskalationskoffer ist jedoch prall gefüllt“, so die BI. dx