Der 25. Oktober erinnert daran, wie wichtig es ist, das eigene Zuhause gut zu schützen. Denn die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2025 erneut gestiegen. Der bundesweite Aktionstag gibt deshalb Anlass, die Sicherheit von Haus und Wohnung einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Mehr Einbrüche aber auch viele Versuche
Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnete 2025 insgesamt 82.920 Wohnungseinbrüche einschließlich Einbruchsversuchen. Das sind 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote lag bei 14,1 Prozent. Auch wenn die Fallzahlen weiterhin unter dem Niveau von 2019 liegen, zeigt die Entwicklung: Einbruchschutz bleibt ein wichtiges Thema.
Gleichzeitig gibt es eine durchaus ermutigende Zahl: 44,9 Prozent der Einbrüche scheiterten bereits beim Versuch. Dazu tragen nach Angaben der Polizei unter anderem wirksame Sicherungstechnik und richtiges Verhalten bei. Einbrecher suchen häufig nach möglichst einfachen Gelegenheiten. Stoßen sie auf Hindernisse, die einen Einstieg erschweren und Zeit kosten, kann das zum Abbruch des Versuchs führen.
Eine Stunde für mehr Sicherheit
Der Tag des Einbruchschutzes findet jedes Jahr zur Umstellung von der Sommer- auf die Winterzeit statt. 2026 fällt er auf Sonntag, den 25. Oktober. Das Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ greift die zusätzliche Stunde auf, die wir an diesem Tag gewinnen.
Der Aktionstag wurde 2012 von der deutschen Polizei gemeinsam mit Partnern aus Versicherungswirtschaft, Industrieverbänden und Sicherheitsbranche ins Leben gerufen. Ziel ist es, für Einbruchschutz zu sensibilisieren und dazu anzuregen, die eigenen vier Wände besser abzusichern.
Sicherheit beginnt im Alltag
Dabei muss es nicht immer gleich um eine umfassende technische Lösung gehen. Schon einige einfache Gewohnheiten können helfen: Türen sollten grundsätzlich abgeschlossen und Fenster, Balkon- und Terrassentüren vollständig verschlossen werden. Fenster sollten nicht gekippt bleiben, wenn niemand zu Hause ist. Auch Schlüssel gehören nicht unter die Fußmatte oder an andere vermeintlich sichere Verstecke außerhalb des Hauses.
Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft kann ebenfalls eine Rolle spielen. Wer den Kontakt zu seinen Nachbarn pflegt und auf ungewöhnliche Beobachtungen achtet, trägt zur Sicherheit im eigenen Umfeld bei. Hinweise auf längere Abwesenheiten sollten möglichst vermieden werden.
Technik kann einen Unterschied machen
Wer sein Haus oder seine Wohnung zusätzlich absichern möchte, sollte sich mit den Möglichkeiten moderner Sicherungstechnik beschäftigen. Mechanische Sicherungen können Fenster und Türen widerstandsfähiger machen. Auch Alarmanlagen oder andere technische Lösungen können dazu beitragen, einen Einbruch zu erschweren oder frühzeitig auf einen Versuch aufmerksam zu machen.
Der Tag des Einbruchschutzes ist deshalb ein guter Anlass für einen Sicherheitscheck: Wo könnte ein Täter leicht ansetzen? Welche Türen und Fenster sind besonders gefährdet? Und welche Maßnahmen könnten das eigene Zuhause sicherer machen? Wer sich diese Fragen stellt, nutzt die „eine Stunde mehr“ ganz im Sinne des Aktionstages.