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SU Annen: Judoka schielen auf Endrunde der Bundesliga

Die Herrenmannschaft hat Platz zwei im Blick, das Frauenteam möchte Saison positiv beenden.

Gruppenbild

Die erste Herrenmannschaft kämpft in der Bundesliga.

Wenn am Samstag, 4. Juli, wieder Kampftag in der Halle am Kälberweg ist, geht es für die beiden Bundesliga-Teams der Judoka der Sport-Union Annen um viel. Die Herrenmannschaft und das Frauenteam treten zuhause in Witten an. Für die Frauen ist der vierte Einsatz bereits der letzte in dieser Saison. Die Herren möchten in ihrer Staffel gerne Platz zwei und damit die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft erreichen. Die Kämpfe beginnen um 15 Uhr.
Seit 1977 sind die Herren durchgängig in der 1. Bundesliga und vertreten die Stadt Witten damit überregional. In den vergangenen zehn Jahren erreichte die Mannschaft 2016, 2019 und 2020 die Endrunde. 2020 verlor sie im Finale gegen das Hamburger Judo-Team – sonst hätte sie Vereinsgeschichte geschrieben. Gegner am Wochenende ist der UJKC Potsdam, der amtierende Meister. „Der Kampf wird entscheidend sein. Wenn wir einen oder zwei Punkte holen, dann sieht es gut aus, die Endrunde zu erreichen“, sagt Wolfgang Utzig, der bei der SUA für das Partnermanagement zuständig ist.
„Wir punkten mit unserer familiären Atmosphäre und durch Eigengewächse“, so Utzig, der von einem guten Teamspirit spricht. Den können alle Interessierten in der Halle miterleben. „Es ist spannender Spitzensport, den sie sehen können“, sagt Utzig zu den Kämpfen in der reinen Judo-Halle, in der auf 700 Quadratmetern Matten durchgängig bereitliegen. Sportler können die Halle daher sogar vormittags nutzen. Es gibt zudem einen Kraftraum und eine Sauna. 400 Zuschauer sehen die Kämpfe im Schnitt vor Ort, über Sportdeutschland.TV verfolgen sie weitere 2000 per Livestream.
Am Heimkampftag wechseln sich die Herren und Frauen auf den Matten ab. In sieben Gewichtsklassen gibt’s jeweils zwei Durchgänge, also 14 Kämpfe pro Team. Die Frauen der SUA belegen derzeit den letzten Platz in der kleinen Süd-West-Staffel, Rang 5. Sie starteten personell geschwächt in die Saison, Top-Kämpferin Klara Erten fehlt aufgrund einer Ellenbogenverletzung. Mathilda Niemeyer, die Mitte Juni in ihrer Gewichtsklasse (bis 78 Kilogramm) Deutsche Meisterin wurde, stieg erst später ein. Mit dem JC Bottrop kommt nun ein starker Gegner. Im Falle eines Sieges könnte Annen noch Vierter werden. „Die Frauen wollen positiv aus der Saison gehen und am letzten Kampftag zeigen, was sie können“, sagt Utzig. Absteigen können sie übrigens nicht – außer Annen zieht die Mannschaft vor der neuen Saison in die NRW-Liga zurück, was nicht geplant ist. Gut mit dabei ist aktuell zudem die zweite Herrenmannschaft – sie führt Liga zwei an.

Von Hendrik Steimann