Der Rohbau ist fertig, Ausbauarbeiten stehen nun an. Bezugsfähig sollen alle Wohneinheiten im Herbst sein.
Es gab lange Zeit und auch immer noch vereinzelt Kritik an dem großen Bauprojekt „Herbeder Höfe“ in Witten-Herbede. Die Neubauten befinden sich im Zentrum des Stadtteils zwischen der Meesmannstraße, dem Hedwig-Kracht-Weg und der Rauterstraße. Die Adresse wird der Hedwig-Kracht-Weg sein. Nach Auskunft des zuständigen Bauunternehmens, Weisenburger Bau GmbH aus Karlsruhe, laufen derzeit noch Ausbauarbeiten und in Kürze beginnt die Herstellung der Außenanlagen.
Vor einem Jahr erfolgte nach den Erschließungsarbeiten der Hochbau. Dafür mussten im Vorfeld die Antik-Scheune und das Kaufhaus Gassmann Ende 2023 weichen. Ebenso einige Bäume. Das kam bei den Herbedern nicht gut an.
Grundsätzlich gab es Zuspruch, dass neuer Wohnraum entsteht. Die SPD nannte in dem Zug auch die qualitativ hochwertige Ausstattung, die der Bauherr versprochen hat. Und: Es wird keine Freifläche bebaut, wodurch erst recht Grün weichen müsste. In den Außenanlagen sollen zusätzliche Grünflächen entstehen. Seitens der CDU wurde begrüßt, dass junge Familien in die Dorfmitte ziehen. Andererseits würden dadurch die Verkehrsbelastung steigen und ohnehin schon begrenzte Parkplatzmöglichkeiten noch mehr schwinden.
Akzeptanz ist gestiegen
Mittlerweile ist die Akzeptanz in der Bevölkerung etwas gestiegen, wie auch das Bauunternehmen festgestellt hat. „Die Menschen verstehen die Baustelle, als das, was sie ist: ein klares Bekenntnis zum Standort und ein Zeichen für Fortschritt. Das Projekt stärkt den Standort, belebt Einzelhandel und Gastronomie und spricht insbesondere neue, jüngere Bewohnergruppen an“, sagt Tabea Loch von Weisenburger Bau. Insgesamt entstehen 24 Wohneinheiten, untergebracht in 14 Stadthäusern, einem Mehrfamilienhaus sowie neun Eigentumswohnungen und einem Einfamilienhaus. Elf Stadthäuser und sieben Wohnungen sind bereits verkauft. Damit stehen noch drei Stadthäuser, zwei Eigentumswohnungen sowie das Einfamilienhaus zur Verfügung.
Interessierte können sich weiterhin an Engelsburg Immobilien wenden. Die Makler haben ihren Sitz in Bochum. Die Wohnungen sind zwischen 61 und 78 Quadratmeter groß – und per Aufzug erreichbar. Die Häuser bieten rund 130 Quadratmeter Wohnfläche. Dazu kommen 45 Quadratmeter große Keller. Das freistehende Haus hat 160 Quadratmeter, ist aber nicht unterkellert. Die Objekte sind aus Massivbauweise, in allen Wohn- und Schlafräumen ist massives Eichenparkett gelegt und es gibt dreifach verglaste Fenster mit elektrischen Rollläden. PKW-Stellplätze und Garagen werden vorhanden sein.
Kosten: zehn Millionen Euro
Das Vorhaben kostet den Bauträger rund zehn Millionen Euro. Die Preise für den neuen Wohnraum bewegen sich zwischen rund 320.000 und 685.000 Euro. Die Reihenhäuser beginnen bei knapp 530.000 Euro. Zunächst sollte das Projekt 2024 abgeschlossen sein, ehe sich Planungs- und Genehmigungsphase verzögerten. Ab Herbst 2026 sollen die Wohneinheiten nun bezugsfähig sein.
Von Hendrik Steimann