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Sprockhövel

Das schätzen die Badegäste am Freibad in Sprockhövel

Nicht nur zur Saisoneröffnung schauen viele Wasserratten an der Bleichwiese vorbei.

Der Start in die neue Saison war an der Bleichwiese in Niedersprockhövel ein überaus gelungener. Unzählige Badegäste strömten ins Freibad, das seinen 70. Geburtstag groß feierte und am 1. Mai sogar freien Eintritt gewährte. Doch nicht allein an diesem Tag waren bislang viele Personen auf dem Gelände. Das Bad wird regelmäßig rege besucht – auch, wenn es im Mai einige regnerische Tage gab. IMAGE hat sich umgehört, was die Badegäste am Sprockhöveler Freibad schätzen.
Zunächst einmal gibt es ein Lob von Bürgermeisterin Sabine Noll, die von einem „Juwel“ spricht, was Sprockhövel besitzt: „Die vielen Engagierten des Fördervereins und weitere Helfer sind mit Leib und Seele dabei. Ohne ihren Einsatz hätten wir nicht so ein tolles Freibad. Und die Arbeit bedeutet wirklich mehr als Arbeit.“ Man sehe der Anlage an, dass die 70 Jahre alt ist, da sie aber auch gut genutzt werde. „Wir haben in den vergangenen Jahren noch ein Schüppchen draufgepackt“, freut sich Noll. In diesem Jahr gibt es erneut zusätzliche Angebote. Ein Wunsch, der schon länger bestand, wurde den Frühschwimmern erfüllt: Jeden Mittwoch und Freitag öffnet das Freibad bereits um 7 Uhr, also zwei Stunden eher. Das kommt vor allem gut bei den Älteren an, von denen sich am Tag der Saisoneröffnung um 9 Uhr schon viele auf den Bahnen tummelten.

Viele Möglichkeiten auf dem Gelände
Durch die verschiedenen Möglichkeiten auf dem Gelände sind auch viele Altersklassen zu Gast. Neben dem Schwimm- und Sportbecken mit dem Ein-Meter-Brett sowie den Sprungtürmen (drei und fünf Meter) gibt es das Nichtschwimmerbecken mit der beliebten breiten Rutsche. Zudem gibt’s ein Becken für die ganz Kleinen. Auf der Anlage befinden sich außerdem ein Beachplatz und reichlich Möglichkeiten zum Liegen auf der grünen Wiese. Am Tag der Saisoneröffnung war zudem eine mobile Bungee-Trampolinanlage aufgestellt, die rege bei bestem Wetter genutzt wurde – dort waren seitens der Kinder einige artistische Einlagen zu sehen. Auf dem Beachplatz spielten Kinder und Jugendliche gemischt mit dem Volleyball. Daneben hielt eine Gruppe Jugendlicher den Fußball im Kreis hoch, einige andere chillten zu Musik.
Die Symbiose zwischen Jung und Alt funktioniere gut, erzählen beide Seiten. Natürlich müsse man sich gerade im Schwimmbecken auch mal abstimmen und an die gegenseitige Rücksichtnahme erinnern, doch es gibt keine großen Vorfälle. „Jeder ist hier nett“, sagt der 14-jährige Noah aus Niedersprockhövel, der sich freut, dass man beim Rutschen und an den Sprungbrettern nicht lange warten muss. Einige Mutige bieten auf den Sprungtürmen sogar ansehnliche Sprünge mit viel Körperbeherrschung. Sarvin (14) macht aber auch gerne die bekannte „Arschbombe“. Der Jugendliche aus Haßlinghausen sagt: „Es ist insgesamt sehr ruhig, eine schöne Atmosphäre und nicht so überfüllt wie in anderen Städten.“

Familiäre Atmosphäre wird geschätzt
Dem stimmt Oliver von Nahmen zu, der mit seiner Familie aus Gevelsberg ab und an in Sprockhövel zu Gast ist. „Die Liegewiese ist schön angelegt, die kleinen Trennhecken zu den Becken ebenfalls“, findet er. Vom „Schwimm In“ in seiner Heimat ist er nicht so sehr begeistert. An der Bleichwiese herrsche eine familiäre Atmosphäre und das Personal sei freundlicher. Zu dem gehört in seiner zweiten Saison auch Rettungsschwimmer Peter Beckmann, der ebenfalls den familiären Charakter als großen Pluspunkt nennt. „Es hat einen Dorfcharakter. Es kennen sich alle gefühlt, vor allem die Stammschwimmer im großen Becken. Auf der Tribüne kommen sie ins Gespräch und sehen sich später wieder mal“, beschreibt er die Kontaktmöglichkeiten, die sich durch die vielen Besucher während einer Saison ergeben.
Von Hendrik Steimann