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Auto & Mobilität

Was die Urlaubsfahrt hinterlassen hat

Lange Strecken, volle Beladung und hohe Temperaturen setzen einem Auto stärker zu als der normale Alltag. Deshalb sollte nach der Rückkehr nicht nur das Gepäck ausgeladen werden. Ein kurzer Check kann helfen, Verschleiß und Schäden frühzeitig zu erkennen – und die Sicherheit für die nächsten Fahrten zu erhöhen.

Symbolbild

Erst einmal raus mit dem Urlaubsgepäck
Dachbox, Fahrradträger und anderer Ballast gehören nach der Reise wieder vom Auto. Eine Dachbox erhöht allein durch den Luftwiderstand den Verbrauch deutlich. Auch Gegenstände, die unter dem Ladeboden oder in den Ablagen liegen, sollten nicht dauerhaft mitfahren. Zusätzlich kann unnötiges Gewicht den Verbrauch erhöhen. Anschließend lohnt sich eine gründliche Reinigung: Sand und salzhaltige Rückstände können die Rostbildung begünstigen, Insektenreste, Baumharz und Vogelkot den Lack angreifen.
Auch der Innenraum hat nach einer langen Reise eine Reinigung verdient. Matten, Sitze, Fußräume und Kofferraum sollten von Sand und Schmutz befreit werden. Feuchte Handtücher oder Badesachen sollten nicht im Fahrzeug bleiben. Gerade in den weniger gut sichtbaren Bereichen können sich außerdem Lebensmittelreste oder anderer Urlaubsmüll verstecken. Auch Scheiben, Scheinwerfer und Wischerblätter verdienen Aufmerksamkeit. Gerade nach langen Fahrten können sich Schmutzfilme auf den Scheiben bilden und die Sicht beeinträchtigen. Die Außenhaut sollte zudem auf Steinschläge und Kratzer kontrolliert werden. Kleine Schäden sollten möglichst früh behandelt werden, damit daraus keine größeren Probleme entstehen.

Reifen und Flüssigkeiten im Blick
Ein besonders wichtiger Punkt sind die Reifen. War der Luftdruck wegen der hohen Beladung erhöht, muss er nach dem Urlaub wieder an die Werte für den normalen Betrieb angepasst werden. Gleichzeitig sollten Reifen auf Schnitte, Beulen, eingefahrene Fremdkörper und ausreichendes Profil geprüft werden. Ungleichmäßiger Abrieb kann ebenfalls ein Hinweis auf ein Problem sein.
Auch ein Blick unter die Motorhaube gehört zum Urlaubscheck. Öl, Kühlflüssigkeit und Scheibenwaschwasser lassen sich selbst kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen. Ein ungewöhnlich niedriger Flüssigkeitsstand sollte allerdings nicht einfach ignoriert werden. Er kann auf einen technischen Defekt hinweisen. Wichtig: Der Kühlmittelbehälter darf nur bei abgekühltem Motor geöffnet werden.

Wenn der Fachmann genauer hinschauen sollte
Nicht alles lässt sich mit einem kurzen Blick beurteilen. Gerade Bremsanlage und Bremsflüssigkeit gehören in fachkundige Hände. Auch Schäden am Fahrwerk oder Unterboden, die nach schlechten Straßen möglicherweise entstanden sind, bleiben für Laien unter Umständen unentdeckt. Wer lange Strecken mit hoher Beladung gefahren ist oder ungewöhnliche Geräusche und Veränderungen beim Fahrverhalten feststellt, sollte deshalb lieber einmal zu viel als einmal zu wenig einen Fachmann fragen.
Auch beschädigte Reifen, Scheiben oder Scheinwerfer sollten nicht aufgeschoben werden. Gleiches gilt für Warnmeldungen im Fahrzeug. Ein professioneller Check kann hier Klarheit schaffen und mögliche Schäden erkennen, bevor sie im Alltag zum Sicherheitsproblem werden.

Ein gründlicher Check nach der Urlaubsfahrt ist deshalb mehr als reine Pflege. Er hilft, kleine Probleme rechtzeitig zu erkennen, Folgeschäden zu vermeiden und das Auto wieder sicher für den Alltag zu machen.