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Witten

Großes Jubiläumskonzert des sinfonischen Blasorchesters Witten

Das BloW feiert sein 20-jähriges Bestehen am 8. November im Saalbau.

BloW Concert Band

Bildquelle: BloW

Viele haben bei dem Wort „Blasmusik“ vielleicht eher die klassiche Polka oder Oktoberfestmusik im Kopf – doch weit gefehlt. Das sinfonische Blasorchester Witten hat einen Konzertanspruch und ist mit seiner Stückauswahl am Zahn der Zeit. Ihm gelingt es mit einer Mischung aus klassisch und modern seine Zuhörer abzuholen und zu begeistern. 
„Für die Stückauswahl ist das Team ‚Musik‘ zusammen mit dem Dirigenten zuständig“, erklärt Stefan Papenberg, aus dem Vorstand von BloW. „Das Orchester hat eine teambasierte Vereinsstruktur, bei der sich für verschiedene Aufgaben einzelne Teams zur Organisation bilden“, erklärt er weiter. Er selbst ist ebenfalls im Team „Musik“ und kümmert sich somit um die passende Stückauswahl. „Wir haben uns schon einige Themen einfallen lassen. Darunter waren zum Beispiel in den letzten Jahren das Thema ‚Mythos‘ bei dem wir unter anderem Musik aus der Rocky Horror Picture Show und von Hans Zimmer gespielt haben oder das Thema ‚Highscore‘, bei dem sich unsere Zuhörer über Videospielmusik wie zum Beispiel Tetris und Supermario freuen durften.“ Letzteres kam wohl auch bei der jüngeren Generation besonders gut an. „Einige Besucher, die extra wegen der Videospielmusik zu unserem Konzert kamen, haben wir wohl überzeugen können“, freut sich Papenberg, da sich diese Gesichter nun auch bei anderen Aufführungen im Publikum wiederfinden.

Musik verbindet
„Uns ist es wichtig, alle mitzunehmen – all unsere Zuhörerinnen und Zuhörer, aber natürlich auch alle unsere Orchestermitglieder“, betont Papenberg. Und das scheint BloW zu gelingen, wie die Orchestermitglieder IMAGE im Gespräch erzählten. „Für mich ist die wöchentliche Probe das Highlight der Woche“, erzählt Burkhard Blömeke. „Zu hören, wie wir ein Stück im Laufe der Proben weiterentwickeln, macht mir sehr viel Spaß. Wir fangen oft klein an und wenn man dann hört, was am Schluss dabei herauskommt... Das ist schon gewaltig“, führt er weiter aus. Auch Ulla Gemarius de Kepper schließt sich dem an: „Die gemeinsame Entwicklung. Die persönlichen Kontakte. Und auch einfach mal vom Alltag abschalten zu können – 3 Stunden in einer anderen Welt zu sein. Das genieße ich sehr.“ Hier entsteht nicht nur Musik sondern eine Gemeinschaft, Freundschaften und vieles mehr. „Als Einzelne Teil des Ganzen zu sein. Im musikalischen wie auch im menschlichen Sinne – das ist für mich das Besondere“, erzählt Bettina Papenberg. „Man kann es vielleicht mit einer Teamsportart vergleichen. Jeder einzelne ist wichtig für das Gesamtergebnis.“ Für Stefan Papenberg ist es ganz einfach: BloW ist für ihn die musikalische Heimat für die ganze Familie.

Zur Geschichte
Die Geschichte des Orchesters begann 2006 mit einer Initiative des Rotary Club Witten und der städtischen Musikschule. Erste Interessenten fanden sich noch im August zusammen, im Oktober folgte die erste Probe mit 25 Musikern. „Der Name wurde direkt beim ersten Treffen festgelegt“, erinnert sich Burkhard Blömeke, der von der ersten Stunde an dabei ist. „Da waren alle direkt überzeugt“. So war das Blasorchester Witten - kurz BloW geboren. 
Inzwischen zählt die BloW Concert Band über 50 aktive Musikerinnen und Musiker. Von Jung bis Alt vereint das Hobby alle Generationen einmal in der Woche. Seit 2019 sogar im eigenen Probenhaus, der „Schall(t)zentrale“ am rheinischen Esel. Hier ist aus viel Engagement und Eigenarbeit ein Probenraum entstanden, der sich sehenlassen kann. Ebenfalls 2019 entstanden: Das Nachwuchsorchester „BloW Connection“ – ein Orchester für alle Nachwuchsmusiker sowie für Wiedereinsteiger jeden Alters. „Wir möchten auch dem Nachwuchs eine Bühne geben. Deshalb sind bei unseren Aufführungen immer auch beide Orchestren auf der Bühne – um erste Erfahrungen zu sammeln, aber natürlich auch um einen Anreiz bei den Proben zu schaffen“, erklärt Bettina Papenberg, Vorständin von BloW Connection. „Damit der Klang des Orchesters aber auch von der Fülle her gegeben ist, spielen einige unserer Musikerinnen und Musiker auch in beiden Orchestren mit.“ 
Dass um Nachwuchs zu gewinnen noch einige Klischees aufgebrochen werden müssen, weiß auch Ulla Gemarius de Kepper. Die Saxophonistin ist auch seit der ersten Stunde dabei. Umso schöner, dass BLoW Connection wächst. Inzwischen besteht das Orchester aus 35 jungendlichen und erwachsenen Wiedereinsteigern. Unter Ihnen waren auch Malisa (17) und Leoni (16). Inzwischen spielen sie sogar in der BloW Concert Band.„Es ist schön seine eigene Weiterentwicklung beobachten zu können, sodass man sieht, wie man sich hocharbeiten kann“, erzählen die beiden. 
Seit 2024 gibt es mit BloW Youngsters auch ein Angebot für Kinder von 9 bis 13 Jahren.

Von Jessica Niemerg

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