Es gab einige Prüfungen in „Bodenarbeit“ auf der Reitanlage Oberste-Lehn.
Premiere in Hattingen: Auf der Reitanlage Oberste-Lehn in Elfringhausen wurde über das Gut Flehinghaus erstmals ein Reitturnier in „Bodenarbeit“ ausgerichtet. Dabei werden die Pferde von den Teilnehmenden nur über ein Seil geführt, was am Halfter befestigt ist. Das Ganze ähnelt Dressur, die Reiterinnen und Reiter stehen allerdings neben den Tieren statt auf ihnen zu sitzen. 51 Teilnehmende haben sich mit verschiedenen Pferderassen bewiesen und erhielten eine Schleife sowie Preise.
Die Disziplin Bodenarbeit ist von Dr. Claudia Münch entwickelt worden, die zugegen war. So wie einige Zuschauer. „Es ist kein großes Reitturnier, wie man es von anderen Stellen kennt, sondern ein kleines Projekt, was anlaufen muss“, sagt Nabila Thoenes aus dem Organisationsteam. Sie ist selbst in zwei A-Prüfungen angetreten – einmal gewann sie mit Hengst Finn, einmal wurde sie Dritte. Die Pferde sind der Optik wegen bandagiert und tragen keinen Sattel. Reiterinnen und Reiter tragen eine lange schwarze Hose, ein weißes Langarmhemd mit schwarzer Weste darüber sowie dunkle Handschuhe.
Es gibt wie bei Reitturnieren üblich verschiedene Level: Einstieg-Prüfungen (aufgeteilt auf Kinder und Erwachsene), A-Prüfungen (Anfänger), L-Prüfungen (Leicht) und eine Stangenprüfung (Stangen liegen auf dem Boden). Gezeigt werden Küren mit Pflichtelementen zu passender Musik und frei erfundene Elemente. Die Pferde reagieren auf die Körpersprache der Menschen. „Es sind Feinsignale, die zwischen Mensch und Tier ausgetauscht werden“, erklärt Nabila Thoenes.
Von Hendrik Steimann