Das steht nach der Saisoneröffnung des Freibads im Programm.
Vertreter der Stadt, Stadtwerke und Veranstaltungspartner freuen sich auf das bunte Programm.
Trotz der zuletzt immer mal wieder regnerischen Tage haben bereits viele Badegäste die Chance genutzt, ins Wasser des Freibades Annen einzutauchen. In die beiden frisch gereinigten Becken, egal ob von der Treppe, den Startblöcken, den Sprungbrettern oder der beliebten gelben Rutsche aus. Die Saison wurde bei Sonnenschein eröffnet, auf den die Stadtwerke Witten – die das Bad betreiben – hoffen.
Das Bad an der Herdecker Straße ist knapp vier Monate lang geöffnet, in denen man bis zu 80.000 Gäste erwartet. 2025 waren – vor allem witterungsbedingt – nur rund 70.500 Besucherinnen und Besucher vor Ort. Die Stadtwerke wollen mit ansprechenden Veranstaltungen dafür sorgen, dass die Wunschzahl 2026 erreicht wird. Bereits das Anschwimmen am 7. Mai war erstmals für acht Stunden lang kostenlos. „Es ist wie Urlaub, nur wenige Freibäder sind so schön gelegen“, freut sich Stadtwerke-Sprecher Matthias Kukla, der von Stolz spricht. Stolz sind die Stadtwerke auf das Bad, was recht erfolgreich laufe und in den vergangenen Jahren das Angebot jeweils Stück für Stück erweitert hat und somit noch verstärkter über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.
Capt’n Hops, Piratentag und Open-Air-Kino
Es stehen in den kommenden Monaten ein paar besondere Termine an. Mit dem Start in die Sommerferien am 17. Juli bis 23. August startetet „Capt’n Hops“ wieder seine Hüpfburgenwelt, die bis zum 16. August steht. Sie wird über SNL Events veranstaltet und dazu werden neue Hüpfburgen erwartet, passend zum Wasser in Schiffsform und Softair-Kanonen. Der Einlass zu dem abgetrennten Bereich ist mittels Zusatzticket möglich und wurde im Vorjahr gut angenommen. Passend dazu wird es diesmal am 9. August ein Piratentag samt Poolparty geben. Dabei wird ein Parcous aufgebaut, es gibt erneut Hüpfburgen und flotte Musik. Außerdem spielt eine Kinderpiraten-Band mit entsprechenden Outfits.
Nach den Sommerferien steht das knapp zweiwöchige Open-Air-Kino an, in der Zeit vom 27. August bis 13. September. Filme für Kinder und Erwachsene werden auf einer Leinwand gezeigt. Welche es genau sein werden, teilen die Stadtwerke noch mit. Ebenso den Termin für das beliebte Hundeschwimmen, was es traditionell nach Ende der Saison im Herbst geben wird, ehe das Freibad erstmal wieder seine Pforten schließt. Um durch diese zu gelangen, wurden die Preise zu diesem Jahr etwas erhöht – da Personal- und Energiekosten gestiegen sind. Die letzte Anpassung gab es vor drei Jahren. Erwachsene zahlen mit 5,50 Euro nun einen Euro mehr, Kinder und Jugendliche mit 3,50 Euro 50 Cent mehr. Kinder unter drei Jahre dürfen das Bad kostenfrei nutzen. Im Rahmen des Ferienspaßes dürfen Kinder während der Sommerferien dreimal kostenlos ins Bad.
Ordnungsdienst und technische Erneuerungen
Zum Thema steigendes Potenzial von Aggressivität in öffentlichen Bädern haben sich die Stadtwerke für den Fall der Fälle vorbereitet. Bislang habe es glücklicherweise keine großen Vorfälle in Annen gegeben. „Wir schulen unsere Kollegen im Bereich Deeskalation weiter und arbeiten weiterhin mit einem Ordnungsdienst zusammen. Das Freibad ist kein Ort für Gewalt, dafür haben wir keine Toleranz“, betont Lars Glörfeld, Abteilungsleiter Bäder bei den Stadtwerken.
Wittens Bürgermeister Dirk Leistner spricht von einer „Perle“ mit Blick auf die idyllisch gelegene und rund 32.000 Quadratmeter große Anlage in Annen. „Wir haben hier gute Rahmenbedingungen und das kommt nicht von ungefähr. Die Leute, die hier arbeiten, machen nicht nur ihren Job, sondern sind wirklich mit Herzblut dabei“, sagt er. Zur Eröffnung im Mai hatte er übrigens die Gelegenheit genutzt, während seiner Dienstzeit gemeinsam mit Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Schumski ein paar Bahnen zu ziehen und vom Drei-Meter-Brett zu springen.
Es gibt auch in diesem Jahr wieder eine technische Neuerung im Bad: Nachdem 2025 bereits die Heiztechnik modernisiert worden war, wurde im vergangenen Winter die Heizungs- und Trinkwassererwärmungsanlage erneuert. Demnächst planen die Stadtwerke, alle vorhandenen Duschen mit warmem Wasser auszustatten. „Aktuell haben wir eine Mischung. Es gibt Duschen, die nur kaltes Wasser haben. In den Vorjahren hatten wir die Möglichkeit, warmes Wasser zu nutzen, sukzessive erhöht“, sagt Glörfeld. Langfristig solle das Freibad noch energieeffizienter sein: „Wir wollen mehr warme Duschen mit weniger Energie betreiben.“
Von Hendrik Steimann