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Witten

Ort für Begegnung, Kultur und demokratischen Austausch

Der Verein Forum hat im September Räumlichkeiten an der Augustastraße 36 bezogen.

Gruppenbild

Initiatoren des Vereins (v.l.n.r.): Hossein Smousavi, Norbert Dähn, Lars
Stucka, Harald Kahl, Elija Heidusch, Daniel Sonnenschein.

Bildquelle: Forum Witten

Es soll ein „kulturpolitisches Quartiersprojekt“ werden, was in der Wittener Innenstadt entstanden ist. Dort hat der neue Verein „Forum“ seinen Standort eröffnet und ist bereits auf viel Interesse gestoßen. Die Anlaufstelle, an der es künftig verschiedene Kulturveranstaltungen geben wird, befindet sich an der Augustastraße 36 – wo das zuvor rund zwei Jahre lang leerstehende Ladenlokal (zuvor befand sich dort das Rad-Café der Wabe) nun wieder mit Leben gefüllt wird.
Der Verein verfolgt zwei Ziele: Sowohl Demokratie als auch Kultur vor Ort fördern. „Sie befruchten sich gegenseitig: Demokratie braucht eine Vielfalt an kulturellen Angeboten. Und damit sich Kultur entwickeln kann, braucht es Demokratie“, erklärt Harald Kahl. Er ist die treibende Kraft des Forums, das Mieter des Ladenlokals ist. Das Bürgerforum hatte ohnehin ein neues Büro und ein Lager gesucht. Die Idee der Gründung des Vereins Forum, die im Mai datiert ist, entstand Anfang des Jahres. Ab dem Frühjahr bis Spätsommer wurde in der Augustastraße fleißig in Eigenregie renoviert.
Dort – wo der Hausbesitzer dem Verein hinsichtlich der Mietkosten entgegengekommen ist und das Material für die Renovierungsarbeiten stellte – hat Kahl nun auf 42 Quadratmetern ein Atelier. Er gehört zu den vier Hauptakteuren. Das sind neben ihm Norbert Dähn, Lars Stucka und Hossein Smousavi. Am Eröffnungstag kamen über 100 Besucher, darunter bekannte Persönlichkeiten der Stadt. Ein buntes, kulturpolitisches Programm bescherte einen schönen Auftakt. „Es macht Lust auf mehr und lässt einiges für die Zukunft erwarten“, zeigt sich Kahl motiviert und betont: „Es geht nicht um ein Quartiersprojekt allein am Standort. Es wendet sich an alle Wittener.“
Die Idee wuchs rasch, das Ladenlokal bietet mit 150 Quadratmetern Fläche einige Möglichkeiten – im Atelier ist aktuell bereits eine Vernissage von Christiane Schlieker-Erdmann zu sehen (geöffnet immer sonntags von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung mit Kahl: 0157/57316683). Mitte November bietet die Künstlerin ein „Künstler-Gespräch“ mit Moderation an. Die nächste Kunstausstellung ist Anfang des neuen Jahres vorgesehen. Demnächst sollen zudem Musikveranstaltungen stattfinden, etwa mit Jazz-Musiker Martin Theurer. Außerdem wird es Lesungen sowie Theateraufführungen geben. „Jetzt beginnt die programmatische Arbeit, alles wird mit Leben gefüllt“, so Kahl. Auch eine Internetseite sowie Aufritte auf den sozialen Medien sind in Planung.
Das Ladenlokal soll auch von externen Gruppen als Veranstaltungsraum genutzt werden können – eben demokratie- und sozial-orientiert, wie Kahl sagt. Der Verein hat ein Café konzipiert, mit geringen Preisen: 2,50 Euro für Kaffee und Tee. Es ist eine gemeinnützige Einrichtung, die nicht gewinnorientiert arbeitet.

Von Hendrik Steimann