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Hattingen

Ampelanlage auf Blankensteiner Straße lange ausgefallen

Über fünf Wochen lang Warnsignal zur Verkehrsregelung an Einmündung von der Marxstraße.

Straßenkreuzung

Mehrere Wochen lang war die Ampelanlage auf der Blankensteiner Straße an der Einmündung zur Marxstraße defekt. Freie Fahrt galt für diejenigen, die auf der Landesstraße in Richtung Hattingen oder Blankenstein unterwegs sind. Warten war für diejenigen angesagt, die auf die Blankensteiner Straße abbiegen wollten. Dort blinkte durchgängig ein gelbes Warnsignal.
Die Lichtsignalanlage mit Glühlampentechnik ist im Zuge der Umgehungsstraße in den 1990er-Jahren eingerichtet worden. Daher ist sie in die Jahre gekommen und technische Defekte sind grundsätzlich möglich, heißt es auf Anfrage beim zuständigen Landesbetrieb StraßenNRW. In den vergangenen Jahren war die besagte Anlage davon ab und an betroffen – nach wenigen Tagen aber wieder voll funktionstüchtig. Nun sieht es anders aus. „Das alte Steuergerät der Ampelanlage ist irreparabel komplett ausgefallen“, teilt Andreas Berg, Sprecher des Landesbetriebes, mit.
Eigentlich sollte als Übergangslösung ein Baustellensteuergerät in Betrieb genommen werden. Dies passierte nicht. Durch das gelb blinkende Warnsignal war seit Ende Februar bis zu den Osterferien aber ersichtlich, dass der Verkehr nach den geltenden Regeln der Straßenverkehrsordnung fließen soll. Dazu dienten die ohnehin vorhandenen Vorfahrtsschilder aus Richtung Marxstraße kommend vor Abbiegen auf die Blankensteiner Straße. „Bis zur Kompletterneuerung im Zuge des Verkehrskonzeptes der Stadt Hattingen ab circa 2027 bleibt die Lichtsignalanlage so erst einmal weiterhin in Betrieb“, sagt Berg. Der Defekt ist nun erst einmal behoben.
Seitens der Bürgerschaft aus Welper gab es mal die Idee eines Kreisverkehres. Offiziell an die Stadt Hattingen oder StraßenNRW ist diese aber nie herangetragen worden. Berg erklärt dazu: „Eine Kreisverkehrslösung an dieser Stelle ist beim Landesbetrieb kein Thema gewesen, da der Austausch eines Steuergerätes wesentlich weniger kostet als der komplette Umbau der Einmündung zu einem Kreisverkehrsplatz.“ Im Falle einer kompletten Erneuerung der Ampelanlage seien grob geschätzt rund 200.000 Euro notwendig, im Falle eines Kreisverkehres zwischen 800.000 und einer Million Euro. Das Konzept des betroffenen Knotenpunkts mit Ampel funktioniere zudem gut – vor allem, wenn sie eingeschaltet ist. Einen kleinen Vorteil hatte das Ganze zuletzt für die Abbieger: Sie mussten außerhalb der Stoßzeiten wesentlich kürzer warten und hatten teilweise auch direkt freie Fahrt. In den Wochen nach der Behebung des Problems kam es allerdings teilweise immer noch vereinzelt zu Störungen.

Von Hendrik Steimann