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Witten

Zukunftsimmobilie Kaufhof: Stadt und Saller nähern sich an

Anfang Oktober tagten der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz und der Ausschuss für Mobilität und Verkehr in einer gemeinsamen nicht-öffentlichen Sitzung, um mit dem Zukunftsprojekt Kaufhof-Immobilie weitere Schritte in Richtung Zielgerade zu machen.

Visualisierung

Visualisierung Kaufhof-Fassade der Zukunft.

Bildquelle: Saller Bau GmbH

„Wir haben ein gemeinsames Ziel, das schon in Reichweite ist“, stellt Stadtbaurat Stefan Rommelfanger deshalb zu Beginn der Sitzung als wichtigste Prämisse voran. Schließlich habe Witten ein großes Interesse daran, dass der ehemalige Kaufhof-Standort eine zukunftsfähige Immobilie für die Innenstadt und die Menschen wird. Letzter Feinschliff, erfuhr der Ausschuss in der Info-Sitzung, ist noch nötig bei drei Punkten: Fassadengestaltung, Anlieferung, Bauantrag.

Diese drei Punkte brauchen den letzten Feinschliff:
Fassade: 
• Die Saller Bau GmbH hat zuletzt eine Fassade entwickelt, die grundsätzlich der Gestaltungssatzung entspricht (siehe Visualisierung) und somit genehmigungsfähig wäre. Heißt: Die Entwürfe müssen noch einmal „sauber durchgezeichnet“ und dann eingereicht werden 
Verkehr: 
• Eine zentrale Frage war, wie die LKW zum Gebäude kommen. Schließlich geht es nicht um kleine Transporter, sondern um einen 14 Meter langen Rewe-LKW und um 7,5-Tonner der anderen Mieter. Und das direkt in/an der Fußgängerzone. Die Anlieferung für den geplanten Supermarkt im Erdgeschoss kann ausschließlich über die Heilenstraße erfolgen. Die Fußgängerzone muss dafür an dieser Stelle umgestaltet werden. Zudem ist ein Umbau in der südlichen Heilenstraße erforderlich, damit eine so genannte Ausweichstelle das „Aneinandervorbeifahren“ von zwei LKW ermöglicht. Für die Ausweichstelle müssten drei Stellplätze und ein Baum entfallen. Die Polizei hat bereits ihr OK gegeben. Zudem muss die anliefernde Firma sicherstellen, dass es beim Rückwärtsfahren der LKW aus der Anlieferzone immer einen Einweiser gibt
• Zweite Frage war: Wie soll die Anlieferung neben dem Kaufhof-Gebäude (Heilenstraße, Höhe Sackträgerbrunnen) aussehen. Hier sind zwei unterschiedliche Lösungsansätze möglich. 
Bauantrag:
• Der Brandschutz ist auf der Zielgeraden
• Zum Immissionsschutz (Lärm durch Anlieferverkehr) folgt noch eine Stellungnahme des Ennepe-Ruhr-Kreises
• Die Saller Bau GmbH muss noch einen Vermesserplan liefern und die Bauvorlagen anpassen

Schlüsselimmobilie fürs lebendige Herzstück der Stadt
Anlass für die Sitzung, an der Fachverwaltung und Fachleute von Saller Bau teilnahmen: Echtzeit-Informationen für die Politik und Gelegenheit für Rückfragen. „Der politische Rückhalt für dieses Projekt mit Strahlkraft ist mir wichtig“, begründet Bürgermeister Dirk Leistner die Entscheidung für die Sondersitzung. Schließlich gab es zuletzt weitere Gespräche, Planungsanpassungen und Abstimmungen. Die tatsächliche Entscheidung über die städtebauliche, verkehrliche, gestalterische und bauordnungsrechtliche Zulässigkeit des Projektes trifft die Bauverwaltung, wenn alle Unterlagen genehmigungsfähig vorliegen. Ab dem Moment, wenn alles hinsichtlich der drei aufgeführten Punkte regelkonform eingereicht ist, kann innerhalb von vier bis sechs Wochen genehmigt werden.
Bürgermeister Dirk Leistner unterstreicht die Bedeutung dieses gemeinsamen Aushandelns und Gelingens ganz ausdrücklich: „Wir wollen in Witten nicht nur über Stadtentwicklung sprechen, sondern sie möglich machen. Dafür braucht es Investoren und unsere Verwaltung, die gemeinsam Lösungen entwickeln. Bei dieser Schlüsselimmobilie haben wir genau das mit großem Einsatz getan. Jetzt wollen wir entscheidende Schritte gehen und damit unsere Innenstadt wieder zu einem lebendigen Herzstück unserer Ruhrstadt machen.“

Quelle: lk