Logo
Diverses

Berufsbildungsmessen

Donnerstag, 1. Oktober
08:00 Uhr

...in Witten und Schwelm.

Im Oktober kann man im Ennepe-Ruhr-Kreis wieder ganz ohne Bewerbungsmappe und ohne Termin herausfinden, welche Ausbildungsberufe es direkt vor der eigenen Haustür gibt: Am Donnerstag, 1. Oktober, öffnet die Berufsbildungsmesse in Witten auf dem Gelände der Lebenshilfe an der Dortmunder Straße; am Mittwoch, 14. Oktober, folgt Schwelm in der Schwelm ArENa. Neu ist in diesem Jahr, dass die Schwelmer Messe um eine Jobmesse des Jobcenters EN und der Agentur für Arbeit Hagen ergänzt wird. Dort geht es dann nicht mehr nur um Ausbildungsplätze, sondern auch um offene Stellen, Umschulungen und Weiterbildung.
Dass beide Messen gebraucht werden, zeigt ein Blick auf den Ausbildungsmarkt. Der klingt auf den ersten Blick paradox: Bundesweit blieben viele Ausbildungsplätze unbesetzt und gleichzeitig hatten junge Menschen zum Stichtag keinen Platz gefunden, so viele wie seit 2010 nicht mehr. Betriebe und Bewerber finden also schlicht nicht zueinander. Mal passt der Beruf nicht zu dem, was jemand sich vorgestellt hat, mal ist der Betrieb zu weit weg, mal kennt man ihn einfach nicht. Genau dieses Problem lösen die Messen auf die einfachste Art, die es gibt: Man steht sich gegenüber und redet miteinander.
Für Jugendliche und ihre Eltern lohnt sich der Besuch vor allem deshalb, weil kaum jemand mehr als eine Handvoll, der über 330 dualen Ausbildungsberufe kennt. Auf der Messe lässt sich fragen, was man wirklich wissen will: Wie sieht so ein Arbeitstag aus? Was verdient man? Wird man am Ende übernommen? Wer sich früh umschaut, am besten rund ein Jahr vor dem gewünschten Ausbildungsstart, hat später die freie Wahl. Und wer im Anschluss ein Praktikum macht, hat oft schon den halben Vertrag in der Tasche.
Für die Betriebe ist die Messe ebenso wichtig geworden. Die Zahl der Schulabgänger sinkt, viele junge Leute gehen ins Studium oder ins Ausland, und die Erwartungen sind gestiegen: an die Bezahlung, an freie Zeit, an einen Betrieb, der digital nicht in den Neunzigern feststeckt. Wer heute Azubis gewinnen will, muss mehr bieten als einen Arbeitsplatz und er muss dort sichtbar sein, wo die Jugendlichen sind. Ein persönliches Gespräch am Messestand wirkt dabei erfahrungsgemäß stärker als jede Stellenanzeige.
Möglich sind die Messen in dieser Form nur, weil sie verlässliche Partner haben. Die AVU zum Beispiel, begleitet sie seit 2009 maßgeblich, inzwischen also seit über 15 Jahren. Ohne diese und die Unterstützung weiterer Partner, wäre ein Angebot, das für Schulen, Betriebe und Besucher kostenfrei bleibt, nicht zu stemmen.
Die neue Jobmesse in Schwelm richtet sich ausdrücklich an alle und nicht nur an Schulabgänger: an Menschen, die sich beruflich verändern wollen, die nach einer Familienpause zurückkommen, die aktuell ohne Arbeit sind oder die nach vielen Jahren im Beruf noch einmal etwas Neues suchen. Beraterinnen und Berater des Jobcenters EN und der Agentur für Arbeit Hagen sind vor Ort und schauen direkt mit, was passt. 
Der Weg in einen neuen Beruf beginnt eben nicht mit einem Vertrag, sondern mit einem Gespräch. Am 1. Oktober in Witten und am 14. Oktober in Schwelm ist beides an einem Ort zu haben.
DIE MESSEN AUF EINEN BLICK
Berufsbildungsmesse Witten: Donnerstag, 1. Oktober, 8 bis 15 Uhr; Lebenshilfe Witten e.V., Dortmunder Str. 75, 58453 Witten.
Berufsbildungs- und Jobmesse Schwelm: Mittwoch, 14. Oktober, 8 bis 17 Uhr; Schwelm-ArENa, Milsper Str. 35, 58332 Schwelm.
Unterstützer der Berufsbildungsmessen 2026 Zukunft-EN sind in diesem Jahr: Die Stadt Schwelm, die AVU, die Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, der Märkische Arbeitgeberverband MAV, die IHK Mittleres Ruhrgebiet, die Regionalagentur Mittleres Ruhrgebiet, die Agentur für Arbeit Hagen, die Jugendberufsagentur Witten, Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA), das Jobcenter des Ennepe-Ruhr-Kreises sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis.