Wenn es um die Wahl einer Grabstätte geht, steigt die Zahl der Kolumbarien an. Erdbestattungen gehen zurück. Eine Übersicht auf die Statistik und Friedhofsgebühren in Hattingen und Sprockhövel.
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Im November stehen mit Allerheiligen (1. November), dem Volkstrauertag (15. November), dem Buß- und Bettag (18. November) sowie dem Totensonntag (25. November) gleich mehrere stille Feiertage an. An diesen gedenken viele an ihre bereits verstorbenen Angehörigen und besuchen Grabstätten auf Friedhöfen. Für die Grabstätten fallen verschiedene Gebühren an. Ein Blick nach Hattingen und Sprockhövel:
In Hattingen gelten seit einem halben Jahr teilweise deutlich höhere Gebühren. Der Trend der Bestattungsarten geht dabei in Richtung Kolumbarien. Zurzeit sind auf den städtischen Friedhöfen über 4000 Gräber belegt. Die Anzahl der durchgeführten Bestattungen unterliegt laut der Stadt Hattingen jährlichen Schwankungen. Alle Arten der Erd- und Urnenbestattungen seien grundsätzlich nicht begrenzt. „Die Stadt arbeitet kontinuierlich daran, Kapazitäten im Bereich aller Bestattungsangebote anbieten zu können“, teilt sie auf Anfrage mit. Die Nachfrage nach günstigeren und pflegeleichteren Bestattungsformen steigt. Gleichzeitig sinken dadurch die Einnahmen. „Bei den Kolumbarien kommt hinzu, dass die tatsächlichen Kosten für Pflege und Unterhaltung bisher nicht ausreichend über die Gebühren abgedeckt wurden und die Nachfrage das Angebot übersteigt“, so die Stadt.
Übersicht der Friedhofsgebühren in Hattingen
Die Kosten stiegen fast um 50 Prozent. Andere Gebühren stiegen hingegen nur leicht an. Erdbestattung (Reihengrabstätte): ab 1514 Euro, Urnenbeisetzung: ab 1114 Euro, Wahlgrabstätte (sowohl für Erdbestattung als auch Urnenbeisetzung): 1817 Euro, Kolumbarium: 1089 Euro, Baumgrab für Urnenbeisetzung: 2180 Euro, Staudengrab für Urnenbeisetzung: 1817 Euro, Rasengrab Erdbestattung: 2180 Euro, Rasengrab Urnenbestattung: 2120 Euro. Die Gebührenordnung wurde zum April dieses Jahres durch die Stadtverordnetenversammlung angepasst. Hintergrund: Gestiegene Personal-, Energie- und Unterhaltungskosten. „Eine vollständige Kostendeckung würde zu deutlich höheren Gebühren führen“, so die Stadt, die weiterhin einen Teil der Kosten trägt. Damit soll die langfristige Finanzierung der Friedhöfe gesichert werden und ihre Bedeutung als Orte der Bestattung, der Erholung und des ökologischen Ausgleichs gehalten werden.
Auf dem städtischen Friedhof in Sprockhövel sind derzeit rund 1450 Grabstellen belegt, für die unterschiedliche Gebühren anfallen. Die jährlichen Beisetzungen bewegten sich in den vergangen Jahren nach Angaben der Stadt Sprockhövel konstant zwischen 50 bis 70 pro Jahr. Für das Jahr 2025 wurde nach 13 Jahren eine neue Friedhofsgebührensatzung bis 2027 beschlossen. In der vorherigen Satzung gab es bereits Nachträge mit angepassten, gestiegenen Gebühren. In Zuge der neuen Satzung wurden die Gebühren erneut angehoben – vor allem, weil die Unterhaltungskosten steigen. „Das Anheben der Kosten ist aufgrund mehrerer Faktoren notwendig, dabei spielen Personalkosten im Zuge immer wiederkehrender Tarifverhandlungen eine große Rolle, aber auch die Anschaffungs- und Materialkosten für den Friedhof selbst erhöhen sich im Laufe der Zeit deutlich“, teilt die Stadt auf Anfrage mit. Die Stadtverwaltung hat für das Jahr 2026 mit folgendem Budget geplant: Aufwendungen: rund 105.000 Euro, Erträge: rund 70.000 Euro. Das Budget für das Jahr 2027 befindet sich zum aktuellen Zeitpunkt noch in der Planung, da der Gesamthaushalt für das kommende Kalenderjahr noch nicht beschlossen worden ist.
Übersicht der Friedhofsgebühren in Sprockhövel
Die Gebühren unterscheiden sich je nach Bestattungsart, hier sind die aktuellen Werte. Erdbestattung (Reihengrabstätte): ab 3008 Euro, Urnenbeisetzung: ab 668 Euro, Wahlgrabstätte Erdbestattung: 3610 Euro, Wahlgrabstätte Urnenerdgrabstätte (Rasen/Stauden): 802 Euro, Wahlgrabstätte Urnenendgrabstätte (Baum): 1416 Euro, Kolumbarium: 3044 Euro.
Von Hendrik Steimann