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Rund ums Haus

Belegungsquote steigt

Menschen in Städten zunehmend betroffen...

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Das Balkendiagramm zeigt die „Eigentümerquote“.

Aktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände sind zurzeit wegen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Besonders belastend kann das für Menschen sein, die in überbelegten Wohnungen leben.
In Deutschland waren davon im Jahr 2019 rund 6,4 Millionen betroffen, 340 000 mehr als im Vorjahr. Wie das „Statistische Bundesamt“ (Destatis) nach aktuellen Ergebnissen der Erhebung „Leben in Europa“ (EU-Silc) mitteilt, lag die Überbelegungsquote 2019 in Deutschland mit 7,8 Prozent jedoch immer noch gut 9 Prozentpunkte unter dem Durchschnittswert der EU (17,1 Prozent). Als überbelegt gilt eine Wohnung, wenn sie über zu wenige Zimmer im Verhältnis zur Personenzahl verfügt. Der Trend zum Leben in der Stadt hierzulande zeigt sich auch an der wachsenden Zahl von überbelegten Wohnungen. Aufgrund der steigenden Nachfrage, Mieten und Wohnungspreise zeigte sich, dass immer mehr Menschen auf wenig Raum leben.

Zuwachs von rund 3 Prozentpunkten
Jede achte Person (12,7 Prozent) wohnte 2019 hier auf zu engem Raum – im Vergleich zu 2010 ein Zuwachs von rund 3 Prozentpunkten. Auch in Kleinstädten und Vororten wird der Wohnraum knapper. 2019 lebten dort 5,5 Prozent der Menschen auf zu engem Raum, 2010 waren es noch 4,7 Prozent. Dagegen gibt es auf dem Land einen gegenläufigen Trend. Hier waren 2019 nur 4 Prozent der Wohnungen überbelegt – zuvor waren es noch 4,7 Prozent. Auch Alleinlebende können auf zu engem Raum wohnen. Ihnen müssen mindestens zwei Zimmer, etwa Wohn- und Schlafzimmer, zur Verfügung stehen, damit ihre Wohnungen nicht als überbelegt gelten. Rund 12 Prozent der Alleinlebenden wohnten in Deutschland jedoch auf zu engem Raum. Unter den Haushalten ohne Kinder waren Alleinlebende damit am häufigsten von Überbelegung betroffen. Fünf Prozent der Bevölkerung in Haushalten ab drei Erwachsenen und nur gut ein Prozent der Menschen in Haushalten mit zwei Erwachsenen lebten in überbelegten Wohnungen.

Einkommen eines Haushaltes
Letztlich wirkt sich das Einkommen eines Haushaltes entscheidend auf die Größe der Wohnung aus. Mehr als jede fünfte (20,5 Prozent) armutsgefährdete Person wohnte 2019 hierzulande auf zu engem Raum. Unter Alleinerziehenden und ihren Kindern lag die Überbelegungsquote in Deutschland bei 19 Prozent. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre mit 12 Prozent die Altersgruppe stellen, die am häufigsten zu beengt wohnt. Nach Definition der Überbelegungsquote dürfen sich zwei Kinder unter 12 Jahren unabhängig von ihrem Geschlecht noch ein Zimmer teilen, während dies für Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren nur noch in Frage kommt, wenn sie dasselbe Geschlecht haben. Andernfalls gilt ein eigenes Zimmer als angemessen. Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahre lagen 2019 mit einem Anteil von 8,3 Prozent über dem Durchschnitt der Gesamtbevölkerung (7,8 Prozent).