Auf dem Baumhof-Parkplatz wird gegrillt, es gibt ein Martinsfeuer und Weckmänner mit Pfeife.
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Als es die Wirtschaftliche Interessengemeinschaft Sprockhövel (WIS) noch gab, veranstalteten sie den Martinsumzug. Traditionell fand dieser immer am Martinstag, dem 11. November, statt. Mit Laternen und buten Lichtern zogen kleine und große Besucher vom Busbahnhof in Niedersprockhövel über die Hauptstraße und von-Galen-Straße zum Parkplatz am Baumhof. Nach der Auflösung der WIS übernahm die TSG Sprockhövel diese schöne Tradition. Los geht es am Mittwoch, 11. November, 17.45 Uhr, vom Busbahnhof in Niedersprockhövel.
Die Resonanz ist jedes Mal groß. Nach Polizeiangaben sind es immer zwischen 1000 und 1500 Menschen, die am Zug teilnehmen und sich später auf Gegrilltes und ein Heißgetränk freuen.
Im letzten Jahr war es leider ein eher stiller Martinszug, weil es Probleme mit der Musik gab. Das soll diesmal wieder anders werden. Mit-Organisatorin Bärbel Stahlhut berichtet, man habe eine neue Musikanlage und werde versuchen, mit Hilfe von Bollerwagen für die notwendige musikalische Unterstützung während des Umzugs zu sorgen. Allerdings ist auch der Mensch gefragt, der die angestimmten Lieder kräftig mitsingen muss.
Es wird bereits eifrig Holz gesammelt, um ein Martinsfeuer zum Glühen zu bringen. „350 Weckmänner mit Pfeife haben wir schon bestellt. Besonders die Pfeife ist sehr wichtig“, lacht Bärbel Stahlhut. Wie immer werden die Weckmänner an die Kinder kostenfrei abgegeben –eine Tradition, die die TSG Sprockhövel auch von der WIS übernommen hat. St. Martin hoch zu Roß wird es auch geben und geplant ist in diesem Jahr die Verlesung der Martinsgeschichte. Am Baumhof wird dann nach dem Umzug gegrillt, für Getränke ist ebenfalls gesorgt.
Kommentar: Nicht immer nur meckern
Im letzten Jahr gab es am Martinszug viel Kritik. Keine Musik, kein Feuer, keine Parkplatz-Sperrung, keine Martinsgeschichte. Technische Probleme und am Vortag verschwundene (oder gestohlene?) Holzpaletten für das Lagerfeuer waren dafür verantwortlich. Einen Parkplatz für nur zwei Stunden zu sperren, dürfte immer schwierig sein. Was das Singen angeht, hätte man aber selbst Abhilfe schaffen können – falls die Kinder und ihre Eltern heute noch die alten Martinslieder kennen. Ja, es läuft nicht immer alles rund, aber: es sind Ehrenamtliche, die den Martinszug organisieren. Es werden 350 Weckmänner mit Pfeife kostenlos abgegeben. Es kommt ein St. Martin mit Pferd. Bezirkspolizei und DRK müssen vor Ort sein – ist das heute wirklich alles so selbstverständlich? Ich freue mich, dass die TSG Sprockhövel die Tradition der WIS übernommen hat. Wer es besser kann, die Organisatoren freuen sich bestimmt über Hilfe.
Von Dr. Anja Pielorz