Das Ziel: Bessere Verbindung für Fußgänger und Radfahrer für den Heimat-Tourismus.
So soll die neue Brücke aussehen.
2019 haben die Städte Herdecke, Wetter, Witten und Hattingen die „Entwicklungsstudie Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“ vorgestellt. Vor dem Hintergrund der Internationalen Gartenausstellung 2027 vom 23. April bis 17. Oktober (IGA 2027) entwickelt die Stadt Hattingen neben der Sanierung des Gethmannschen Gartens in Blankenstein die Ruhrpromenade zwischen dem Campingplatz Stolle an der Ruhr und der Straße Ruhrblick. Das Ziel: Innenstadt, Ruhrtalradweg und Henrichshütten-Gelände besser zu verbinden und ein weiteres Highlight für den steigenden Heimat-Tourismus zu schaffen. Und das geht über eine Brücke für Fahrradfahrer und Fußgänger sowie eine Promenade zum Flanieren, Radfahren und Verweilen.
Jetzt ist der langersehnte Förderbescheid für die Ruhrpromenade eingetroffen. Rund 7,5 Millionen Euro erhält die Stadt aus dem Förderprogramm der Nahmobilität. Es ist ein Projekt im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027, auch wenn es bis dahin nicht fertiggestellt wird. Die Bauarbeiten werden aber bereits im nächsten Jahr starten, weil dem Bewilligungsbescheid schon intensive Planungen vorausgegangen sind. Insgesamt werden in die Maßnahme rund 10 Millionen Euro investiert.
Die Stadt sagt: Die neue Ruhrpromenade wird das touristische Angebot entlang des Ruhrtal Radweges stärken und die Ruhrgebietsstädte besser verknüpfen. Herzstück des Projektes ist der Bau einer 100 Meter langen Fuß- und Radwegebrücke über die Ruhr. Sie schafft die Verbindung zwischen Altstadt, RuhrtalRadweg sowie den nördlichen Stadtteilen und der Stadt Bochum. Außerdem werden 1,2 Kilometer neue Wege angelegt und die Flächen werden umfassend ökologisch aufgewertet. Der Entwurf sieht eine Kombination zwischen Schrägkabel- und Hängebrücke vor. Zwischen Minigolfplatz und Skateranlage an der Ruhr nahe dem Hüttengelände soll es in einem geschwungenen Bogen auf die Winz-Baaker-Seite gehen. Dort soll die Brücke in einem Auwald enden. Auwälder sind dynamische, durch regelmäßige Hochwasser beeinflusste Waldgesellschaften an Flussufern. Eine umfassende ökologische Aufwertung und Extensivierung von Freiflächen ist in Zusammenarbeit mit dem RVR als Flächeneigentümer aber auf beiden Seiten der Ruhr vorgesehen. Neben Baumpflanzungen und Aufforstungen soll es eine naturnahe Promenade mit Wasserzugängen und Aufenthaltsbereichen geben. Die Bauzeit wird auf etwa ein bis 1 1/2 Jahren geschätzt – je nach Wetterlage.
Von Dr. Anja Pielorz