Anfang Mai ist die Anlage in Sprockhövel freigegeben worden und wird rege genutzt.
Der Basketball tickt seit einigen Wochen häufig im Baumhof. Dort ist Anfang Mai ein neues Streetballfeld feierlich eröffnet worden. Damit ist die Stadt Sprockhövel dem Wunsch vieler Jugendlicher und den heimischen Basketballern der TSG Sprockhövel – die als Sprockhövel Miners im Spielbetrieb antreten – nachgekommen. Dieser entstand im Rahmen einer Umfrage zur Umgestaltung des Stadtparks.
Kurze Einordnung: Streetball ist die informelle und oft kreative Variante des Basketballs. Dabei spielen zwei Teams mit je drei Spielern auf einen Korb. Dies war zwar in Sprockhövel auch vorher schon am IG-Metall-Bildungszentrum möglich, doch nun gibt es innenstadtnah eine gut erreichbare und moderne Anlage. Dafür wurde im Zuge von Erdarbeiten der Unterbau vorbereitet und mit einem sogenannten EPDM-Sportboden mit Linierung überdeckt. Die Zugänge zur Multisportanlage sind barrierefrei. Das Spielfeld ist 11 mal 15 Meter groß, der Korb hängt in Höhe von 3,05 Metern und damit in offizieller Wettkampfhöhe.
Neuer Treffpunkt für Jugendliche
„Mir war klar, dass wir für den Basketball etwas tun müssen. Die Nachfrage war groß und offensichtlich. Ich bin immer wieder bei verschiedenen Veranstaltungen angesprochen worden“, sagt Sprockhövels Bürgermeisterin Sabine Noll. Die Lage sei direkt neben den anderen vorhandenen Sportanlagen und dem Freibad sowie neben dem Jugendzentrum ideal. „Es soll auch ein Ort sein, an dem Freundschaften entstehen und vielleicht die nächsten Talente heranwachsen“, so Noll. TSG-Sprecherin Elke Althäuser bezeichnet den Ort als Treffpunkt, an dem Jugendliche mal nicht auf dem Handy scrollen.
Die Anlage ist nicht verschließbar. „Es hat immer jemand ein Auge darauf. Es ist daher gut, dass sie direkt am Fußballplatz liegt. Von uns schauen abends auch immer Leute vorbei“, sagt Manfred Ockenfels, Abteilungsleiter der TSG-Basketballer. Er freut sich, dass Kinder nun fußläufig zu einer Anlage kommen und –egal ob Mitglied bei den Miners oder nicht– ihr Hobby ausüben können. Bestenfalls finden sich neue Basketballfans. Der Zulauf bei den Miners ist jedenfalls in den vergangenen Jahren hoch. Im Jugendbereich spielen die Jüngsten in einer U10. „Für eine U8 fehlen uns leider Kapazitäten“, sagt Sportwart Jochen Knorr.
EN Baskets Schwelm unterstützen Nachwuchsprojekt
Durch das Streetballfeld können je nach Wetter nun auch mal vereinzelt Trainingseinheiten nach draußen verlegt werden. Je mehr Kinder Basketball spielen, desto mehr freut das die großen Vereine. Zur Eröffnung des Feldes in Niedersprockhövel kamen mit Erik Nyberg und Jeremiah Osei zwei Profis des Drittligisten EN Baskets Schwelm vorbei, warfen ein paar Körbe und gaben Autogramme. „Jeder Basketball, der rollt, ist Gold wert“, sagt Baskets-Geschäftsführer Stepan Völkel mit Blick auf mögliche Talente, die die Zukunft des Sports sichern. Die EN Baskets sind im gesamten Kreis unterwegs, jedes Kind helfe weiter. „Für Vereine ist es super, so eine Anlage nutzen zu können“, findet Völkel hinsichtlich des neuen Streetballfeldes.
Von Hendrik Steimann