AVU unterstützt: Den Verein für Ballspiele Schwelm.
Der VfB trägt seine Heimspiele auf dem Rasenplatz am Brunnen aus.
Rund um den Sportplatz „Am Brunnen“ tummeln sich viele Fußballbegeisterte. Dort ist die Heimat des VfB Schwelm. In dieser Saison treten zwei Herrenteams, ein Alt-Herren-Team sowie fünf Nachwuchsmannschaften für den Fußballklub aus der Kreisstadt an. Gleichzeitig ist er ein Partner der AVU, die einiges ermöglicht.
Der Vereinsname existiert in seiner heutigen Form etwas mehr als ein Vierteljahrhundert. Der VfB entstand vor der Jahrtausendwende aus einem Zusammenschluss der SG Schwelm und der Sportfreunde Schwelm. Und die SG Schwelm bildete sich erst 1986 durch eine Fusion des Ursprungsvereins, dem FC Schwelm 06 und dem SC Grün-Weiß Schwelm. Der Ursprung geht auf das Jahr 1906 zurück. Beim FC Schwelm gab es früher auch mal eine Box- und eine Handballabteilung, die dann jedoch zur TG zur roten Erde Schwelm übergingen.
An all das erinnert sich der aktuelle VfB-Geschäftsführer, Hermann Luce. Er ist seit 1972 im Verein, trat früher selbst gegen den Ball. Die höchste Spielklasse, in der die Schwelmer vertreten waren, war die Landesliga. „In der haben wir damals sogar mal gegen die zweite Mannschaft des FC Schalke gespielt, ehe sie weiter aufgestiegen ist“, erzählt Luce. Mit Horst Bertram gab es zudem jemanden, der früher Profi bei Borussia Dortmund war und später Trainer des VfB zu Landesligazeiten. In der war die Elf vom Brunnen zuletzt in der Saison 2006/07 vertreten. Aktuell spielt sie in der Kreisliga A.
Langfristiges Ziel ist die Landesliga
Ziel des Vereins ist es, wieder überkreislich zu spielen. „Aber es ist kein Wunschkonzert. Es wird wohl noch ein, zwei Jahre dauern“, schätzt Luce. Mit Platz acht in der Vorsaison war der Verein nicht zufrieden und möchte nun unter die ersten Drei kommen. „Im nächsten Jahr wollen wir versuchen, durch gezielte Verstärkung in die Bezirksliga aufzusteigen und langfristig wieder in die Landesliga“, sagt der Geschäftsführer.
Auch in der Jugend möchte sich der VfB wieder breiter aufstellen. In der aktuellen Saison sind zwei E-Jugendteams, eine D-Jugend, eine B-Jugend sowie ein B-Juniorinnen-Team im Spielbetrieb gemeldet. Letzteres wurde vor zwei Jahren gegründet, um das größer werdende Interesse von Mädchen abzudecken und Talente zu fördern. Hinsichtlich der D- und B-Jugend wurde eine Spielgemeinschaft mit Wuppertal Beyenburg gebildet, da beide Klubs Schwierigkeiten hatten, ihre Mannschaften zu besetzen. „Nun haben wir mehr Trainingsmöglichkeiten für die Kinder. Da wir in Schwelm nur eine geringe Anzahl an Sportplätzen haben, sind die Kapazitäten gering“, erklärt Luce.
Hohe Kosten für die Platzpflege
Zumal der Naturrasenplatz am Brunnen in den Wintermonaten (zwischen November und April) witterungsbedingt nicht bespielt wird und der VfB auf den Sportplatz an der Rennbahn ausweicht – wo der Lokalrivale und direkte Liga-Konkurrent SpVg Linderhausen beheimatet ist. Der Rasenplatz soll ausreichend geschont werden. „Es ist ein wahnsinnig hoher Aufwand, den in gutem Zustand zu halten“, merkt Luce an. Der Verein hat den Platz gepachtet und erhält seitens der Stadtverwaltung einen jährlichen Zuschuss von 69.500 Euro.
„Es ist eine hohe Summe, die aber schnell verbraucht ist, weil sie bei Weitem nicht ausreicht, um alles zu decken“, erklärt Luce. Neben der eigentlichen Rasenpflege – für die der Verein zwei mehrmals in der Woche eingesetzte Mäh-Roboter für 20.000 Euro gekauft hat und mit der Firma EuroGreen kooperiert – fallen Grundbesitzabgaben, Heckenschnitt, Flutlicht- und Wasserkosten, Wegpflege, Müllabfuhr oder Instandsetzungskosten hinsichtlich Heizung, Umkleiden und Toiletten an. Daneben ist der Spielbetrieb zu stemmen, für den angestiegene Verbandsabgaben fällig sind.
Jahrelange Zusammenarbeit mit der AVU
Neben viel ehrenamtlichem Einsatz kommt hierbei die AVU ins Spiel. Luce sagt: „Sie unterstützt uns bei den laufenden Kosten sehr. Seit Jahren besteht eine gute, vertrauliche Zusammenarbeit.“ Vor ein paar Jahren hatte der VfB über ein Gewinnspiel des Energieversorgers einen Trikotsatz gewonnen. Zudem bezieht der Verein sein Wasser von der AVU, die in der Vereinszeitschrift und am Brunnen auf einer Bande vertreten ist.
Von Hendrik Steimann