Bei der diesjährigen AKTION 100 000 werden Spenden für das Misereor-Projekt „Würdevoll leben und wohnen in Armenvierteln in Peru und Ecuador“ gesammelt.
Tag für Tag kämpfen hunderttausende Menschen von Lima (Peru) und Guayaquil (Ecuador) um ein besseres Leben, um Sicherheit und Zukunft für sich und ihre Familien. Seit Jahrzehnten verhilft die Misereor-Partnerorganisation Hogar de Cristo in Ecuador Familien zu kleinen Häusern, die aus selbstgefertigten Fertigelementen bestehen und von den Familien mit etwas Unterstützung selbst zusammengebaut werden. In der peruanischen Hauptstadt Lima arbeitet CIDAP als unabhängige Organisation daran, die Lebensbedingungen der Armen nachhaltig zu verbessern. Im Stadtzentrum treibt CIDAP die Sanierung verfallener und verwahrloster Häuser voran, kümmert sich aber auch um die Kinder, die dort leben – in Form von Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangeboten.
Für die Arbeit in beiden Ländern hofft die AKTION 100 000 in Hattingen in diesem Jahr 85 000 Euro an Spenden zusammenzubekommen. So viel, wie im vergangenen Jahr an „Brot für die Welt“ übergeben werden konnte – für ein Projekt am Rande einer Müllkippe in Mosambik.
Thomas Haep, der seit 1970 zum AKTIONS-Team gehört, ist jedes Jahr aufs Neue begeistert, wie sehr sich Hattingerinnen und Hattinger solidarisch mit den Armen der Welt zeigen. „Wir leben in einer Welt, in der viele nur an sich und ihren Wohlstand denken. Sie vergessen, dass auf der Welt viele Menschen in absoluter Armut leben, denen wir helfen können. Dafür stehen das Projekt und die AKTION 100 000.“ Dem schließt sich der Hattinger evangelische Pfarrer Frank Bottenberg an: „In einer Zeit zunehmender Entsolidarisierung bleiben wir im Sinne Jesu mit AKTION 100 000 bei der Überzeugung, dass auf dieser Erde die Suche nach Menschenwürde und Gerechtigkeit nicht teilbar sind.“ Und Jochen Rinke aus der katholischen Gemeinde Heilig Geist, die seit Jahren unter anderem mit Solidaritätsessen Spenden für die AKTION 100 000 sammelt, zitiert aus dem „Brot für die Welt“-Lied, das schon oft bei AKTIONS-Gottesdiensten gesungen wurde: „Until all are fed we cry out. / Until all on earth have bread. / Like the One who loves us each and everyone, / We serve until all are fed.” (Auf Deutsch heißt das etwa: „Bis alle satt sind, klagen wir. Bis alle auf der Welt Brot haben. Wie der Eine, der jeden von uns liebt, werden wir dienen, bis alle gegessen haben.“)
Die Termine der AKTION 100 000 im Überblick:
• bis 5.12. Brotverkauf an Hattinger Schulen
• 7.12., Hattinger Hungermarsch am 2. Adventssonntag, Ökumenischer Gottesdienst um 10 Uhr in der St.-Georgs-Kirche, Kirchplatz 19, danach gemeinsamer Start um 11 Uhr vom Kirchplatz, Zehn-Kilometer-Streckenverlauf (auch kinder- und familiengeeignet), Wegbeschreibung über Komoot-App oder ausgedruckte Routenbeschreibung, am Zielort: Erbsensuppe, Getränke und AKTIONS-Brot im CVJM Hattingen, Augustastraße
• 9.12., 19.30 Uhr, Weihnachts-Konzert des Gymnasiums Waldstraße, St.-Georgs-Kirche, der Eintritt ist frei, Spenden für das Projekt der AKTION 100 000 sind gerne gesehen
• 14.12., Solidaritätsessen an verschiedenen Gemeindeorten: ab 12 Uhr, Katholisches Gemeindehaus St. Mauritius, Rüggenweg 19, Niederwenigern; ab 12.30 Uhr, Ökumenisches Zentrum Winz-Baak, Schützstraße 2a.