Von Geselligkeit bis Gartenarbeit: Der 5. Wittener Nachhaltigkeitspreis prämiert auch in diesem Jahr soziale und Umweltprojekte in der Stadt. Die fünf Gewinnerplätze teilen sich in dieser Runde sogar neun Aktionen.
Die Preisträger der Plätze 1-3 mit Vertetern der Stadtwerke.
Doppelt so viele Einreichungen wie 2025
Auswahl traf die dreiköpfige Jury, bestehend aus Kaja Fehren (Klimaschutzbeauftragte der Stadt Witten), Barbara Dieckheuer (VIADUKT e.V., dem Verein zur Förderung der psychosozialen Versorgung in Witten) und Mathias Kukla (Stadtwerke Witten).
Witten bewegt was – das zeigen auch die neun Gewinnerprojekte des Wittener Nachhaltigkeitspreises der Stadtwerke Witten. „Die 27 eingereichten Aktionen beweisen, wie viel soziales und Umweltengagement in unseren Vereinen und Institutionen steckt“, resümiert Mathias Kukla. Im vergangenen Jahr gab es 13 Einreichungen. Die Sieger erhielten die Pokale traditionell an Bord der MS Schwalbe II überreicht von Dirk Leistner, Bürgermeister der Stadt Witten und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, sowie Andreas Schumski, Geschäftsführer:
Caritas im Marienviertel – Freiwilliger Besuchsdienst
4.000 Euro
Um der Vereinsamung von Mitmenschen vorzubeugen, hat die Caritas im Marienviertel den Freiwilligen Besuchsdienst ins Leben gerufen. Seit zwei Jahren statten aktuell 14 Ehrenamtliche einsamen Bürger:innen regelmäßige Besuche ab. Diese sind vor allem – aber nicht nur – im Rentenalter. Gemeinsam gehen sie beispielsweise spazieren, ins Café oder unterhalten sich einfach nur. Das Angebot ist für beide Seiten ein Gewinn: Die Besuchten haben sozialen Austausch, die Besuchenden eine Aufgabe und die Möglichkeit, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
Grünschnabel – Natur- und Umweltpädagogik auf dem Hohenstein
2.000 Euro
Mit dem „Familien entdecken Natur – Jahresprojekt am Hohenstein“ möchte Grünschabel vier interaktive, kostenlose Natur- und Umweltnachmittage für Familien mit Kindern im beliebten Naherholungsgebiet anbieten. Dabei unternehmen die Teilnehmenden praxisnahe Aktivitäten rund um heimische Tiere und Biodiversität. Kinder und (Groß-)Eltern erleben gemeinsam die heimische Natur, lernen Tiere und Pflanzen kennen und setzen direkt konkrete Schutzmaßnahmen um. Das Highlight ist der Bau von Nistkästen, Igelhäusern oder Wildbienenhotels vor Ort, die die Familien nach Hause mitnehmen.
Universität Witten/Herdecke – Campus-Garten
2.000 Euro
Seit über 30 Jahren ist die Gartenarbeit fest in der Lehre der U W/H verankert, insbesondere im studienbegleitenden Studium fundamentale. Jährlich engagieren sich bis zu 60 Studierende und reflektieren zugleich ökologische Zusammenhänge. So wird der Garten zu einem Reallabor für nachhaltige Entwicklung:
Das Projekt verbindet ökologische Verantwortung, wissenschaftliches Lernen und gemeinschaftliches Engagement.
Herbeder Ideenwerkstatt – „Herbede putzt sich heraus“
1.500 Euro
Beim Projekt „Herbede putzt sich heraus“ engagieren sich die Mitglieder einmal monatlich für einen lebenswerten und gepflegten Stadtteil. Dabei wird sowohl Müll gesammelt als auch Beete gestaltet und gepflegt. Die regelmäßigen Aktionen fördern den Austausch, stärken den Zusammenhalt und schaffen ein Bewusstsein dafür, wie wichtig Pflege und Wertschätzung öffentlicher Räume sind.
Brenschenschule – Nachhaltigkeit im Schulalltag
400 Euro
Die Brenschenschule versteht Nachhaltigkeit als einen langfristigen Lernprozess, der im Schulalltag beginnt. Ziel ist es, dass den Schulkindern Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch lernen, sondern aktiv erleben und Verantwortung übernehmen. Dabei geht es um Themen wie nachhaltige Mobilität, schützenswerte Natur sowie umsichtige Umgang mit Ressourcen.
Hüllbergschule – Zukunftswerkstatt
400 Euro
Im Rahmen der etablierten Zukunftswerkstatt sollen die Schüler:innen der Hüllbergschule Hochbeete neu bepflanzen. Bei dem Projekt lernen Kinder, Verantwortung für Pflanzen zu übernehmen sowie den Ursprung von Obst und Gemüse.
Ev. Kindergarten Kinderarche – AckerRacker
400 Euro
Der evangelische Kindergarten Kinderarche transformiert sich aktuell zu einer AckerRacker Kita. Während der künftige Acker zur Bewirtschaftung mit Gemüse und anderen Nutzpflanzen durch die Kinder bereits angelegt ist, werden die Fachkräfte rund um die Themen Ackeranbau, Ernährung und Nachhaltigkeit geschult. Die AckerRacker lernen Natur- und Umweltverständnis, gesunde Ernährung, Selbstwirksamkeit, soziale Komptenzen, Motorik und Gesundheit.
Blote-Vogel-Schule – Kräutergarten
400 Euro
An der Blote-Vogel-Schule soll ein Kräutergarten entstehen. In diesem sind Kinder der Jahrgangsstufen 5 bis 8 tätig und erfahren dabei praxisnah Naturbeobachtungen, die Tätigkeit mit den Pflanzen sowie Ernährungskunde.
OGS Rüdinghausen – Garten-AG
400 Euro
Die Garten-AG der OGS Rüdinghausen setzt sich aktiv dafür ein, Nachhaltigkeit an der Grundschule nicht nur zu thematisieren, sondern praktisch erlebbar zu machen. Durch gemeinsames Planen, Bauen und Pflegen werden grüne Lernorte geschaffen, an denen Schüler:innen ökologische Zusammenhänge verstehen und Verantwortung für Umwelt und Natur übernehmen. Aktuell geplant sind der Neubau mehrerer Kräuterschnecken, der Ausbau des bestehenden Insektenhotels sowie neue Hochbeete für die Selbstversorgung.