Projekt am Albert-Martmöller-Gymnasium.
Bildquelle: Mache Stiftungsarchiv
Im Rahmen des Kunst- & Kulturprojektes „Kunst mit Botschaft | Hommage an die jungen Generationen“ ist über die Stiftung Bildung & Kultur in Zusammenarbeit mit dem Berliner Pop-Art- und Street-Art-Künstler Kiddy während eines Street-Art-Workshops mit Schülerinnen und Schülern des Albert-Martmöller-Gymnasiums ein besonderes Werk entstanden: Eine große, bunte Weltkarte.
Citny zählt zu prägenden Künstlern der Street-Art-Szene der 1980er-Jahre. Gemeinsam mit anderen Künstlern verwandelte er die Westseite der Berliner Mauer in einen öffentlichen Bild- und Ausdrucksraum, in dem sich politische Realität, gesellschaftliche Auseinandersetzung und künstlerische Intervention unmittelbar miteinander verbanden. Der Künstler machte sich nun auf den Weg nach Witten, die hiesige Stiftung Bildung & Kultur stellte den Kontakt zwischen ihm und der Schule her. Rund 80 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Gymnasiums waren am Projekt beteiligt, über mehrere Wochen entstand das große Werk in kleinteiliger Arbeit und mit viel Spaß. Eine digitale Kopie (sieben mal vier Meter) ist Mitte Oktober an der Außenwand der Schule aufgehängt worden. Das Werk greift den verbindenden Gedanken von Citny auf: Kunst wird zum Medium des Dialogs zwischen Generationen und zu einem Zeichen für Freiheit, Frieden, Zuversicht und eine gemeinsame Zukunft.
Die Schülerinnen und Schüler hatten bei der Gestaltung des Kunstwerkes Freiheit hinsichtlich ihrer Gedanken. Gezeigt werden sollte dabei laut einigen mitwirkenden Schülerinnen, dass alle so sein dürfen, wie sie sind – auch über Grenzen hinweg, mit unterschiedlichen Meinungen und Aussehen. Politik, Freiheit und Kreativität wurden verbunden, so sind zum Beispiel eine Friedenstaube, das Friedenszeichen oder auch Schmetterlinge auf dem Werk vertreten. Den Künstler freute das Ergebnis und vor allem eins: Die gemeinsame Zusammenarbeit und Gestaltung der Zukunft, wie sie die Mitwirkenden sehen.
Das Originalkunstwerk in Acryl auf Holz befindet sich im KunstForum der Rüdinghauser Kirche. Kuratiert und organisiert wurde das Projekt von Prof. Dr. Detlef H. Mache, dem Vorsitzenden der Stiftung. Es wird noch nach einem geeigneten Standort für der Werk gesucht. Vorschläge sind herzlich willkommen, per E-Mail: stiftung@bildung-kultur.org
Von Hendrik Steimann