In den Sommerferien und darüber hinaus wurde an einigen Hattinger Schulen gearbeitet.
In der Grundschule Bruchfeld wurde ein Pavillon für drei OGS-Räume umgebaut.
Die Sommerferien bieten sich an, um in Schulen Sanierungsarbeiten vorzunehmen. Im besten Falle sind diese vor Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen und schränken den Lehrbetrieb nicht ein. Das ist in Hattingen größtenteils gelungen, für rund 3,3 Millionen Euro. Es gibt aber noch Baustellen, die sich eine Weile ziehen werden. Eine Übersicht der größeren Maßnahmen:
Flure und Räume der Gesamtschule Welper
Nach einem mutwillig herbeigeführten Wasserschaden – den es bereits im November 2025 gab – mussten sechs Klassenräume im Erdgeschoss instand gesetzt sowie Räume im Untergeschoss saniert werden. Der Schaden beläuft sich auf rund 500.000 Euro. Etwas „Glück im Unglück“: Die Klassenräume wären ohnehin an der Reihe gewesen, da dort pünkltich zum Schulstart Anfang September die neuen fünften Klassen untergebracht sind. Jährlich wird dafür ein Trakt zur Modernisierung in Angriff genommen.
Es wurden unter anderem Oberflächen erneuert, Fliesen- und Bodenarbeiten durchgeführt sowie Arbeiten an der Elektroinstallation und Wasserversorgung vorgenommen. Auch die Nischen an den Heizkörpern wurden neu verkleidet. Im Zuge der Sanierung zeigte sich, dass Teile der vorhandenen Leitungen altersbedingt in einem schlechten Zustand waren und mit erneuert wurden. Ebenfalls notwendig ist die Aufbereitung der Musikräume im Untergeschoss. Das geschieht jedoch erst voraussichtlich in den Herbstferien.
Der Vandalismusvorfall wird nach Planungen der Stadtverwaltung dazu führen, dass es künftig nicht nur an der Gesamtschule Überwachungskameras geben wird.
Sporthalle des Schulzentrums Holthausen
Der komplette Hallenboden wird aktuell erneuert. Auf rund 1350 Quadratmetern wurde der alte Boden vollständig zurückgebaut. Nun entsteht ein neuer flächenelastischer Sportboden. Er besteht aus einem mehrschichtigen Aufbau mit Ausgleichsschüttung, Unterkonstruktion sowie Dämm- und Dämpfungsschichten und dem eigentlichen Sportboden. Zusätzlich wird der Prallschutz an den Wänden ergänzt beziehungsweise erneuert. Die Sanierung kostet rund 250.000 Euro. Plan war es, die Arbeiten bis Ende September abzuschließen. Nach Informationen unserer Redaktion kann die Hallen jedoch erst nach den Herbstferien wieder genutzt werden. Solange können auch Sportvereine ihre Stunden nicht in Anspruch nehmen.
Schulhof der Grundschule Heggerfeld
Neben Baggern war auch ein Saugbagger im Einsatz: Zehn Bäume haben nun deutlich mehr Platz für ihre Wurzeln bekommen. Dafür wurden mehr als 300 Quadratmeter Asphalt und verdichtete Tragschichten entfernt. Teilweise wurden einzelne Baumscheiben zu größeren Flächen zusammengeführt. Für jeden Baum stehen nun rund drei Meter zusätzlicher Raum in jede Richtung zur Verfügung und dadurch bessere Bedingungen für die Wasser- und Nährstoffversorgung. Wasserrinnen wurden angelegt. So soll neben der Entsiegelung des Schulhofs laut Stadt vor allem der alte Baumbestand langfristig geschützt und entwickelt werden. Einige der Bäume zeigten bereits deutliche Anzeichen von Trockenstress. Als die Arbeiten liefen, wurde ein Saugbagger zum Schutz der Wurzeln eingesetzt: Die unter dem Asphalt liegende Tragschicht wurde mit Druckluftlanzen gelockert, anschließend wurde Schicht für Schicht abgesaugt.
Die Spielfläche des Schulhofes blieb nahezu unverändert. „Wir wollten den Bäumen mehr Raum geben, ohne die Aufenthalts- und Spielflächen des Schulhofs einzuschränken“, heißt es seitens des Fachbereichs Tiefbau der Stadt Hattingen. Daneben wurden neue Fahrradmarkierungen vorgenommen, da sich auf den ehemaligen nun die Schutzflächen für die Bäume befinden. Gesamtkosten der Maßnahme: 90.000 Euro, wovon die Stadt durch zugeteilte Fördergelder nur zehn Prozent zahlen muss.
OGS-Räume der Grundschule Bruchfeld
Drei zusätzliche Räume für den Offenen Ganztag wurden eingerichtet. Zwei große Gruppenräume und ein Büro. Der bisher von der Volkshochschule genutzte Pavillon wurde umgebaut. Nun können dort 48 der insgesamt 174 OGS-Kinder betreut werden. Unter anderem wurden Malerarbeiten durchgeführt, Decken abgehängt, Rauchmelder und eine Hausalarmierungsanlage installiert, Waschbecken erneuert und die Beleuchtung angepasst. Die Umbauarbeiten kosteten rund 40.000 Euro.Von Hendrik Steimann