Traditionsreiche Veranstaltung in der Sprockhöveler Sparkasse findet zum 16. Mal statt.
v.l. Daniel Rasche (Vorstand Sparkasse), Lisa Meerman (Malerei), Organisator Steffen Peter, Gabriele Reckhard (Fotografie) und Klaus Schröder (Skulptur) freuen sich auf das Event. Mit dabei sind auch Udo Unterrieser (die Glaskunst im Bild ist eines seiner Werke), Andreas Falke, Susanne Meerman und Beatrice Schuh.
Bildquelle: Pielorz
Eines der angesagtesten Kunstprojekte in Sprockhövel öffnet auch 2026 seine Pforten. Am Sonntag, 8. November, 16 Uhr, startet die Ausstellung „Denkanstöße – Kunst spendet“ mit einer Vernissage in der Sparkasse Schwelm-Sprockhövel in der Hauptstraße 68 in Niedersprockhövel. Das vielbeachtete Event jährt sich in diesem Jahr zum 16. Mal. Zwei Jahre musste die Veranstaltung coronabedingt pausieren.
Seit der Künstler Gerhard Gröner die Initiative im Jahr 2008 ins Leben gerufen hatte, hat sie stetig an Bedeutung gewonnen. 2016 übernahm Ulrich Gimbel die Organisation und Leitung der Veranstaltung. 2022 legte Gimbel die Veranstaltung in die Hände von Steffen Peter. Der studierte Kommunikationsdesigner führt seit einigen Jahren die Galerie „Friedrich + Ebert“ in Wuppertal. Mit an Bord bleibt die Sparkasse Schwelm-Sprockhövel, die die Veranstaltung auch in diesem Jahr ausrichtet. „Die Veranstaltung hat sich in den vielen Jahren bewährt und ist ein fester Bestandteil im Terminkalender. Die Verbindung zwischen Kunst und sozialem Engagement unterstützen wir gerne,“ so Daniel Rasche vom Vorstand der Sparkasse Schwelm-Sprockhövel.
Jedes Jahr gab es andere Künstler und Kunstwerke zu bestaunen. Immer kommen die Künstler aus dem heimischen Raum – das ist auch in diesem Jahr so. Ein Teil des Erlöses geht wie immer an die Krebshilfe Sprockhövel/Hattingen.
Das sind die Künstler für die Vernissage 2026
Da ist zum Beispiel Lisa Meerman. Sie lebt mit ihrer Familie seit 2023 in Sprockhövel und arbeitet als freiberufliche Künstlerin. Sie sagt von sich selbst: „Ich liebe leuchtende, warme Farben in Kombination mit sanften, gedeckten, unaufgeregten Tönen. Gerne bezeichne ich meine Kunstwerke auch als ‚Feel good Paintings‘. Denn das ist, was ich primär mit meinen Werken erzeugen möchte, ein gutes Gefühl beim Betrachter. Sie sollen Fröhlichkeit ausstrahlen und einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“ Auch Susanne Meerman ist Künstlerin. Sie stellt in ihren Werken, die oft auch etwas größer ausfallen dürfen, den Menschen in den Mittelpunkt. Mit dem Pinsel hält sie Begegnungen und Eindrücke fest, setzt Emotionen in ihren Bildern um. Oft malt sie mit Ölfarben auf Leinwand.
Ein weiterer Künstler, der in diesem Jahr ausstellt, ist Glaskünstler Udo Unterrieser. Seit 1982 lebt und arbeitet er in Sprockhövel auf Hof Kershagen, zeigt immer wieder eine spannende Auswahl seiner Glasobjekte. Glaskunst in Größen ab 20 mal 30 Zentimeter bis zu 60 mal 100 Zentimeter, als Säule, Objekt für Tisch, Fensterbank oder Fenster. „Glas braucht Helligkeit – das muss aber nicht zwingend Sonnenlicht sein“, sagt er. Seine Werke der alten Glaskunsttechnik verzaubern.
Klaus Schröder bereichert die Ausstellung mit seinen Skulpturen. Geboren 1953 in Mülheim a.d. Ruhr arbeitete er in den siebziger Jahren bis 1981 mit verschiedenen Künstlern in den Marmorsteinbrüchen von Carrara/Italien. Danach baute er sich ein Atelier im Wittener Gederbachtal auf. Miniaturen aus Holz sind nur ein Element seiner Kunst. Auch als Lehrkraft für Kunstpädagogik und Bildhauerei vermittelte der Künstler sein Wissen.
„Ich verbinde Grafikdesign, Kunst und persönliche Geschichten zu individuellen Bildkompositionen. Meine Arbeit bewegt sich zwischen Erinnerung, Emotion und visueller Erzählung – jedes Werk entsteht individuell“, sagt Künstlerin Beatrice Schuh. Erinnerungen werden in Kunstwerke verwandelt. Malerei und Grafik-Werke zeigt sie in der Ausstellung „Kunst spendet“.
Gabriele Reckhard ist ein weiterer Name der neuen Kunstausstellung. Die Künstlerin arbeitete lange im Atelier von Udo Unterrieser und lebt heute in Schwelm. Ihre Leidenschaft gehört der Fotografie. „2012 habe ich diese Leidenschaft auf professionelle Beine gestellt und bis 2016 Fotodesign am IBKK studiert. 2018 erhielt ich das Diplom für meine Arbeit ‚4074 Tage – Tatorte der NSU-Morde‘. Auf Grund vieler Nachfragen von Institutionen, Organisationen und Vereinen stelle ich die zehn Bildtafeln inzwischen bundesweit aus. Impressionen von meinen weltweiten Reisen und Begegnungen mit den Menschen halte ich fotografisch fest. Ich experimentiere mit verschiedenen Techniken/Mixed Media (u.a. Pigment-Transfer, Polaroid-Liftup), um Fotografien zu Unikaten zu machen.“
Druckgrafik zeigt Andreas Falke. Illustrationen, Fotografie bishin zur Produktgestaltung sind die Leidenschaften von Andreas Falke. Doch nicht nur das. Auch die Musik und das Reisen und über allem die Kreativität bilden den Künstler ab. Und wenn er irgendwo in der Welt unterwegs war, schickte er Daheimgebliebenen besondere Grüße. Das sagt er selbst darüber: „Nicht einfache Postkarten, selbst gezeichnete Karten in oft eigenwilligen Formaten. Ein Rest von einem Kupferdruckbogen, eine Buchseite weil gerade nichts anderes da war. Einen Bleistift aber hatte und habe ich immer bei mir. Es entstanden Zeichnungen von den unterschiedlichsten Gegebenheiten, oft kolorierte Zeichnungen, mit Texten versehen, mit Aqurell oder einfacher Wasserfarbe belebt. Immer ist es eine sehr persönliche Art, dem Adressaten etwas mitzuteilen. Heute sehe ich in fast allen Wohnungen oder Häusern, in denen ich zu Gast bin, diese Briefe. Diese Post hat es fast immer über den Umweg des Briefkastens aus allen Ecken dieser Welt geradewegs in die Herzen der Empfänger geschafft.“
Die Krebshilfe Sprockhövel/Hattingen, die Künstler und Organisatoren haben diesen Wunsch auch für die Ausstellung: Möge sie es in die Herzen der Empfänger schaffen.
Von Dr. Anja Pielorz