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Hattingen

Grundschule Holthausen lesestärkste Schule

Für die beste Quote der erfolgreichen Teilnahmen gab es nun einen Pokal.

Gruppenbild

Bildquelle: Hendrik Steimann

Im Foyer der Grundschule Holthausen ist es laut, die Schüler applaudieren. Im Mittelpunkt stehen einige von ihnen, die erfolgreich am Sommerleseclub der Stadtbibliothek Hattingen teilgenommen haben. 19 Kinder der Grundschule haben dabei insgesamt 101 Bücher gelesen, wie die Bibliothek angibt. Mit Blick auf die Gesamtzahl der Schüler entspricht dies der höchsten Quote unter allen Hattinger Schulen. Als Belohnung wurde den jungen Leseratten ein Pokal überreicht. Die Entscheidung war recht knapp, wie Daniel Kentsch von der Bibliothek verrät. Der Verantwortliche des Sommerleseclubs, den es seit 22 Jahren gibt, nennt das Gymnasium Waldstraße als zweitplatzierte Schule. Alle 13 Hattinger Grund- und weiterführenden Schulen beteiligten sich. „Lesen ist etwas ganz Wichtiges. Nicht nur, um später nach der Schule gut ins Arbeitsleben zu starten. Sondern auch ganz viel Spaß ist dabei“, erzählt er den Kindern. Bereits zum Abschluss des Sommerleseclubs gab es eine Abschlussveranstaltung im Reschop Carré, mit einer Schlangenshow von Naturführer Martin Maschka und Eisgutscheinen. Erstmals wurde nun ein Pokal verliehen – auch, um bei der Übergabe selbst nochmal den direkten Kontakt zu den Kindern zu haben. „Es ist ein Ansporn, dass wir im nächsten Jahr wieder gewinnen. Vielleicht melden sich noch mehr Kinder für den Sommerleseclub an. Die Auszeichnung bestätigt die gute Arbeit meiner Kolleginnen“, freut sich Schulleiterin Susanne Bergmann. An der Grundschule in Holthausen werde viel Wert auf das Lesen gelegt, neben der ohnehin seit vier Jahren bestehenden gesetzlichen Vorgabe, dreimal in der Woche für 20 Minuten mit den Kindern zu lesen. „Wir besuchen von uns aus regelmäßig die Stadtbibliothek“, erzählt Lina Pohlmann, Klassenlehrerin der 4a. Aus ihrer Klasse waren fünf der 19 Ausgezeichneten dabei, Schüler Johan las sogar elf Bücher – so viele wie kein anderer der insgesamt 1084 Teilnehmenden des Sommerleseclubs. Viele Schülerinnen und Schüler der Grundschule Holthausen arbeiten zudem über den Verein Mentor mit Leselernhelfen zusammen. „Das 1:1-Lesen ist nochmal eine ganz andere Förderung, die außerhalb der Schulzeit stattfindet und eine gute Ergänzung ist“, sagt Pohlmann. Die Schule möchte ihre Kinder hinsichtlich des Sommerleseclubs im kommenden Jahr wieder unterstützen und den Hinweis darauf geben. „Wir sagen jedoch nicht aktiv: Meldet euch an. Die Lust auf Lesen sollte aus eigener Motivation passieren“, so Pohlmann.

Von Hendrik Steimann

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