Digitale Gewalt verdrängt Frauen aus der Öffentlichkeit...
Bildquelle: Stadt Sprockhövel
Sprockhövel führt Aktionen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November fort.
Frauenfeindliche Straftaten und geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen nehmen unterschiedliche Formen an: von körperlicher und sexualisierter Gewalt, insbesondere im häuslichen Umfeld, bis hin zu frauenfeindlichen Angriffen im digitalen Raum. Digitale Gewalt bedroht Frauen nicht nur unmittelbar, sondern drängt sie auch aus öffentlichen Debatten und schränkt ihre gesellschaftliche und politische Teilhabe ein.
Am 25. November findet der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt – der sogenannte Orange Day. Die Stadt Sprockhövel nimmt diesen Tag erneut zum Anlass, um auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen und mit verschiedenen Aktionen für das Thema zu sensibilisieren sowie über Unterstützungsangebote zu informieren.
Die Gleichstellungsbeauftragte organisiert die Aktionen gemeinsam mit Bürgermeisterin Sabine Noll, dem „Runden Tisch EN gegen Gewalt an Frauen und Häusliche Gewalt“ sowie weiteren Partner*innen. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Kampagne „Digitaler Femizid – über die Vertreibung von Frauen im digitalen Raum“. Sie macht darauf aufmerksam, wie digitale Gewalt Frauen einschüchtert, aus öffentlichen Debatten verdrängt und ihre gesellschaftliche sowie politische Teilhabe einschränkt. Die Statements der Kampagne werden am 25. November auch in Sprockhövel präsentiert.
Ergänzt wird die Kampagne durch die Aktion „Rote Schuhe“, die symbolisch für Frauen stehen, die getötet wurden. Die Installation, die auf das Projekt der mexikanischen Künstlerin Elina Chauvet aus dem Jahr 2009 zurückgeht, wird erstmals in Sprockhövel gezeigt. Nach der Idee von Ingrid Leukers-Bölicke wird hierzu eine Performance entwickelt, an der alle Teilnehmerinnen choreographisch mitwirken.
Ein Informationsstand bietet Gelegenheit, sich über Gewalt gegen Frauen, Beratungsangebote und Möglichkeiten der Unterstützung zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch die evangelischen Kirchengemeinden beteiligen sich an den Orange Days und setzen mit orangefarbener Beleuchtung ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Mit einer ersten öffentliche Tanzprobe am 25. November von 18.00 bis 19.30 Uhr in der Turnhalle des KiFaz Miteinander, Hauptstr. 6, in Niedersprockhövel beginnt zugleich die Vorbereitung auf die nächste One Billion Rising-Aktion am 14. Februar 2027. Interessierte können ohne Anmeldung vorbeikommen, sich informieren und am gemeinsamen Tanz beteiligen. Mit den Aktionen möchte die Stadt Sprockhövel das Thema in der Öffentlichkeit präsent halten, für unterschiedliche Formen von Gewalt sensibilisieren und Betroffenen zeigen, dass sie nicht allein sind. Denn Gewalt gegen Frauen und Mädchen darf weder im privaten Umfeld noch im digitalen Raum toleriert werden.
Weitere Informationen zu den geplanten Aktionen werden veröffentlicht, sobald die konkreten Termine und Details feststehen. Diese sind dann unter www.sprockhoevel.de/gleichstellung zu finden.